Technologie, Imagination und LernenGrundlagen für Bildungsprozesse mit Digitalen Medien
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Zusammenfassungen
Über die Bedeutung von Computer, Internet und Roboter in der heutigen Informationsgesellschaft zwischen Medienbildung und Informatikdidaktik.
Dieses Buch handelt von den Aufregungen und Turbulenzen, die Digitale Medien in die Welt des Lernens bringen. Es handelt von den Digitalen Medien selbst, von den Bildungsdiskursen und den Reaktionen, die das Bildungssystem zeigt, und es weist darauf hin, wie sich das Leben junger Menschen mit der Digitalen Kultur verändert. Es zeigt Beispiele, wie mit den Veränderungen umgegangen werden kann. Es stellt Thesen zur Diskussion, was Bildung mit Digitalen Medien heute bedeuten kann und warum dies etwas anderes ist, als einen "Computerführerschein" zu erwerben.
In diesem Buch möchte ich Überlegungen anstellen und an Beispielen zeigen, wie durch
Digitale Medien die mit der postindustriellen Gesellschaft neu entstandenen Bedingungen
für Subjektbildung und Welterfahrung sichtbar und erfahrbar werden können und wie die
Digitalen Medien selbst für diesen neuen Verhältnissen angemessene Bildungsprozesse
genutzt werden können. Unter anderem möchte ich Robotik oder „smarte“ Textilmaterialien
als Zugänge vorstellen, der Lust auf’s Lernen machen können – Medienpädagogik
ohne den erhobenen Zeigefingers und ohne die zweckgerichtete und überflüssige
Vorstellung von zu erwerbenden Bedienungsfertigkeiten. Selbstbestimmtes Lernen,
eigene Interessen und Imaginationen stehen am Ausgangspunkt, konkretes Handeln
bildet den Zugang zum Verstehen des Abstrakten als Kategorie des Gesellschaftlichen.
Robots als potenzielle "Akteure", als fantasieerfüllte und zugleich widerständige Objekte
bieten einen geeigneten Zugang, Medienbildung als Evokation für die Entwicklung des
Subjekts zu verstehen und sich zur Wissensgesellschaft ins Verhältnis zu setzen.
Kapitel 
In diesem Buch wird erwähnt... 
In diesem Buch wird nicht erwähnt... 
![]() Nicht erwähnte Begriffe | Algorithmus, analog, Mediendidaktik, Schweiz, Wikipedia, Wirtschaft |
Bemerkungen zu diesem Buch
Mit diesem Buch möchte ich mich an PädagogInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, Eltern
richten, an InformatikerInnen und SoftwareentwicklerInnen und an solche, die sich auf
eine Tätigkeit in diesen Bereichen durch ein Studium vorbereiten. Ich möchte dafür
plädieren, Konsequenzen daraus zu ziehen, dass sich die Welt mit den Computern
verändert hat. Unsere Kinder werden wir nicht dadurch auf die veränderte Welt
vorbereiten, dass wir viele Computer in die Schulen stellen und Kindern das „Bedienen“
beibringen, sondern dadurch, dass wir die gesellschaftlichen Veränderungen und die
veränderten Bedingungen für das Erwachsen-Werden unserer Kinder begreifen und
Bildungseinrichtungen, Pädagogik und Software entsprechend neu einrichten.
Zitate im Buch
Es geht also nicht darum, Digitale Medien als zusätzliches Medium oder Werkzeug in den Schulunterricht aufzunehmen, sondern darum, die bisherigen Inhalte unter den Bedingungen der Wissensgesellschaft, mit dem Computer als technischem Kern, neu zu reflektieren.
Die Frage, die im Hinblick auf die Medien gestellt werden muss, ist weniger die, ob und wieviel Medien Kinder vertragen, sondern die, wie es gelingen kann, ein dem heutigen Medium und der Lebenswirklichkeit Jugendlicher angemessenes Verhältnis und eine sinnvolle Beziehung zwischen Medienrealität und "realer" Realität herzustellen. Dazu müssen die spezifisch (post)modernen Vermittlungsformen zunächst verstanden werden.
Zu einer nachhaltigen und über die Schule hinaus wirkenden Handlungskompetenz im Bereich der Digitalen Medien gehören das Interesse an Computern, Neugier auf ihre Weiterentwicklung und auf ihre Wirkprinzipien. Dabei ist nicht die jeweils konkrete Anwendung entscheidend, sondern die prinzipielle Offenheit für neue und innovative Möglichkeiten.
Es steht zu befürchten, dass durch eine propagierte Unaufmerksamkeit gegenüber den Digitalen Medien unter der Hand ein „heimlicher Lehrplan" geschrieben wird, der der pädagogischen Reflexion nicht zugänglich ist. Was z.B. vermittelt sich Schulerinnen, wenn Erwachsene den Umgang mit den Medien, der den Lebensalltag (nicht nur) von Jugendlichen bestimmt, ignorieren und so tun als ob alles beim Alten geblieben sei im Hinblick auf den Zugang zu Informationen, auf die Methoden des Lernens, auf die Art der Kommunikation? Der Umgang mit Digitalen Medien in der Arbeits- und Lebenswelt unterminiert die Anliegen von Schule, wenn man die Veränderungen nicht wahrnimmt und ins Verhältnis setzt zu den Bildungsaufgaben.
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