Beats Biblionetz - Bücher

E-Learning

Eine multiperspektivische Standortbestimmung
Buchcover

iconZusammenfassungen

Die Integration der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Bildungsorganisationen hat höchste Erwartungen, da und dort aber auch schlimmste Befürchtungen geweckt. Während die einen von einer kopernikanischen Wende sprachen, prophezeiten andere bereits den Untergang der abendländischen Bildung und Kultur. Die Pioniere des E-Learning waren eher technisch orientiert, in den letzten Jahren haben sich nun vermehrt auch die Pädagogen und Didaktiker des Themas angenommen und mit E-Learning Erfahrungen gesammelt. Inzwischen dürfte die Anfangseuphorie der Befürworter und die Endzeitstimmung unter den Kritikern etwas abgeflacht sein – und so ist der Augenblick für eine kritische Zwischenbilanz günstig. Dabei ist zu bedenken, dass Lehr-Lern-Prozesse sich nicht auf die didaktisch-methodisch gestalteten Lernarrangements reduzieren lassen. Viele weitere Einflüsse wollen umsichtig und sorgsam bedacht werden. Fragen der Philosophie und Allgemeinen Pädagogik müssen ebenso berücksichtigt werden wie Themen der Soziologie, Didaktik, Neuropsychologie, Organisationslehre, Ökonomie und der Bildungspolitik. In einem ganz besonderen Masse sind die Aktivitäten und Erfahrungen der Lernenden einzubeziehen.
von Klappentext im Buch E-Learning (2006)
Gabi Reinmann"Wir warnen ... vor der Vorstellung, dass Lernen mit einer Online-Plattform leichter wird. Es wird in erster Linie interessanter und intensiver. Lernen an sich und der Verzicht auf Freizeit wird den meisten immer noch gleich schwer fallen: Disziplin und kritische Selbsteinschätzung bleiben deshalb nach wie vor ausschlaggebend für erfolgreiches Lernen". Dies sind keineswegs die Worte eines Professors mit erhobenem Zeigefinger, sondern die Folgerungen zweier Studierender der Universität Bern, die erste Erfahrungen mit E-Learning gemacht haben. Solche und andere, positive wie negative, Erfahrungen bilden einen von drei Teilen des Buches "E-Learning. Eine multiperspektivische Standortbestimmung". Dass in dieser - wenn auch vergleichsweise knappen - Form Lernende zu Wort kommen, die den Fluch oder Segen der neuen Medien im Hochschulalltag direkt abbekommen, ist eine der Besonderheiten dieses Sammelbands, der von Damian Miller zusammengestellt wurde. Ich selbst habe das Buch mit diesem letzten (leider kürzesten) Teil begonnen, weil er mich neugierig machte: Wie reagieren Studierende an anderen Universitäten (als der eigenen), wenn E-Learning mehr oder weniger Einzug in den alltäglichen Lehrbetrieb hält? Wo treffen sich Erwartungen und wo gehen sie auseinander? Was steckt hinter den so wenig aussagekräftigen hohen oder niedrigen Akzeptanzwerten? Natürlich handelt es sich bei den studentischen Beiträgen nicht um völlig freie und spontane Äußerungen - das ist mit dem Modus des klassischen Publizierens nun einmal schlecht vereinbar. Doch das Meinungsbild wirkt ausgewogen, sodass man, so meine ich, mit den insgesamt acht (bzw. neun, wenn einen weiteren studentischen Beitrag dazuzählt, der sich in Teil II verirrt hat) vorrangig aus Schweizer Hochschulen stammenden Stimmungsbildern einen interessanten Einblick in das "E-Learning-Erleben" von Studierenden gewinnen kann.
Der zweite Teil (ich bleibe also dabei, das Pferd sozusagen von hinten aufzuzäumen) beschäftigt sich mit konkreten E-Learning-Anwendungen, wobei der erste, auf ökonomische Fragen abzielende, Beitrag dieser Kategorie wohl besser zu den Grundlagen gepasst hätte. Hier erhält der Leser/die Leserin gute Einblicke in E-Learning-gestützte Change Management-Prozesse der Universität St. Gallen, in die E-Learning-Strategie der ETH Zürich, in konkrete E-Learning-Projekte der Universität Zürich sowie in E-Learning-Aktivitäten im Rahmen des (reformierten) Medizinstudiums an der Universität Basel. In fast allen Beispielen wird deutlich, dass derzeit besonders niederschwellige Angebote im Fokus des Interesses stehen. Dass aber "niederschwellig" ein relativer Begriff und in verschiedenen Ländern dieser Erde keineswegs die gleiche Bedeutung haben müssen, zeigt eindrucksvoll der Beitrag von Hans Peter Rohr, in dem er schildert, mit welchen Irrungen und Wirrungen die Einführung von E-Learning an der National University of Laos verbunden ist: Sprachliche, technische und kulturelle Barrieren, so macht Rohr klar, erweisen sich als große Hindernisse in wohl gemeinten, aber oft schlecht durchdachten Aktionen, die mit Wissens- oder Technologietransfer umschrieben werden. Neben solchen Informationen können einem Beiträge dieser Art auch die Augen dafür öffnen, wie wichtig es ist, sich in Zeiten knapper Ressourcen beim E-Learning auf das Wesentliche und Nachhaltige zu konzentrieren.
Als "Grundlagen" wird der erste Teil von Millers Band bezeichnet, der verschiedene disziplinäre und fachspezifische Perspektiven auf das Lernen und Lehren mit neuen Medien versammelt. Erfahrene Leser/innen treffen hier auf eher bekannte psychologische und didaktische Fragen des E-Learning (z. B. in den Beiträgen von Hans Geser, Nicola Döring, Franziska Fellenberg und Michael Kerres) sowie auf gesellschaftliche und politische Aspekte der E-Learning-Debatte (z. B. im Beitragen von Ernst Buschor), die nun schon seit mehreren Jahren diskutiert werden. Tatsächlich neue Perspektiven bringt das Buch mit Beiträgen aus der Philosophie (von Thomas Buchheim), der Medientheorie (von Jürgen Oelkers) und der Neuropsychologie (von Lutz Jäncke), denn: Klassische Bildungsziele, historisch relevante Medienereignisse und -entwicklungen wie auch hirnphysiologische Gegebenheiten werden zwar immer mal wieder gestreift, sind aber in den meisten Fällen nicht essentieller Bestandteil unserer Bemühungen, neue Medien zum Lernen und Lehren zu nutzen. Man muss ja Ängste wie die vor einer "Computerisierung geistiger Tätigkeiten ... als eine gefährliche Erosion der Bildung" (Buchheim, S. 53) nicht teilen. Sich aber dann und wann mit philosophischem Hintergrund der Fragen nach dem Wozu des E-Learning zu stellen, könnte wohl so manche Entscheidung auf dem E-Learning-Sektor besser werden lassen. Der Blick über den eigenen fachlichen Tellerrand hat noch nie geschadet, doch dabei werden wir wohl nicht stehen bleiben können, denn: Eines zeigen die letzt genannten Beiträge auch - nämlich das Defizit eines echten interdisziplinären Austausches, bei dem wir mehr erreichen müssten als nur die jeweils andere Perspektive additiv hinzuziehen. Schließlich möchte ich noch auf den Beitrag von Dominik Petko und Kurt Reusser im ersten Teil des Bandes hinweisen: Unter der recht grundsätzlichen Fragestellung, wie interaktive Lernressourcen das Lernen fördern können, wird ein lesenswerter, umfassender und vor allem aktueller Überblick über das Lernpotenzial der neuen Medien und über Grundlagen der Gestaltung von E-Learning-Umgebungen gegeben.
Damian Miller selbst schließlich führt den Leser/die Leserin mit einer informativen Einleitung in und durch seinen insgesamt gelungenen Band, dessen Besonderheiten (Studentensicht und neue multidisziplinäre Perspektiven) man aus meiner Sicht durchaus noch mutiger hätte ausbauen können.
Quelle: http://www.elearning-reviews.org/
von Gabi Reinmann, erfasst im Biblionetz am 10.05.2006

iconKapitel Unter den anklickbaren Kapiteln finden Sie Informationen über einzelne Teile des gewählten Werks.

In diesem Buch wird erwähnt... Hier finden Sie eine Auflistung aller Themen, die im gewählten Werk erwähnt werden, geordnet nach Typen.


Personen
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Terry Anderson, Aristoteles, Hermann Astleitner, Paolo Barblan, Peter Baumgartner, Gary Bente, Andreas Breiter, John Seely Brown, Peter Bucher, Allan Collins, R. L. Coulson, A. Deussen, Pierre Dillenbourg, Nicola Döring, P. Duguid, Martin Jürg Eppler, Dieter Euler, P. J. Feltovich, Frank Fischer, Arne Fischer, Catherine Frété, Susanne Haab, Forum Helveticum, Urs Ingold, Ludwig J. Issing, J.-C. Jehng, Michael Kerres, Wolfgang Klafki, Paul Klimsa, Arnold Koller, Herbert Kubicek, Jean Lave, Detlef Leutner, Roland Mangold, Richard E. Mayer, Marshall McLuhan, Damian Miller, Alice Mitchell, Alan Newell, S. E. Newmann, Caspar Noetzli, Sabine Payr, Dominik Petko, Platon, Gilbert Probst, S. P. Raub, Kurt Reusser, Gilly Salmon, Carol Savill-Smith, Daniel Schneider, Rolf Schulmeister, EDK Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, Sabine Seufert, Herbert Simon, R. J. Spiro, Paraskevi Synteta, Peter Vorderer, Lew Semjonowitsch Vygotsky, Monika Waldis, Bernd Weidenmann, Etienne Wenger, Christian Wiedwald, Karl Wilbers, Franziska Zellweger Moser

Fragen
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Welche Konsequenzen haben die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung für die Schule?
Welchen Einfluss haben Medien auf das Lernen?

Aussagen
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Bildung ist kein Wissenstransfer.
Computer = LehrerIn
Computer ermöglichen individuelles Lerntempo.
Computer ermöglichen unmittelbare Rückmeldungen.
Computer=Medium
Computer=Werkzeug
Internet ermöglicht Expertenmeinungen im Unterricht.
Staatliche Organisationen sind keine Unternehmen

Begriffe
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Abbruchquote, Adaptierbarkeit, Adaptivität, Allgemeinbildung, Angst, Asynchrone computervermittelte Kommunikation, Asynchrone Kommunikation, Autorensystem, Avatar, Behaviorismus, Bildung, Blackboard, Blended Learning, Bologna-Reform, Botschaft, Bottom-up, BSCW, CBT (Computer Based Training), Chancengleichheit, Change Management, Chat, cognitive apprenticeship, cognitive flexibility, Community, Computer, Computerspiele, Computervermittelte Kommunikation, Concept Map, Concept Mapping Software, Content, Counterstrike, CSCL, CSCW, Deklaratives/explizites Gedächtnis, Denken, Didaktik, digital divide, distance learning / Fernunterricht, Effektivität, Effizienz, Ego-Shooter, E-Learning, E-Mail, Emotionen, Episoden-Gedächtnis, Erziehung, ETH World, ETH Zürich, Face to Face Kommunikation (F2F), Feedback (Rückmeldung), Fernsehen, Frontalunterricht, Gedächtnis, Gehirn, Gruppenarbeit, Habitualisierungs-These, Handheld / PDA, Hardware, Hebbsche Regel, Hot Potatoes, Hypertext, Ilias, Information, Informationsflut, Intelligent Tutoring System (ITS), Interaktivität, Internet, Internetkompetenz, Job Enlargement, Kinder, Kognitivismus, Kommunikation, Konstruktivismus, Kultur, Kulturtechnik, Langzeitgedächtnis, Learning Management System (LMS), Lebenslanges Lernen, LehrerInnen-Bildung, Lernen, Lernplattform, Lernumgebung, Literalität, Mailing-Listen, Marketing, Medien, Mediendidaktik, MIT, Motivation, Motivation, intrinsische, Multicodierung, Multimedia, Multimodalität, Neid, Neurophysiologie, Newsgroups, Notebook, Ökonomie, OLAT, Oralität, Pädagogik / Erziehungswissenschaft, Philosophie, Projekt ELBA, Projekt Neptun, Prozedurales/implizites/n. deklaratives Gedächtnis, Psychologie, Schmerz, Schule, SCORM (Sharable Content Object Reference Model ), Selbststudium, Self-collaborative learning, Simulation, situated learning / situated cognition, Software, Soziologie, Sprache, studycube, Sucht, Sympathie, Synchrone computervermittelte Kommunikation, Synchrone Kommunikation, Tablet PC, TCO, Teamfähigkeit, TopClass, Top-down, Überfachliche Kompetenzen, Universität St. Gallen, Unternehmen, Virtual Reality, Virtueller Campus Schweiz (VCS), WBT (Web Based Training), WebCT, Weblogs, Wiki, Wikipedia, Wirtschaft, Wissen, Wissens- und Faktengedächtnis, Wissenschaft, Wissensmanagement, World of Warcraft
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Bücher
Jahr TitelIBOBKBLB
1930Mind in Society (Lew Semjonowitsch Vygotsky) 105185884
1966   Understanding Media (Marshall McLuhan) 663012078
1972Human Problem Solving Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (Alan Newell, Herbert Simon) 27000
1985   Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik (Wolfgang Klafki) 52142570
1989Knowing, Learning, and Instruction (L. B. Resnick) 991111404
1990Cognition, education, and multimedia Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (D. Nix, R. J. Spiro) 2422629
1991Situated Learning (Jean Lave, Etienne Wenger) 10222692
1992  Constructivism and the technology of instruction (Thomas M. Duffy, David H. Jonassen) 793311892
1992Lernen mit Software (Peter Baumgartner, Sabine Payr) 48741851
1995  Information und Lernen mit Multimedia (Ludwig J. Issing, Paul Klimsa) 175204137913
1996     Grundlagen hypermedialer Lernsysteme (Rolf Schulmeister) 102193813290
1999Collaborative Learning (Pierre Dillenbourg) 552831600
1999  Sozialpsychologie des Internet (Nicola Döring) 5012677795
2000E-Moderating (Gilly Salmon) 2324687
2000Kompetenz-Management (Gilbert Probst, A. Deussen, Martin Jürg Eppler, S. P. Raub) 6300
2001Gemeinsame Wissenskonstruktion (Frank Fischer) 3000
2001Multimedia Learning (Richard E. Mayer) 2521537
2001  Multimediale und telemediale Lernumgebungen (Michael Kerres) 13512984728
2001     Stufenübergreifendes Konzept für die Informatikbildung (Peter Bucher, Urs Ingold) 361332
2002   Handbuch E-Learning (Andreas Hohenstein, Karl Wilbers) 1603993010398
2002Qualität des Lernens im Internet (Hermann Astleitner) 5200
2003E-Learning an Hochschulen (Dieter Euler, Karl Wilbers) 8100
2003Lehren und Lernen mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien II387722050
2003  Wirkungen und Wirksamkeit neuer Medien (Reinhard Keil, Michael Kerres) 199722616
2003    Schule im Netz (Forum Helveticum, Paolo Barblan, Arnold Koller) 711421826
2004   Das Selbststudium an der Universität St. Gallen aus Sicht der Studierenden (Dieter Euler, Karl Wilbers, Franziska Zellweger Moser) 482311
2004Didaktik und Neue Medien (U. Rinn, Dorothee M. Meister) 181900
2004The use of computer and video games for learning (Alice Mitchell, Carol Savill-Smith) 52611591
2004   Theory and Practice of Online Learning (Terry Anderson) 22182
2004Lehrbuch der Medienpsychologie (Roland Mangold, Peter Vorderer, Gary Bente) 61700
2004    Organisatorische Einbettung von E-Learning in Hochschulen Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (Andreas Breiter, Arne Fischer, Herbert Kubicek, Christian Wiedwald) 8141813
2004Campus 2004 (Doris Carstensen, Beate Barrios) 3110761645
2005    Nachhaltigkeit von eLearning-Innovationen (Sabine Seufert, Dieter Euler) 8272428
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Texte
Jahr TitelIBOBKBLB
1989   Cognitive Apprenticeship (Allan Collins, J. S. Brown, S. E. Newmann) 801032291
1989    Situated Cognition and the Culture of Learning (J. S. Brown, Allan Collins, P. Duguid) 45112773
1990Cognitive flexibility and hypertext (R. J. Spiro, J.-C. Jehng) 19200
1992Cognitive flexibility, constructivism and hypertext (R. J. Spiro, P. J. Feltovich, R. L. Coulson) 29711045
1995Multicodierung und Multimodalität im Lernprozess (Bernd Weidenmann) 293892484
1995   Abbilder in Multimedia-Anwendungen (Bernd Weidenmann) 6300
1995Adaptivität und Adaptierbarkeit multimedialer Lehr- und Informationssysteme (Detlef Leutner) 4400
2002    E-Learning didaktisch gestalten (Karl Wilbers) 111862098
2002   Community, Content and Collaboration Management Systems in Education Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (Catherine Frété, Daniel Schneider, Paraskevi Synteta) 4154977
2003   Diskutieren in virtuellen Lehrveranstaltungen (Dominik Petko) 10131546
2003    Online-Didaktik Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (Susanne Haab, Caspar Noetzli, Dominik Petko, Kurt Reusser, Monika Waldis) 5115766
2003     Wirkungen und Wirksamkeit neuer Medien in der Bildung (Michael Kerres) 852798
2004    Didaktisches Design aus hochschuldidaktischer Sicht (Rolf Schulmeister) 151932060
2004Die «Reusability» pädagogischer Aspirationen und ihre Potenzierung durch technologische Innovation (Damian Miller) 271237
2004    Empfehlungen für die Grundausbildung und Weiterbildung der Lehrpersonen an der Volksschule und der Sekundarstufe II im Bereich ICT (EDK Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren) 14142389
2004    Didaktik und Reusable Learning Objects (RLO's) (Peter Baumgartner) 14222914
2005    Praxisorientiertes E-Learning mit Video gestalten (Dominik Petko, Kurt Reusser) 7134706
2005    Das Selbststudium an der Universität St. Gallen (Karl Wilbers, Franziska Zellweger Moser) 3101248

iconIn diesem Buch wird nicht erwähnt... Eine statistisch erstelle Liste von nicht erwähnten (oder zumindest nicht erfassten) Begriffen, die aufgrund der erwähnten Begriffe eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, erwähnt zu werden.

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Nicht erwähnte Begriffe
Amnesie, anchored instruction, Anterograde Amnesie, Bekanntheits- bzw. Vertrautheits-Gedächtnis, Cmap Tools, Doom, Ein Notebook pro StudentIn (ENpS), Einzelarbeit, Furcht, Handheld / PDA in school, Job Enrichment, Job Rotation, Kurzzeitgedächtnis, LehrerIn, Moodle, Motivation, extrinsische, Naturwissenschaft, Notebooks an Schulen, Partnerarbeit, Retrograde Amnesie, RSS, social software, Sozialformen des Unterrichts, Tablet PCs in education, TCO in Education, Ultra-Kurzzeitgedächtnis, Weblogs in education, Wiki in education, WWW (World Wide Web)

iconZitate im Buch

Hans GeserWie allgemein bekannt, wird die akademische Welt heute von Professoren bestimmt, die nicht wegen ihrer herausragenden Fähigkeiten im mündlichen Unterricht und ihrer Diskussionsfähigkeiten berufen wurden, sondern aufgrund ihrer bedeutenden Forschungsleistung und ihrer angesehenen Publikationen. Für sie können Online-Verfahren hilfreich sein, indem sie ihnen die Möglichkeit geben, auch ihre Lehre auf schriftliche statt auf mündliche Kommunikation zu stützen und damit ihre Rollen als Lehrer und Forscher viel enger als bisher miteinander zu verbinden. Sie können zum Beispiel Exzerpte aus eigenen wissenschaftlichen Arbeiten in ihre digitalen Kurse übernehmen und werden vielleicht ermutigt, Texte, Begriffssysteme, Tabellen und Abbildungen zu erstellen, die sie wiederum in ihre wissenschaftlichen Publikationen integrieren können.
von Hans Geser im Buch E-Learning (2006) im Text Online-Unterricht an Universitäten
Der Mehraufwand, der betrieben werden müsste, um ein wirklich interaktives Lernmittel zu schaffen, ließe sich nur durch ein gezieltes Einspannen der Lernenden selbst bewältigen. Das würde eine zusätzliche Belastung für uns Studenten bedeuten, die nur dann in Kauf genommen werden könnte, wenn mit geringer Anstregung viel zu erreichen wäre. Wie aber soll ein solches Unterfangen bei all den technisch unversierten Studenten gelingen? Ein Vorbild stellt für mich, mit Vorbehalten, das Wikipedia-System dar. Wikipedia* ist eine frei zugängliche Enzyklopädie im Web, deren Inhalte nicht von einer Redaktion erstellt, sondern von den Internetnutzern selbst geschrieben und verändert werden. Ich glaube, ein solches Prinzip ließe sich auch auf das E-Learning übertragen. Damit könnte jeder Student mit einem relativ geringen Aufwand Verbesserungen sowohl an der Darstellung des Lernstoffes wie auch an der Lernmethodologie vornehmen. Der Projektleiter bestimmt in letzter Instanz, welche der Optimierungsvorschläge (bessere Verknüpfungen von Text und Bild, zusätzliche Links usw.) angenommen werden. Im Gegensatz zu einem gedruckten Lehrbuch kann der Lernstoff auf diese Weise schnell den unterschiedlichen Bedürfnissen der jeweiligen Studentenjahrgange angepasst werden.
von Ivo Alexis Meyer im Buch E-Learning (2006) im Text Die Leiden des jungen E-Learners
Hans GeserDie akademische Kommunikation ist traditionell von einer Polarisierung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Bereichen gekennzeichnet, dem Bereich der interaktiven persönlichen Kommunikation und der Sphäre der (fast) nicht interaktiven schriftlichen Publikation.
Im Licht der allgemein anerkannten Prämisse, dass alle wissenschaftlichen Ideen und Erkenntnisse dem lebendigen und verbreiteten wissenschaftlichen Diskurs ausgesetzt werden sollten, sind die Unzulänglichkeiten dieses bimodalen Kommunikationssystems seit langem evident:
  1. Synchrone mündliche Kommunikation gestattet zwar äußerst flexibles Feedback, kann aber nur Informationen von geringer Komplexität verarbeiten, da
    • die Teilnehmer gezwungen sind, unmittelbar auf ihren Vorredner zu reagieren und längere Ausführungen mit dem Sprechbedürfnis anderer Teilnehmer (bzw. der begrenzten Dauer von Zusammenkünften) kollidieren;
    • mündliche Beiträge nicht aufgezeichnet werden, so dass die Teilnehmer meist auf das jeweils unmittelbar vorangegangene Statement reagieren, und
    • Diskussionsergebnisse häufig verloren gehen, weil sie weder ausgewertet noch in zugänglicher Form gespeichert werden.
  2. Während schriftliche Publikationen dem Autor viel Raum und Zeit geben, komplexe Ideen systematisch auszuarbeiten und sich mit großer Sorgfalt ihrem verbalen Ausdruck zu widmen, handelt es sich doch meist um Monologe, die einem interaktiven Diskurs nur marginal ausgesetzt sind, da
    • geschriebene Texte unwiederbringlich «auf Papier gebannt» sind, so dass sie aus schlicht physikalischen Gründen nicht ohne Aufwand modifiziert werden können;
    • «veröffentlichen» üblicherweise bedeutet, das Werk an unbekannte, anonyme Rezipienten zu verteilen, die über keine (bzw. nur begrenzt leistungsfähige) Feedbackkanäle verfügen;
    • und weil Reaktionen (wie Buchrezensionen oder Repliken und Dupliken in wissenschaftlichen Zeitschriften) gewöhnlich zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden, das heißt getrennt von der primären Publikation, auf die sie sich beziehen.

Aus dieser Sicht liegt eine wichtige Bedeutung der neuen digitalen Medien darin, dass sie die große Lücke zwischen diesen beiden hoch divergenten Kanälen des verbalen Ausdrucks durch eine Vielzahl von Übergangsformen schließen. So besteht eine der wichtigsten Funktionen asynchroner Online- Kommunikation in der Möglichkeit, die flexible Interaktivität mündlicher Gespräche mit den vielen Vorteilen des Schreibens zu kombinieren, zum Beispiel damit, dass die Teilnehmer sich erst nach gründlichem Überlegen äußern und dass alle Äußerungen der bisherigen Diskussion verfügbar gehalten werden.

von Hans Geser im Buch E-Learning (2006) im Text Online-Unterricht an Universitäten auf Seite 117

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Lokal Nur mit Passwort Online-Unterricht an Universitäten: Artikel als Volltext (lokal: PDF, 684 kByte)
Lokal Nur mit Passwort Soziale Beziehungen und Emotionen beim E-Learning: Artikel als Volltext (lokal: PDF, 232 kByte)
Lokal Nur mit Passwort Didaktisches Design und E-Learning: Artikel als Volltext (lokal: PDF, 292 kByte)
Lokal Nur mit Passwort Didaktisches Design und E-Learning: Artikel als Volltext (lokal: PDF, 292 kByte)
Lokal Nur mit Passwort Das Potenzial interaktiver Lernressourcen zur Förderung von Lernprozessen: Artikel als Volltext (lokal: PDF, 602 kByte)
URL:          
Titel:        
Beschreibung: 

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Beat ( 27.01.2006), FHA Päd (IWV-BIB 37-372 ), Yvonne, PH-SO (371.333 ELEA ), PHZ Schwyz (756.3 )

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