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Beats Biblionetz - Begriffe

Intelligenz intelligence

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconDefinitionen

Life 3.0Ability to accomplish complex goals.
Von Max Tegmark im Buch Life 3.0 (2017) im Text Welcome to the Most Important Conversation of Our Time
Jean PiagetIntelligenz ist die Lösung eines neuartigen Problems, die Koordination von Mitteln, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, das nicht unmittelbar erreicht werden kann.
Von Jean Piaget im Buch Probleme der Entwicklungspsychologie im Text Der Zeitfaktor in der kindlichen Entwicklung (1962) auf Seite  15
Elsbeth SternIntelligenz kann als generelle Lern- und Denkfähigkeit verstanden werden, die insbesondere im Umgang mit komplexen und symbolisch vermittelten Inhaltsgebieten zum Tragen kommt.
Von Elsbeth Stern, Aljoscha Neubauer im Buch Intelligenz (2013) im Text Was ist Intelligenz, und wie wird sie gemessen? auf Seite  72
Elsbeth SternIntelligenz wird als das Potenzial einer Person verstanden, sich die mündliche und schriftliche Sprache sowie den Umgang mit mathematischen und anderen Symbolsystemen der jeweiligen Kultur anzueignen und dieses Wissen für schlussfolgerndes Denken zu nutzen.
Von Elsbeth Stern im Buch Professionelles Handlungswissen für Lehrerinnen und Lehrer (2021) im Text Wer lehren will, muss das Lernen verstehen auf Seite  42
Cognitive intelligence is the very general ability to reason, plan, solve problems, think abstractly, comprehend complex data, learn quickly, and learn from experience (Gottfredson, 2000). It refers not to the amount of knowledge one has but to the ability to acquire and apply knowledge (Gottfredson, 2000).
Von Alexander JAM van Deursen, Jan AGM van Dijk im Text IQ and digital inequality (2021)
The Society of MindEin Begriff, der häufig benutzt wird, um dem Mythos Ausdruck zu verleihen, eine einzelne Entität oder ein einzelnes Element sei für die Qualität der Denkfähigkeit einer Person verantwortlich. Ich ziehe es vor zu glauben, daß dieses Wort keine besondere Kraft und kein Phänomen repräsentiert, sondern einfach alle mentalen Fähigkeiten, die wir in jedem Augenblick bewundem, aber noch nicht verstehen.
Von Marvin Minsky im Buch The Society of Mind (1985) auf Seite  330
Bevor wir verstehen können, wie man Intelligenz erschafft, müssen wir wissen, was Intelligenz‌ eigentlich ist. Die Antwort liefern weder IQ- noch Turing-Tests. Sie liegt stattdessen in einer einfachen Beziehung zwischen dem, was wir wahrnehmen, dem, was wir uns wünschen, und dem, was wir tun. Grob gesagt, ist eine Entität in dem Maße intelligent, wie ihre Handlungen auf Grundlage ihrer Wahrnehmungen zur Erfüllung ihrer Wünsche taugen.
Von Stuart Russell im Text Natürliche und künstliche Intelligenz
Rolf PfeiferChristian ScheierIntelligence is too complex a notion to be captured by a simple definition. What people in general and even scientists mean by the term varies greatly, and there is little hope that there will ever be agreement. The key aspect, implicitly or explicitly present in many conceptions of intelligence, is generation of behavioral diversity while complying with the rules. This idea is independent of any notion of levels of intelligence. It applies to abstract thinking just as much as to an animal avoiding a predator. An organism that always displays the same behavior is not intelligent.
Von Rolf Pfeifer, Christian Scheier im Buch Understanding Intelligence (1999) im Text The Study of Intelligence auf Seite  32

iconBemerkungen

Jean PiagetDie Intelligenz organisiert die Welt, indem sie sich selbst organisiert.
Von Jean Piaget im Buch Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde (1937)
Neil PostmanIntelligenz besitzt keine Quantität und keine Ausdehnung, es sei denn, wir glauben, es verhält sich so.
Von Neil Postman im Buch Wir amüsieren uns zu Tode (1985) im Text Das Medium ist die Metapher
Hubert L. DreyfusDie Moral unserers Fünf-Stufen-Modells ist: Zur Intelligenz gehört mehr als nur kalkulierbarer Verstand.
Von Hubert L. Dreyfus, S. Dreyfus Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Mind over Machine (1986) im Text In fünf Schritten vom Neuling zum Experten auf Seite  61
Life 3.0Intelligence, defined as ability to accomplish complex goals, can’t be measured by a single IQ, only by an ability spectrum across all goals.
Von Max Tegmark im Buch Life 3.0 (2017) im Text Matter Turns Intelligent
Joseph WeizenbaumIch bin der Ansicht, dass ein in jeder Beziehung zu vereinfachter Begriff von Intelligenz sowohl das wissenschaftliche, wie das ausserwissenschaftliche Denken beherrscht hat, und dass dieser Begriff zum Teil dafür verantwortlich ist, dass es der perversen, grandiosen Phantasie der künstlichen Intelligenz ermöglicht wurde, sich dergestalt zu entfalten.
Von Joseph Weizenbaum im Buch Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft (1976) im Text Künstliche Intelligenz auf Seite  269
Joseph WeizenbaumMir geht es [...] darum, dass die Mythen um die Intelligenztests die vielfach übernommene und doch so irreführende Überzeugung genährt haben, Intelligenz sei in irgendeiner Weise eine permanente, unveränderliche und kulturell unabhängige Eigenschaft von Individuen (etwa wie die Farbe der Augen) und dass sie darüber hinaus von Generation zu Generation durch Vererbung weitergegeben werde.
Von Joseph Weizenbaum im Buch Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft (1976) im Text Künstliche Intelligenz auf Seite  270
Neil PostmanDa Intelligenz überwiegend durch die Fähigkeit, Wahrheit zu erfassen, definiert wird, leitet sich das, was eine Kultur unter Intelligenz versteht, insbesondere aus der Beschaffenheit ihrer wichtigen Kommunikationsformen her. In einer rein mündlichen Kultur bringt man Intelligenz häufig in eine Verbindung mit dem Talent zur dramatischen Zuspitzung, mit der Fähigkeit, knappe, vielseitig anwendbare Redewendungen zu ersinnen. Der weise Salomon, so wird uns im ersten Buch der Könige berichtet, kannte 3000 Sprichwörter. In einer Buchdruck-Kultur hält man Leute mit einem solchen Talent für verschroben, wahrscheinlich sogar für wichtigtuerische Langweiler. In einer rein mündlichen Kultur wird der Fähigkeit, etwas im Gedächtnis zu behalten, stets ein hoher Wert beigemessen, denn wo es nichts Schriftliches gibt, muß das Erinnerungsvermögen die Funktion einer mobilen Bibliothek übernehmen. Zu vergessen, wie etwas gesagt oder getan werden muß, wäre eine Gefahr für die Gemeinschaft und eine eklatante Form von Dummheit. In einer Buchdruck-Kultur ist es allenfalls ehrenwert, aber nicht nötig, ein Gedicht, eine Speisekarte, eine Gesetzesvorschrift auswendig zu kennen - es gilt fast immer für funktional irrelevant und gewiß nicht als ein Zeichen hoher Intelligenz.
Von Neil Postman im Buch Wir amüsieren uns zu Tode (1985) im Text Medien als Epistemologie

iconVerwandte Objeke


Fragen
KB IB clear
Lässt sich Intelligenz messen?Can we measure intelligence?
Werden Computer künftig intelligenter als Menschen?
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Verwandte Begriffe
(co-word occurance)
Künstliche Intelligenz (KI / AI)artificial intelligence(0.2), Intelligenztest / IQ(0.1), Gehirnbrain(0.03)
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Verwandte Aussagen
Intelligenz hat keinen Einfluss auf das Glücksempfinden
Musik fördert die Intelligenz
Intelligenz fördert Schulerfolg
Intelligenz erfordert Fehler machen (dürfen)
Intelligenz fördert das Lernen
Intelligenz fördert Verschwörungsmythen

iconCoautorInnenlandkarte

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iconRelevante Personen

iconHäufig erwähnende Personen

iconHäufig co-zitierte Personen

iconStatistisches Begriffsnetz  Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

iconZitationsgraph (Beta-Test mit vis.js)

icon623 Erwähnungen  Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo finden

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