Das Werkzeug bietet nach unseren Erfahrungen gute Voraussetzungen, um das Konzept einer Notebook-Universität zu unterstützen .
von Dieter Hennicken, Cyrus Zahiri im Text Arbeiten im Netz (2003) 
With a highly-structured group with a shared learning goal, wikis may
be able to act as support for knowledge-building networks.
von Lyndsay Grant im Text Using wikis in schools (2006) 
An area where open collaboration and exchange of ideas is both natural and important is education. Wiki technology is a useful tool in this context.
von Bo Leuf, Ward Cunningham im Buch The Wiki Way (2001) im Text Wiki goes Edu auf Seite 343Ein Wiki ist kein Ersatz für eine Lernplattform. Sein Verwendungsziel ist vor allem als Hilfsmittel für die Zusammenarbeit vieler Personen zu sehen.
von Yvonne Büttner, Birte Hölscher im Text Fit for Wiki! (2006) There has been little work done that explores technical
modifications to wiki in response to observed cultural and
technological barriers to successful adoption in formal education.
von Andrea Forte, Amy Bruckman im Konferenz-Band WikiSym 2007 (2007) im Text Constructing Text Es geht uns beim Einsatz des Wikis im Gymnasium nicht darum, den Schülerinnen und Schülern fertige Lerneinheiten zu präsentieren und deren Lerninhalte "einzuflößen", vielmehr sollen Inhalte im Wiki konstruktiv erarbeitet werden.
von Daniel Jonietz in der Zeitschrift E-Learning in der Schule (2006) im Text Lernen im Wiki Der Einsatz von Wikis bringt (im Vergleich mit
Lernplattformen) also Flexibilität, verlangt im Gegenzug dazu allerdings den Verzicht auf
bestimmte automatisierte Features wie etwa das automatische Aufrechterhalten von Hierarchien
von Herbert Hrachovec, Michael Luger im Text Zwei Stunden und der Rest der Woche (2006) Hypothese 2b: Bei der Verwendung von Kommunikationswerkzeuge mit einer hohen Strukturierung (Diskussionsforum und Weblog) ist die Koordinations- und Kommunikationshäufigkeit bei der Bewältigung der Gruppenarbeit außerhalb des jeweiligen Werkzeuges kleiner als bei einem wenig strukturierten Kommunikationstool (Wiki).
von Tanja Jadin, Bernad Batinic an der Veranstaltung Social Skills durch Social Software (2006) im Text Kooperatives Lernen mit Wiki und Weblogs Eine Wikiplattform eignet sich überall dort hervorragend,
wo Schülerinnen und Schüler einzeln oder in
Kleingruppen Teilaspekte eines Themas bearbeiten und
die Arbeitsergebnisse dann allen zur Verfügung stehen
und ggf. diskutiert oder kommentiert werden sollen. Dies
trifft auf eine Vielzahl von Unterrichtsszenarien zu.
von Uwe Klemm in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Wikis im Deutschunterricht und anderswo Hypothese 2a: Bei der Verwendung von Kommunikationswerkzeuge mit einer hohen Strukturierung (Diskussionsforum und Weblog) ist die Koordinations- und Kommunikationshäufigkeit bei der Bewältigung der Gruppenarbeit innerhalb des jeweiligen Werkzeuges größer als bei einem niedrig strukturierten Kommunikationstool (Wiki).
von Tanja Jadin, Bernad Batinic an der Veranstaltung Social Skills durch Social Software (2006) im Text Kooperatives Lernen mit Wiki und Weblogs Als ein
Allheilmittel für die traditionelle Hochschuldidaktik lassen sich Wikis, die allenfalls als
technische "Artefakte" angesehen werden können, ohne die Berücksichtigung der sozialen
Infrastruktur, der sozialen Randbedingungen und der Strukturierungsprinzipien von
Kommunikation, die auch im Internet gelten, nicht sinnvoll einsetzen.
von Christian Stegbauer, Klaus Schönberger, Jan Schmidt in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Editorial Wikis are a great tool for classrooms in terms of collaboration and collection of materials and ideas. They are not as great for conversation. I think wikis can engage students and teachers when they are used to collaboratively build something that has relevance for the classroom and has the power to teach others about whatever it is they are studying.
von Will Richardson, erfasst im Biblionetz am 21.05.2006Dass die totale Freiheit funktioniert, zeigte der Leiter des Kolloquiums, Beat Döbeli vom ICT-Kompetenzzentrum der Pädagogischen Hochschule Solothurn, am Beispiel von sogenannten «Wikis» (analog der website www.wikipedia.ch, des weltweiten Lexikons). Studierende der PH hätten alle Freiheiten auf der Wiki-Seite http://campus.ph-solothurn. ch. «Und es funktioniert.»
von Doris Fischer in der Zeitschrift Bildung Schweiz 11a/2005 (2005) im Text Warten, bis die Seele nachkommt Für Wikis als technische Plattform einer konstruktivistischen Lernumgebung spricht vor allem, dass sie einfach handhabbar, leicht zugänglich und offen für dynamische Veränderungen der Inhalte und Inhaltsstrukturen sind. Wikis fordern von den UserInnen kreatives Engagement, sie ermöglichen lebendige Kommunikation und unterstützen somit kollaboratives Lernen im Netz (CSCL).
von Christina Schachtner, Monika Neumayer im Text Peacewiki (2007) Basic Wiki systems are hypermedia-based and target fast manipulation
of free-form textual articles. While this makes them ideal for quick and
easy collaboration of individuals, our studies indicate that such systems can be
extended to better suit classroom scenarios. Close attention should be paid to
issues such as workflow, user guidance, article relationships, or language.
von Silvan Reinhold, Daniel F. Abawi im Text Concepts for Extending Wiki Systems to Supplement Collaborative Learning (2006) Wikis sind eine Technik, die das Lernen näher an das klassische Bildungsideal heranbringen kann,
als der Einsatz von Büchern, die traditionell mit ihm verknüpft waren. Das entscheidende Motiv ist
sozial eingebettete, reflexive Selbstentfaltung im Zeitverlauf. Sie schlägt sich eventuell in Büchern
nieder, aber in on-line Schreibumgebungen kann sie sich ihre Eigenart besser entwickeln.
von Herbert Hrachovec, Michael Luger im Text Zwei Stunden und der Rest der Woche (2006) 
Pädagogische Forschungsarbeiten belegen, dass kooperative Lernformen dem traditionellen, individuellen Lernen in vielerlei Hinsicht überlegen sind. Blogs und Wikis eignen sich hervorragend dazu, dieser Erkenntnis im Unterricht Rechnung zu tragen. Die Lernenden werden aus der Rolle der passiven Konsumenten von bereits aufbereitetem Wissen entlassen. Stattdessen können sie in der Klassengemeinschaft eigene Lernwege entdecken.
von Beat W. Zemp in der Broschüre Jeder Leser auch ein Autor: Blogs und Wikis (2006) Als kostengünstige, einfach zu bedienende und flexibel einsetzbare Werkzeuge bieten Wikis eine Fülle von Möglichkeiten, wissenschaftliches Arbeiten sowie Lernprozesse sowohl für den Einzelnen insbesondere aber auch von Teams zu befördern. Dies ist jedoch keineswegs technikdeterministisch zu verstehen, da die Wiki-Technologie lediglich die möglichen Handlungsoptionen rahmt und das webbasierte kollaborative Arbeiten unterstützt.
von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki 
Noch fehlen etablierte didaktische Szenarien zur Nutzung dieser technischen Möglichkeiten, die ihrerseits auch entsprechend dieser Szenarien weiterentwickelt werden müssten. Aber gerade beim gemeinsamen Erarbeiten von Texten können die geschichtswissenschaftlich so interessanten Fähigkeiten des (Re-)Konstruierens und Dekonstruierens, des Abgleichens verschiedener Perspektiven und des kritischen Prüfens der Methodenanwendung eingeübt werden.
von Jan Hodel im Buch Vom Nutzen und Nachteil des Internet für die historische Erkenntnis (2005) im Text Historische Online-Kompetenz 

It was interesting to notice that Wikipedia’s ideas and principles did not work in our
learning environment for higher education. Almost none of the students edited articles
during a period of three months. From our point of view this is a remarkable result.
What are the reasons for this behaviour of the students? As mentioned in chapter 3
nearly 60% of the learners consumed the BauWiki in a passive way by reading
existing articles. Only 3% edited or wrote one.
von Martin Ebner, Jürgen Zechner, Andreas Holzinger im Text Why is Wikipedia so successful? (2006) Außerdem gab es Anzeichen dafür, dass Wikis offensichtlich einen positiven Einfluss auf lernschwächere Schüler haben und förderlich für deren Entwicklung sein können. Es ist anzunehmen, dass dies auf die Möglichkeit, das Lerntempo selbst bestimmen und verstärkt persönlichen Interessen nachgehen zu können, zurückzuführen ist, denn allgemein äußerten die Schüler und Schülerinnen das Gefühl, durch selbständiges Arbeiten mehr als im herkömmlichen Unterricht gelernt zu haben.
von Ingrid Paus-Hasebrink, Tanja Jadin, Christine Wijnen, Anja Wiesner im Text Lernen mit Web 2.0 (2007) auf Seite 5Einige seiner Eigenschaften lassen ein Wiki als besonders geeignet für schulische Lern- und Arbeitsprozesse erscheinen. Auch an der Schule geht es um die Arbeit mit großen Wissensbeständen; diese Arbeit ist eher als Prozess denn als Produkt zu begreifen; Diskussion muss möglich sein; Fehler und Irrwege müssen möglich und ggf. leicht korrigierbar sein; verantwortungsbewusstes und selbstständiges Arbeiten soll genauso möglich sein wie vielfältige Formen der Zusammenarbeit.
von Uwe Klemm in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Wikis im Deutschunterricht und anderswo Die angebotenen Netzdienste wurden sehr positiv angenommen. Besonders die Wiki-Plattform ist inzwischen selbstverständlicher Teil des Lehralltags, die unabhängig und ohne zentrale Leitung für die unterschiedlichsten fachbezogenen Zwecke genutzt wird. Studierende und Lehrende tauschen hier ihre eigenen Themen und Inhalte aus. Mit der Nutzung der Dienste wird die laufende Projektarbeit dokumentiert und auch für Studierende und Lehrende außerhalb des Projektkontextes einsehbar.
von Katja Benfer, Dieter Hennicken, Cyrus Zahiri
im Buch Projektbericht 'learning to learn' (2004) Bei allen Unterrichtsversuchen hat sich das Wiki-
Prinzip ausgezeichnet bewährt: Die Arbeit mit der
Plattform gestaltete sich überwiegend unkompliziert,
der einfache Editor und die simple (noch dazu in der
Online-Hilfe dokumentierte) Syntax erlaubten auch
wenig computeraffinen Schülerinnen und Schülern
sehr schnell ein produktives Arbeiten. Die Rückmeldungen
der Schüler waren ganz überwiegend positiv,
auch ich als Lehrer habe ihre Arbeit als ungewöhnlich
selbstständig und intensiv erlebt.
von Uwe Klemm in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Wikis im Deutschunterricht und anderswo 
L'école normale de Solothurn, en Suisse, est particulièrement en pointe dans l'utilisation des wikis à des fins de convivialité. Ses étudiants se servent du moteur Twiki pour animer le site communautaire du campus. Ils peuvent ainsi se présenter dans des pages personnelles, organiser des réunions et documenter les comptes-rendus, monter des activités ludiques, des excursions...Ce site est un bon exemple d'utilisation des fonctionnalités des wikis, en associant textes et photos, pour prolonger en ligne la vie du campus.
von Jérôme Delacroix im Buch Les Wikis (2005) im Text Apprendre à apprendre auf Seite 72Wikis also have the potential to motivate students. In education, it can be difficult to provide a practical and authentic audience for Student writing, but the ease of editing a wiki from anywhere can make it easier for people outside the class to be part of the experience. It is also feasible for students and teachers to develop material within their private class wiki and then contribute it to another wiki, particularly for topics where students have not found appropriate online and print resources already available to meet their needs.
von Pru Mitchell im Buch Wikis: Tools for Information Work and Collaboration (2006) im Text Wikis in education auf Seite 125
L'adage selon lequel on n'a qu'une seule chance de faire une première bonne impression est vrai pour les wikis. Pour réussir leur mise en oeuvre, il est essentiel de bien les présenter. Il est indispensable de bien expliquer aux participants le fonctionnement des wikis, en leur faisant faire des exercices pratiques à partir d'une première structure. "Donner un wiki vierge à des étudiants en leur disant: 'allez-y, maintenant, vous pouvez écrire', cela ne marchera pas.", explique
Beat Doebeli Honegger qui enseigne l'usage des plates-formes coopératives à l'école normale de Solothurn (Suisse).
von Jérôme Delacroix im Buch Les Wikis (2005) im Text Apprendre à apprendre auf Seite 75Das egalitäre Wiki-Prinzip [ist] mit den klassischen Hierarchien im Lehr- /Lernzusammenhang zunächst schwer zu vereinen. Geht man davon aus, dass ein in einer Lehrveranstaltung erarbeiteter Wiki-Artikel Teil eines Leistungsnachweises von Studierenden sein soll, stößt man als Lehrender bei der Leistungsbeurteilung häufig an Grenzen. Kollaborative Wissensproduktion hat in der Lehre oft keinen Platz, da viele Prüfungsordnungen vorschreiben, dass die Leistung jedes einzelnen Studierenden klar abgrenzbar erbracht sein muss. Dies steht im Gegensatz zu der im heutigen Arbeitsalltag allenthalb geforderten Teamarbeit und der Fähigkeit des vernetzten Denkens und Handelns.
von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki Ein Wiki als Lernumgebung eignet sich besonders für Lehrveranstaltungen mit Seminar- bzw. Workshopcharakter, die die intersubjektive Wissensfindung zum Ziel haben. Unsere Konzeption verschränkt sich zwar mit der Friedensthematik, kontextuelle Synergien sind aber auch mit anderen Themengebieten denkbar. Nicht nur in den Sozial- und Geisteswissenschaften, sondern auch in anderen Bereichen und hier vor allem unter dem Aspekt der Vermittlung arbeitsorganisatorischer Vernetzungsleistungen (im Sinne von computergestütztem, kollaborativem Arbeiten CSCW) finden konstruktivistisch orientierte Wiki-Konzepte in vielen Wissenschafts- und Arbeitsgebieten ihr ideales Anwendungsgebiet.
von Christina Schachtner, Monika Neumayer im Text Peacewiki (2007) Reflection is a key component of learning. While weblogs are often the tool of choice for personal online learning Journals, wikis work well as an e-portfolio tool, providing flexibility in layout and structure, and the ability to hold images and multimedia if required. Portfolio development can be undertaken by individual students and educators, or in class, staff or faculty teams; in addition, a wiki may be used for the process of developing the portfolio, to hold the finished product, or both. While the e-portfolio is a strategy for documenting learning and professional growth, an e-portfolio that incorporates a wiki enhances this by allowing peers, employers or students to comment on material documented in the portfolio.
von Pru Mitchell im Buch Wikis: Tools for Information Work and Collaboration (2006) im Text Wikis in education auf Seite 128Die [...] Potentiale und Vorteile des Einsatzes von Wikis im Wissenschaftsbetrieb liegen zwar auf der Hand. Tatsächlich aber scheinen beachtliche Hemmnisse zu bestehen, die einer Verwendung im Lehr- und Forschungsbetrieb entgegenwirken. Jedenfalls sind Wiki- Projekte im Hochschulkontext zumindest im deutschsprachigen Raum bisher Mangelware. Ein Problem mag sein, dass die Kommunikationsstruktur beim Start eines Wikis oftmals zunächst sehr heterarchisch ist und sich deshalb nicht so leicht mit den hierarchisch geprägten Strukturen in Lehre und Forschung vereinen lässt. Ein anderes könnte darin bestehen, dass das Wissen über die Existenz und die Einsatzmöglichkeiten von Wikis an den Hochschulen noch nicht weit genug ausgeprägt ist.
von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki Versteht man eine Seminargruppe nicht als Summe von Einzelpersonen, die sich in Lehrende und Lernende aufteilt, sondern als soziales Setting, in dem Interaktion, Kommunikation und Diskussion in ständigem Wechsel stattfindet, so bietet die Wiki-Technologie erstmals die Möglichkeit, diese gemeinsame Wissens- und Informationsarbeit über die Präsenzsitzungen hinaus an einem zentralen Sammelpunkt im Web zu aggregieren. Gerade in Kombination mit anderen Social Software- Anwendungen kann so die Dynamik und das organische Wachsen der gemeinschaftlich erarbeiteten Wissensbestände dokumentiert, digital archiviert und auf sehr einfache Art und Weise auch anderen Studierenden, Lehrenden, der Scientific Community sowie der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.
von Thomas Pleil, Jan Sebastian Schmalz, Steffen Büffel in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki 
Surprisingly, security has not been a problem in either the Wiki or the CoWeb, despite its open policy. Each has backup mechanisms in place that can be used for damage recovery, whether malicious or accidental, though little malicious damage occurs. We have even been struck by how well-behaved (e.g., fewer flames, more courteous language) students are on the CoWeb compared to the same students on a newsgroup. We hypothesize several possible reasons for this, though we have not studied this explicitly. First, the public nature where anyone with a browser can visit may cause users to be more aware of their audience. Second, the persistent nature of the CoWeb (unlike a newsgroup, CoWeb pages are frequently revisited) may cause user to think of them as community property. Third, the web’s growing status in our society may cause users to respect a web space more.
von Mark Guzdial, Bolot Kerimbaev, Jochen Rick
im Text Recognizing and Supporting Roles in CSCW (2000) Die Zusammenschau der Praxisbeiträge in dieser Sondernummer belegt die oben erläuterte
These, dass eine Technik aus einem Bereich in einen anderen nicht eins zu eins übertragen
kann. Es sind zahlreiche weitere Überlegungen und Erfahrungen notwendig, um Wikis in den
Alltag des Lernens in unterschiedlichen Zusammenhängen einzupassen. Ganz deutlich wird
dabei, dass Wikis in der Lehre und im Bildungsbereich keine Lösung an sich darstellen, auch
weil jedes Anwendungsbeispiel von anderen Grundannahmen ausgehen muss. Vielmehr hat es
den Anschein, als begännen mit der Anwendung von Wikis in der Lehre erst die Probleme, die
mittels neuer didaktischer Überlegungen (vielleicht) gelöst werden können. Als ein
Allheilmittel für die traditionelle Hochschuldidaktik lassen sich Wikis, die allenfalls als
technische "Artefakte" angesehen werden können, ohne die Berücksichtigung der sozialen
Infrastruktur, der sozialen Randbedingungen und der Strukturierungsprinzipien von
Kommunikation, die auch im Internet gelten, nicht sinnvoll einsetzen.
von Christian Stegbauer, Klaus Schönberger, Jan Schmidt in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Editorial Zusammenfassend stellen wir fest, dass Lernen im Wiki radikal anders verläuft, als dies in
universitären Seminaren üblich ist. Ein Wiki scheint sich hervorragend als Lernangebot zu eignen. Aber wenn Verpflichtungen oder Garantien erfüllt werden müssen, entstehen
Probleme.
Das betrifft zunächst die Vergabe von Leistungsnachweisen. Sobald die Arbeit im Wiki
leistungsrelevant ist, werden nicht gegenstandsbezogene, extrinsische Motive die Dynamik
verändern. Es gilt zweitens für den Versuch, alle Lernenden durch Aufgaben auf den selben
Lernstand zu bringen. Dies ist praktisch unmöglich, wenn die wiki-typische Arbeitsteilung
und Ausdifferenzierung ehrlich umgesetzt wird. Es betrifft drittens die Frage nach der
Richtigkeit der Inhalte. Im Wiki werden diese nicht durch einen wissenden Lehrenden, durch
ein didaktisches Konzept oder durch einen wissenschaftlichen Diskurs gesichert. Vielmehr
legitimieren sich Inhalte durch die Brauchbarkeit für das gemeinsame Projekt. Das bedeutet,
dass ein Wiki Informationen enthalten kann, die aus wissenschaftlicher Perspektive
undifferenziert oder sogar falsch sind. Es bedeutet aber auch, dass ein Wiki einen
hervorragenden Anknüpfungspunkt für persönlich bedeutsame Lernprozesse bietet:
- Der direkte Praxisbezug der Inhalte, die durch Benutzung entstanden sind und verbessert
wurden,
- die offene Kultur und Arbeitsdynamik, in der Kritik als etwas positives aufgefasst wird,
- die Differenzierung, die dazu führt, dass fast jeder eine Aufgabe finden kann, die an seine
Erfahrungen anknüpft und in der er sich gewinnbringend einbringen kann,
all das regt Lernen in Wikis an.
von Christoph Koenig, Antje Müller, Julia Neumann in der Zeitschrift Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen (2007) im Text Wie können Wikis im E-Learning ihr Potential entfalten?