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Beats Biblionetz - Begriffe

Wiki in educationWiki in education

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

Das Werkzeug bietet nach unseren Erfahrungen gute Voraussetzungen, um das Konzept einer Notebook-Universität zu unterstützen .
Von Dieter Hennicken, Cyrus Zahiri im Text Arbeiten im Netz (2003)
Lyndsay GrantWith a highly-structured group with a shared learning goal, wikis may be able to act as support for knowledge-building networks.
Von Lyndsay Grant im Text Using wikis in schools (2006)
The wiki is a technology that can facilitate the approaches to learning inherent in theories such as collective wisdom and connectivism.
Von Pru Mitchell im Buch Wikis: Tools for Information Work and Collaboration (2006) im Text Wikis in education auf Seite 123
Ward CunninghamAn area where open collaboration and exchange of ideas is both natural and important is education. Wiki technology is a useful tool in this context.
Von Bo Leuf, Ward Cunningham im Buch The Wiki Way (2001) im Text Wiki goes Edu auf Seite 343
Ein Wiki ist kein Ersatz für eine Lernplattform. Sein Verwendungsziel ist vor allem als Hilfsmittel für die Zusammenarbeit vieler Personen zu sehen.
Von Yvonne Büttner, Birte Hölscher im Text Fit for Wiki! (2006)
Beat Döbeli HoneggerEin Wiki ist eine leere Tafel, die sich in jeder Schulart und in jedem Fach auf viellfältige Art einsetzen lässt und die nicht auf einen speziellen Einsatzzweck zugeschnitten ist.
Von Beat Döbeli Honegger in der Zeitschrift E-Learning in der Schule (2006) im Text Lernen im Wiki
Gerade die wikitypischen Funktionen wie interne Verlinkung, Diskussionsmöglichkeiten und Versionsverwaltung lassen Wikis als wertvolles Werkzeug für kooperatives Lernen erscheinen.
Von Uwe Klemm in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Wikis im Deutschunterricht und anderswo
There has been little work done that explores technical modifications to wiki in response to observed cultural and technological barriers to successful adoption in formal education.
Von Andrea Forte, Amy Bruckman im Konferenz-Band WikiSym 2007 (2007) im Text Constructing Text
Hypothese 1: Zur Erstellung eines Gruppenergebnisses ist ein hoch strukturiertes Kommunikationstool (Diskussionsforum, Weblog) effektiver als ein niedrig strukturiertes Kommunikationstool (Wiki).
Von Tanja Jadin, Bernad Batinic an der Veranstaltung Social Skills durch Social Software (2006) im Text Kooperatives Lernen mit Wiki und Weblogs
Es geht uns beim Einsatz des Wikis im Gymnasium nicht darum, den Schülerinnen und Schülern fertige Lerneinheiten zu präsentieren und deren Lerninhalte "einzuflößen", vielmehr sollen Inhalte im Wiki konstruktiv erarbeitet werden.
Von Daniel Jonietz in der Zeitschrift E-Learning in der Schule (2006) im Text Lernen im Wiki
Der Einsatz von Wikis bringt (im Vergleich mit Lernplattformen) also Flexibilität, verlangt im Gegenzug dazu allerdings den Verzicht auf bestimmte automatisierte Features wie etwa das automatische Aufrechterhalten von Hierarchien
Von Herbert Hrachovec, Michael Luger im Text Zwei Stunden und der Rest der Woche (2006)
Beat Döbeli HoneggerMichele NotariSehr allgemein betrachtet, eignen sich Wikis aus zwei Gründen für Lehr- und Lernprozesse im 21. Jahrhundert: Sie passen sowohl zum aktuellen konstruktivistischen Lernverständnis als auch zu den Anforderungen der aufkommenden Informationsgesellschaft.
Von Beat Döbeli Honegger, Michele Notari im Buch Der Wiki-Weg des Lernens (2013) im Text Das Wiki-Prinzip auf Seite 31
Hypothese 2b: Bei der Verwendung von Kommunikationswerkzeuge mit einer hohen Strukturierung (Diskussionsforum und Weblog) ist die Koordinations- und Kommunikationshäufigkeit bei der Bewältigung der Gruppenarbeit außerhalb des jeweiligen Werkzeuges kleiner als bei einem wenig strukturierten Kommunikationstool (Wiki).
Von Tanja Jadin, Bernad Batinic an der Veranstaltung Social Skills durch Social Software (2006) im Text Kooperatives Lernen mit Wiki und Weblogs
Eine Wikiplattform eignet sich überall dort hervorragend, wo Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Kleingruppen Teilaspekte eines Themas bearbeiten und die Arbeitsergebnisse dann allen zur Verfügung stehen und ggf. diskutiert oder kommentiert werden sollen. Dies trifft auf eine Vielzahl von Unterrichtsszenarien zu.
Von Uwe Klemm in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Wikis im Deutschunterricht und anderswo
Hypothese 2a: Bei der Verwendung von Kommunikationswerkzeuge mit einer hohen Strukturierung (Diskussionsforum und Weblog) ist die Koordinations- und Kommunikationshäufigkeit bei der Bewältigung der Gruppenarbeit innerhalb des jeweiligen Werkzeuges größer als bei einem niedrig strukturierten Kommunikationstool (Wiki).
Von Tanja Jadin, Bernad Batinic an der Veranstaltung Social Skills durch Social Software (2006) im Text Kooperatives Lernen mit Wiki und Weblogs
Der Umgang mit Wissen sowie dessen Generierung bekommt in Wikis einen reflexiven, heuristischen, spielerischen, kreativen und kollaborativen Zug. Damit finden wir in Wikis grundlegende bildungstheoretische Prinzipien umgesetzt, wie sie in einer strukturalen Medienbildung formuliert worden sind (vgl. Jörissen, Marotzki 2009).
Von Stefan Iske, Winfried Marotzki im Buch Medienbildung in neuen Kulturräumen (2009) im Text Wikis: Reflexivität, Prozessualität und Partizipation auf Seite 150
Als ein Allheilmittel für die traditionelle Hochschuldidaktik lassen sich Wikis, die allenfalls als technische "Artefakte" angesehen werden können, ohne die Berücksichtigung der sozialen Infrastruktur, der sozialen Randbedingungen und der Strukturierungsprinzipien von Kommunikation, die auch im Internet gelten, nicht sinnvoll einsetzen.
Von Christian Stegbauer, Klaus Schönberger, Jan Schmidt in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Editorial
Wikis are a great tool for classrooms in terms of collaboration and collection of materials and ideas. They are not as great for conversation. I think wikis can engage students and teachers when they are used to collaboratively build something that has relevance for the classroom and has the power to teach others about whatever it is they are studying.
Von Will Richardson, erfasst im Biblionetz am 21.05.2006
Dass die totale Freiheit funktioniert, zeigte der Leiter des Kolloquiums, Beat Döbeli vom ICT-Kompetenzzentrum der Pädagogischen Hochschule Solothurn, am Beispiel von sogenannten «Wikis» (analog der website www.wikipedia.ch, des weltweiten Lexikons). Studierende der PH hätten alle Freiheiten auf der Wiki-Seite http://campus.ph-solothurn. ch. «Und es funktioniert.»
Von Doris Fischer in der Zeitschrift Bildung Schweiz 11a/2005 (2005) im Text Warten, bis die Seele nachkommt
Für Wikis als technische Plattform einer konstruktivistischen Lernumgebung spricht vor allem, dass sie einfach handhabbar, leicht zugänglich und offen für dynamische Veränderungen der Inhalte und Inhaltsstrukturen sind. Wikis fordern von den UserInnen kreatives Engagement, sie ermöglichen lebendige Kommunikation und unterstützen somit kollaboratives Lernen im Netz (CSCL).
Von Christina Schachtner, Monika Neumayer im Text Peacewiki (2007)
Basic Wiki systems are hypermedia-based and target fast manipulation of free-form textual articles. While this makes them ideal for quick and easy collaboration of individuals, our studies indicate that such systems can be extended to better suit classroom scenarios. Close attention should be paid to issues such as workflow, user guidance, article relationships, or language.
Von Silvan Reinhold, Daniel F. Abawi im Text Concepts for Extending Wiki Systems to Supplement Collaborative Learning (2006)
Unlike a blog, a wiki focuses on the group instead of the individual, while the sheer simplicity of wiki editing keeps administrative tasks mostly on the pedagogical and textual level rather than the technical. Wiki is software that gets out of the way to allow more interesting dynamics to take center stage, and it is this shift that most interests us—as it does other educators.
Von John W. Maxwell, Michael Felczak im Buch Wiki Writing (2009) im Text Success through Simplicity
Wikis sind eine Technik, die das Lernen näher an das klassische Bildungsideal heranbringen kann, als der Einsatz von Büchern, die traditionell mit ihm verknüpft waren. Das entscheidende Motiv ist sozial eingebettete, reflexive Selbstentfaltung im Zeitverlauf. Sie schlägt sich eventuell in Büchern nieder, aber in on-line Schreibumgebungen kann sie sich ihre Eigenart besser entwickeln.
Von Herbert Hrachovec, Michael Luger im Text Zwei Stunden und der Rest der Woche (2006)
Beat W. ZempPädagogische Forschungsarbeiten belegen, dass kooperative Lernformen dem traditionellen, individuellen Lernen in vielerlei Hinsicht überlegen sind. Blogs und Wikis eignen sich hervorragend dazu, dieser Erkenntnis im Unterricht Rechnung zu tragen. Die Lernenden werden aus der Rolle der passiven Konsumenten von bereits aufbereitetem Wissen entlassen. Stattdessen können sie in der Klassengemeinschaft eigene Lernwege entdecken.
Von Beat W. Zemp in der Broschüre Jeder Leser auch ein Autor: Blogs und Wikis (2006)
Als kostengünstige, einfach zu bedienende und flexibel einsetzbare Werkzeuge bieten Wikis eine Fülle von Möglichkeiten, wissenschaftliches Arbeiten sowie Lernprozesse sowohl für den Einzelnen insbesondere aber auch von Teams zu befördern. Dies ist jedoch keineswegs technikdeterministisch zu verstehen, da die Wiki-Technologie lediglich die möglichen Handlungsoptionen rahmt und das webbasierte kollaborative Arbeiten unterstützt.
Von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki
Klaus HimpslVor allem für längerfristig angelegte Projekte gilt: Die Lernenden müssen darauf hingewiesen werden, dass sie ihre Inhalte sofort und direkt in der Wiki-Datenbank speichern und nicht z.B. vorher ein Textverarbeitungsdokument erstellen und am Tag der Abgabe auf das Wiki übertragen. Nur bei regelmäßigem Speichern kann der Coach den Prozess verfolgen, wertvolles Feedback geben, auf Fehler aufmerksam machen oder bei möglichen Irrwegen helfen.
Von Klaus Himpsl in der Diplomarbeit Social Software als wesentlicher Bestandteil eines Blended Learning Designs (2006) im Text Die Vorbereitungen für den Einsatz von MediaWiki an der Schule auf Seite 58
Jan HodelNoch fehlen etablierte didaktische Szenarien zur Nutzung dieser technischen Möglichkeiten, die ihrerseits auch entsprechend dieser Szenarien weiterentwickelt werden müssten. Aber gerade beim gemeinsamen Erarbeiten von Texten können die geschichtswissenschaftlich so interessanten Fähigkeiten des (Re-)Konstruierens und Dekonstruierens, des Abgleichens verschiedener Perspektiven und des kritischen Prüfens der Methodenanwendung eingeübt werden.
Von Jan Hodel im Buch Vom Nutzen und Nachteil des Internet für die historische Erkenntnis (2005) im Text Historische Online-Kompetenz
Martin EbnerAndreas HolzingerIt was interesting to notice that Wikipedia’s ideas and principles did not work in our learning environment for higher education. Almost none of the students edited articles during a period of three months. From our point of view this is a remarkable result. What are the reasons for this behaviour of the students? As mentioned in chapter 3 nearly 60% of the learners consumed the BauWiki in a passive way by reading existing articles. Only 3% edited or wrote one.
Von Martin Ebner, Jürgen Zechner, Andreas Holzinger im Text Why is Wikipedia so successful? (2006)
Außerdem gab es Anzeichen dafür, dass Wikis offensichtlich einen positiven Einfluss auf lernschwächere Schüler haben und förderlich für deren Entwicklung sein können. Es ist anzunehmen, dass dies auf die Möglichkeit, das Lerntempo selbst bestimmen und verstärkt persönlichen Interessen nachgehen zu können, zurückzuführen ist, denn allgemein äußerten die Schüler und Schülerinnen das Gefühl, durch selbständiges Arbeiten mehr als im herkömmlichen Unterricht gelernt zu haben.
Von Ingrid Paus-Hasebrink, Tanja Jadin, Christine Wijnen, Anja Wiesner im Text Lernen mit Web 2.0 (2007) auf Seite 5
Einige seiner Eigenschaften lassen ein Wiki als besonders geeignet für schulische Lern- und Arbeitsprozesse erscheinen. Auch an der Schule geht es um die Arbeit mit großen Wissensbeständen; diese Arbeit ist eher als Prozess denn als Produkt zu begreifen; Diskussion muss möglich sein; Fehler und Irrwege müssen möglich und ggf. leicht korrigierbar sein; verantwortungsbewusstes und selbstständiges Arbeiten soll genauso möglich sein wie vielfältige Formen der Zusammenarbeit.
Von Uwe Klemm in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Wikis im Deutschunterricht und anderswo
Die angebotenen Netzdienste wurden sehr positiv angenommen. Besonders die Wiki-Plattform ist inzwischen selbstverständlicher Teil des Lehralltags, die unabhängig und ohne zentrale Leitung für die unterschiedlichsten fachbezogenen Zwecke genutzt wird. Studierende und Lehrende tauschen hier ihre eigenen Themen und Inhalte aus. Mit der Nutzung der Dienste wird die laufende Projektarbeit dokumentiert und auch für Studierende und Lehrende außerhalb des Projektkontextes einsehbar.
Von Katja Benfer, Dieter Hennicken, Cyrus Zahiri Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Projektbericht 'learning to learn' (2004)
Bei allen Unterrichtsversuchen hat sich das Wiki- Prinzip ausgezeichnet bewährt: Die Arbeit mit der Plattform gestaltete sich überwiegend unkompliziert, der einfache Editor und die simple (noch dazu in der Online-Hilfe dokumentierte) Syntax erlaubten auch wenig computeraffinen Schülerinnen und Schülern sehr schnell ein produktives Arbeiten. Die Rückmeldungen der Schüler waren ganz überwiegend positiv, auch ich als Lehrer habe ihre Arbeit als ungewöhnlich selbstständig und intensiv erlebt.
Von Uwe Klemm in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Wikis im Deutschunterricht und anderswo
Jérôme DelacroixL'école normale de Solothurn, en Suisse, est particulièrement en pointe dans l'utilisation des wikis à des fins de convivialité. Ses étudiants se servent du moteur Twiki pour animer le site communautaire du campus. Ils peuvent ainsi se présenter dans des pages personnelles, organiser des réunions et documenter les comptes-rendus, monter des activités ludiques, des excursions...Ce site est un bon exemple d'utilisation des fonctionnalités des wikis, en associant textes et photos, pour prolonger en ligne la vie du campus.
Von Jérôme Delacroix im Buch Les Wikis (2005) im Text Apprendre à apprendre auf Seite 72
Wikis also have the potential to motivate students. In education, it can be difficult to provide a practical and authentic audience for Student writing, but the ease of editing a wiki from anywhere can make it easier for people outside the class to be part of the experience. It is also feasible for students and teachers to develop material within their private class wiki and then contribute it to another wiki, particularly for topics where students have not found appropriate online and print resources already available to meet their needs.
Von Pru Mitchell im Buch Wikis: Tools for Information Work and Collaboration (2006) im Text Wikis in education auf Seite 125
Jérôme DelacroixL'adage selon lequel on n'a qu'une seule chance de faire une première bonne impression est vrai pour les wikis. Pour réussir leur mise en oeuvre, il est essentiel de bien les présenter. Il est indispensable de bien expliquer aux participants le fonctionnement des wikis, en leur faisant faire des exercices pratiques à partir d'une première structure. "Donner un wiki vierge à des étudiants en leur disant: 'allez-y, maintenant, vous pouvez écrire', cela ne marchera pas.", explique Beat Doebeli Honegger qui enseigne l'usage des plates-formes coopératives à l'école normale de Solothurn (Suisse).
Von Jérôme Delacroix im Buch Les Wikis (2005) im Text Apprendre à apprendre auf Seite 75
Das egalitäre Wiki-Prinzip [ist] mit den klassischen Hierarchien im Lehr- /Lernzusammenhang zunächst schwer zu vereinen. Geht man davon aus, dass ein in einer Lehrveranstaltung erarbeiteter Wiki-Artikel Teil eines Leistungsnachweises von Studierenden sein soll, stößt man als Lehrender bei der Leistungsbeurteilung häufig an Grenzen. Kollaborative Wissensproduktion hat in der Lehre oft keinen Platz, da viele Prüfungsordnungen vorschreiben, dass die Leistung jedes einzelnen Studierenden klar abgrenzbar erbracht sein muss. Dies steht im Gegensatz zu der im heutigen Arbeitsalltag allenthalb geforderten Teamarbeit und der Fähigkeit des vernetzten Denkens und Handelns.
Von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki
Ein Wiki als Lernumgebung eignet sich besonders für Lehrveranstaltungen mit Seminar- bzw. Workshopcharakter, die die intersubjektive Wissensfindung zum Ziel haben. Unsere Konzeption verschränkt sich zwar mit der Friedensthematik, kontextuelle Synergien sind aber auch mit anderen Themengebieten denkbar. Nicht nur in den Sozial- und Geisteswissenschaften, sondern auch in anderen Bereichen und hier vor allem unter dem Aspekt der Vermittlung arbeitsorganisatorischer Vernetzungsleistungen (im Sinne von computergestütztem, kollaborativem Arbeiten CSCW) finden konstruktivistisch orientierte Wiki-Konzepte in vielen Wissenschafts- und Arbeitsgebieten ihr ideales Anwendungsgebiet.
Von Christina Schachtner, Monika Neumayer im Text Peacewiki (2007)
Reflection is a key component of learning. While weblogs are often the tool of choice for personal online learning Journals, wikis work well as an e-portfolio tool, providing flexibility in layout and structure, and the ability to hold images and multimedia if required. Portfolio development can be undertaken by individual students and educators, or in class, staff or faculty teams; in addition, a wiki may be used for the process of developing the portfolio, to hold the finished product, or both. While the e-portfolio is a strategy for documenting learning and professional growth, an e-portfolio that incorporates a wiki enhances this by allowing peers, employers or students to comment on material documented in the portfolio.
Von Pru Mitchell im Buch Wikis: Tools for Information Work and Collaboration (2006) im Text Wikis in education auf Seite 128
Die [...] Potentiale und Vorteile des Einsatzes von Wikis im Wissenschaftsbetrieb liegen zwar auf der Hand. Tatsächlich aber scheinen beachtliche Hemmnisse zu bestehen, die einer Verwendung im Lehr- und Forschungsbetrieb entgegenwirken. Jedenfalls sind Wiki- Projekte im Hochschulkontext zumindest im deutschsprachigen Raum bisher Mangelware. Ein Problem mag sein, dass die Kommunikationsstruktur beim Start eines Wikis oftmals zunächst sehr heterarchisch ist und sich deshalb nicht so leicht mit den hierarchisch geprägten Strukturen in Lehre und Forschung vereinen lässt. Ein anderes könnte darin bestehen, dass das Wissen über die Existenz und die Einsatzmöglichkeiten von Wikis an den Hochschulen noch nicht weit genug ausgeprägt ist.
Von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki
Versteht man eine Seminargruppe nicht als Summe von Einzelpersonen, die sich in Lehrende und Lernende aufteilt, sondern als soziales Setting, in dem Interaktion, Kommunikation und Diskussion in ständigem Wechsel stattfindet, so bietet die Wiki-Technologie erstmals die Möglichkeit, diese gemeinsame Wissens- und Informationsarbeit über die Präsenzsitzungen hinaus an einem zentralen Sammelpunkt im Web zu aggregieren. Gerade in Kombination mit anderen Social Software- Anwendungen kann so die Dynamik und das organische Wachsen der gemeinschaftlich erarbeiteten Wissensbestände dokumentiert, digital archiviert und auf sehr einfache Art und Weise auch anderen Studierenden, Lehrenden, der Scientific Community sowie der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.
Von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki
Mark GuzdialSurprisingly, security has not been a problem in either the Wiki or the CoWeb, despite its open policy. Each has backup mechanisms in place that can be used for damage recovery, whether malicious or accidental, though little malicious damage occurs. We have even been struck by how well-behaved (e.g., fewer flames, more courteous language) students are on the CoWeb compared to the same students on a newsgroup. We hypothesize several possible reasons for this, though we have not studied this explicitly. First, the public nature where anyone with a browser can visit may cause users to be more aware of their audience. Second, the persistent nature of the CoWeb (unlike a newsgroup, CoWeb pages are frequently revisited) may cause user to think of them as community property. Third, the web’s growing status in our society may cause users to respect a web space more.
Von Mark Guzdial, Bolot Kerimbaev, Jochen Rick Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Text Recognizing and Supporting Roles in CSCW (2000)
Die Zusammenschau der Praxisbeiträge in dieser Sondernummer belegt die oben erläuterte These, dass eine Technik aus einem Bereich in einen anderen nicht eins zu eins übertragen kann. Es sind zahlreiche weitere Überlegungen und Erfahrungen notwendig, um Wikis in den Alltag des Lernens in unterschiedlichen Zusammenhängen einzupassen. Ganz deutlich wird dabei, dass Wikis in der Lehre und im Bildungsbereich keine Lösung an sich darstellen, auch weil jedes Anwendungsbeispiel von anderen Grundannahmen ausgehen muss. Vielmehr hat es den Anschein, als begännen mit der Anwendung von Wikis in der Lehre erst die Probleme, die mittels neuer didaktischer Überlegungen (vielleicht) gelöst werden können. Als ein Allheilmittel für die traditionelle Hochschuldidaktik lassen sich Wikis, die allenfalls als technische "Artefakte" angesehen werden können, ohne die Berücksichtigung der sozialen Infrastruktur, der sozialen Randbedingungen und der Strukturierungsprinzipien von Kommunikation, die auch im Internet gelten, nicht sinnvoll einsetzen.
Von Christian Stegbauer, Klaus Schönberger, Jan Schmidt in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Editorial
Zusammenfassend stellen wir fest, dass Lernen im Wiki radikal anders verläuft, als dies in universitären Seminaren üblich ist. Ein Wiki scheint sich hervorragend als Lernangebot zu eignen. Aber wenn Verpflichtungen oder Garantien erfüllt werden müssen, entstehen Probleme.
Das betrifft zunächst die Vergabe von Leistungsnachweisen. Sobald die Arbeit im Wiki leistungsrelevant ist, werden nicht gegenstandsbezogene, extrinsische Motive die Dynamik verändern. Es gilt zweitens für den Versuch, alle Lernenden durch Aufgaben auf den selben Lernstand zu bringen. Dies ist praktisch unmöglich, wenn die wiki-typische Arbeitsteilung und Ausdifferenzierung ehrlich umgesetzt wird. Es betrifft drittens die Frage nach der Richtigkeit der Inhalte. Im Wiki werden diese nicht durch einen wissenden Lehrenden, durch ein didaktisches Konzept oder durch einen wissenschaftlichen Diskurs gesichert. Vielmehr legitimieren sich Inhalte durch die Brauchbarkeit für das gemeinsame Projekt. Das bedeutet, dass ein Wiki Informationen enthalten kann, die aus wissenschaftlicher Perspektive undifferenziert oder sogar falsch sind. Es bedeutet aber auch, dass ein Wiki einen hervorragenden Anknüpfungspunkt für persönlich bedeutsame Lernprozesse bietet:
  • Der direkte Praxisbezug der Inhalte, die durch Benutzung entstanden sind und verbessert wurden,
  • die offene Kultur und Arbeitsdynamik, in der Kritik als etwas positives aufgefasst wird,
  • die Differenzierung, die dazu führt, dass fast jeder eine Aufgabe finden kann, die an seine Erfahrungen anknüpft und in der er sich gewinnbringend einbringen kann,
all das regt Lernen in Wikis an.
Von Christoph Koenig, Antje Müller, Julia Neumann in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Wie können Wikis im E-Learning ihr Potential entfalten?

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Wikiwiki, Weblogs in educationWeblogs in education, Wikipedia, Kollaboratives Schreibencollaborative writing, Weblogsblogging
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Verwandte Aussagen
Wiki in der Aus- und Weiterbildung fördert die Motivationwikis in education can foster the motivation
Wiki in der Aus- und Weiterbildung fördert die Verantwortungsfähigkeitwikis in education foster the responsability
Wiki in der Schule fördert die Medienkompetenz der Schüler/-innen

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Ward Cunningham Ward
Cunningham
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Guzdial
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Joseph T. Chao Joseph T.
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Alfred Klampfer Alfred
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Andreas Lund Andreas
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Andrea Forte Andrea
Forte
David Turner David
Turner
Chien-min Wang Chien-min
Wang

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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iconBlahfasel-Generator (Beta)

Wiki in education - ein Rückblick gedeutet von Beat Döbeli Honegger
Das Spannungsfeld "Wiki in education" verändert in zunehmendem Masse das Dasein. Eine fundierte Dokumentation erscheint wichtig.
Ein erstes Mal aufgegriffen wurde das Thema im Jahr 2001. Damals war vieles noch anders. Allgemein gilt Mark Guzdial als bekannter Spezialist für dieses Thema. Michele Notari wird aber ebenfalls oft genannt.
...

icon15 Vorträge von Beat mit Bezug

icon7 Einträge in Beats Blog

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconVolltexte

Auf dem WWW Wiki in der Schule: Erfahrungen mit Wiki in der Schule (natürlich in einem Wiki dokumentiert) ( WWW: Link OK 2016-12-28)

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

Verweise auf Wiki in education 5136442712174635113715356123423533353021221816271635128162072171211181910442319868158424241715204142211486514253329428834351911344833
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