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BiblioMap zu "Konstruktivismus" 
Konstruktivismus, constructivism
Constructivism is not a theory to explain only complex, ill-structured domains; it is a theory how learners make meaning, period!
Der Konstruktivismus lehrt, dass unsere Erkenntnis durch Konstruktion zustandekommt, er macht damit keine Aussage über das Seiende.
im Text Problem Based Learning (2001)
Das, was Konstruktivismus genannt wird, sollte, so meine ich, schlicht eine skeptische Haltung bleiben, die die Selbstverständlichkeit des Realismus in Zweifel zieht.
Der radikale Konstruktivismus kann [...] als eine Erkenntnistheorie beschrieben werden, die sich bemüht, den Begriff des Wissens von seiner traditionellen ikonischen Verknüpfung mit der Wahrheit zu befreien.
Constructivism is a philosophy and a cognitive, developmental psychology that explains learning äs a case of interpreting and inferring about the world. Meaning is understood to be the result of humans setting up relationships, reflecting on their actions, and modeling and constructing explanations.
Der Konstruktivismus ist primär eine Erkenntnistheorie, die davon ausgeht, dass »Wirklichkeit« nicht von sich aus vorhanden und damit zugänglich ist, sondern vom Individuum konstruiert wird. Die Entstehung des Konstruktivismus ist im Kontext der Forschungen der Biologen Varela und Maturana anzusiedeln.
Der Konstruktivismus ist keine Theorie des Seins, formuliert keine Aussagen über die Existenz der Dinge an sich, sondern ist eine Theorie der Genese des Wissens von den Dingen, eine genetische Erkenntnistheorie. Für den Konstruktivisrnus ist Wissen kein Abbild der externen Realität, sondern eine Funktion des Erkenntnisprozesses.
Der Radikale Konstruktivismus begreift sich selbst als eine Konstruktion und nicht als eine letzte Wahrheit, er ist eine Möglichkeit, die Dinge zu sehen. Für mich ist, dies kann ich auch mit Blick auf meine therapeutische Arbeit sagen, allein die Frage ausschlaggebend, welche Konstruktion sich als die nützlichste und menschlichste erweist.
Was ist Radikaler Konstruktivismus? Einfach ausgedrückt handelt es sich da um eine unkonventionelle Weise die Probleme des Wissens und Erkennens zu betrachten. Der Radikale Konstreuktivismus beruht auf der Annahme, dass alles Wissen, wie immer man es auch definieren mag, nur in den Köpfen von Menschen exisitiert und dass das denkende Subjekt sein Wissen nur auf der Grundlage eigener Erfahung konstruieren kann. Was wir aus unserer Erfahrung machen, das allein bildet die Welt, in der wir bewusst leben.
Das Problem, das sich auch dem Konstruktivismus stellt, ist: Wie wird man mit dem beobachtbaren Missbrauch von Pluralität und Toleranz fertig?
Ein Konstruktivist, der sich auf einem Berg verlor, sagte einem Rettungstrupp, als der ihn fand: "Ich danke euch, dass ihr mich erfunden habt."
Zu erwarten, dass [...] unser Weltbild mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben könne, wie die Konstruktivisten meinen (z.B. von Förster, Glasersfeld, Maturana; [...]), kann auch nicht richtig sein.
Es überrascht, dass nur so wenige Vertreter des Konstruktivismus, die alle die Relevanz der "negotiation of meaning" betonen, sich intensiver um den Akt des kommunikativen Aushandelns von Bedeutungen selbst kümmern.
Natürlich kann der Konstruktivismus selbst kein Modell einer Wirklichkeit sein, denn er unterliegt seinen eigenen Gesetzen. Der Konstruktivismus muss sich einzig und allein durch die Praxis bewähren. Alles Rechthaberische verliert auf diesen Hintergründen seinen Sinn.
Der klassische Konstruktivismus erscheint mir keineswegs als eine einleuchtende Denkweise, da er die eine Seite im Erkenntnisprozess verabsolutiert: Der Organismus zwingt, so meint man, die ihm eigene Logik und seine Modelle der Welt auf. Aber das glaube ich ganz und gar nicht; eine solche Annahme erscheint mir als ein Rückfall in ein neokantianisches Denken
Ich möchte unterstreichen, dass der Konstruktivismus selbst nicht beansprucht, die Beschreibung einer ontologischen Realität zu sein, da er ja die Möglichkeit ontologisch "wahren" Wissens bestreitet. Er stellt in der Tat keinerlei Ansprüche auf "Wahrheit" im traditionellen Sinn und will viel mehr als Arbeitshypothese verstanden werden, die sich selbst als mehr oder weniger nützlich erweisen mag.
Die Bezeichnung ist leider nicht schön. Erstens klingt sie nicht gut auf deutsch, zweitens stand sie schon in den mittleren zwanziger Jahren für eine kurzlebige Kunstrichtung in der Sowjetunion, und drittens wurde sie auch schon in der Philosophie in einer etwas anderen Weise verwendet. Also, wenn das alles nicht schon diese Bezeichnung hätte, hätte ich den Ausdruck »Wirklichkeitsforschung« bei weitem vorgezogen.
Aus der Idee des Konstruktivismus ergeben sich zwei Konsequenzen. Erstens die Toleranz für die Wirklichkeiten anderer - denn dann haben die Wirklichkeiten anderer genauso viel Berechtigung als meine eigene. Zweitens ein Gefühl der absoluten Verantwortlichkeit. Denn wenn ich glaube, daß ich meine eigene Wirklichkeit herstelle, bin ich für diese Wirklichkeit verantwortlich, kann ich sie nicht jemandem anderen in die Schuhe schieben.
Der Radikale Konstruktivismus ist unverhohlen instrumentalistisch. Er ersetzt den Begriff der Wahrheit (im Sinne der wahren Abbildung einer von uns unabhängigen Realität) durch den Begriff der Viabilität innerhalb der Erfahrungswelt der Subjekte. Er verwirft folglich alle metaphysischen Verpflichtungen und beansprucht nicht mehr zu sein, als ein mögliches Denkmodell für die einzige Welt, die wir "erkennen" können, die Welt nämlich, die wir als lebende Individuen konstruieren.
Für mich ist der Radikale Konstruktivismus eine ganz und gar praktische und unprosaische Angelegenheit; er versucht, eine brauchbare Art und Weise des Denkens vorzuschlagen, mehr nicht. Und es ist sehr wichtig, dass man sich von Anfang an und bis zum Schluss darüber klar ist, dass auch der Kosntruktivismus nur ein Modell darstellt. Ob es ein viables Modell des Denkens ist oder ob es einem als unbrauchbar erscheint - das lässt sich nicht für andere und für alle Zeiten entscheiden, das muss letzten Endes jeder für sich und jedes Individuum selbst herausfinden.
diese Haltung, solche buzzwords oder catchwords zu vermeiden, liegt in folgender Vorsicht. Sobald ein solches Schlagwort auftaucht, weiss jeder, wovon geredet wird. Man braucht also nicht mehr zuzuhören, weil jeder schon weiss, das ist ein Konstruktivist. Wenn ich vermeide, ein Konstruktivist genannt zu werden, dann müssen die Leute fragen, ja, was sind sie dann? Dann können wir einmal darüber reden, jetzt hört vielleicht einer zu! Aber wenn ich sage, das ist ein Konstruktivist, können wir uns ja alle schlafen legen und sagen, das weiss ich ja sowieso schon, was der redet: Die Welt ist erfunden, es ist alles nicht vorhanden, es gibt keine Realität und diesen Blödsinn, den brauchen wir ja nicht mehr anzuhören, denn das haben wir ja schon fünfhundertmal von anderen Idioten gehört.
Der Konstruktivismus ist kein homogener theoretischer Ansatz. Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Varianten des Konstruktivismus herausgebildet, die sich bezüglich ihres Erkenntnisgegenstandes und ihres Wissenschaftsverständnisses mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden. Alle konstruktivistischen Ansätze grenzen sich aber in ihrem ontologischen Verständnis über die Beschaffenheit der sozialen Welt von den sögenannt „rationalistischen" Ansätzen, wie beispielsweise dem Rational-Choice-Ansatz, ab. Die soziale Wirklichkeit ist aus konstruktivistischer Sicht nicht objektiv gegeben, sondern durch gesellschaftliches Handeln und Sinninterpretationen der Akteure konstruiert. Auf die internationale Politik angewendet bedeutet dies, dass der Konstruktivismus die neorealistische Annahme einer "natürlichen" und vorgegebenen Anarchie ablehnt. Stattdessen wird das anarchische System als soziales Konstrukt begriffen. Inwieweit sich konstruktivistische Ansätze in epistemologischer und methodischer Hinsicht vom Rationalismus unterscheiden ist in der Literatur dagegen umstritten.![]() Fragen | Wie funktioniert Lernen? |
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Autopoietischer Kreis: Konstruktivistisches Diskussionsforum in Zürich
( : 2010-02-13 , am: 2010-02-11)
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Wikipedia (englisch): Eintrag zu Constructivism bei Wikipedia (englisch)
( : 2010-02-13 , am: 2010-02-09)
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Wikipedia (deutsch): Eintrag über Konstruktivismus bei Wikipedia (deutsch)
( : 2010-02-13 , am: 2010-02-04)
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Romanistik und Internet: Fachdidaktik ZLF, Lernen mit Notebooks u.a.m.
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( : 2010-02-13 , am: 2010-01-22)
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Amöben, Computer und wir - die Konstruktion phantastischer Realitäten: Visionärer Entwurf eines materialistischen Konstruktivismus auf Grund einer Kritik des radikalen Konstruktivismus
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Definition von Autopoiese: in Annettes Philosophiestübchen
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Wie kommt die Mathematik in den Kopf?: Aufsatz der verschiedene Spielarten konstruktivistischer Lerntheorie mit behaviouristischen und kognitivisitschen Ansätzen vergleicht.
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http://www.uni-koblenz.de/~odsjgroe/konstruktivismus/index.htm :Der radikale Konstruktivismus als
philosophische Erkenntnistheorie
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Das Auge der Materie: Weltknoten der Beobachtung - eine Quantenlogische Annäherung an unsere epistemischen Grenzen
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Könnerschaft und implizites Wissen: Buchtipp zu implizites Wissen
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Letzter Eintrag: 13.02.2010
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