![]() |
Beats Biblionetz: Personen | ||||||||||||||||||||||||||||
| Home | ![]() |
Themen | ![]() |
![]() |
Personen | ![]() |
![]() |
Bücher | ![]() |
![]() |
Texte | ![]() |
![]() |
Begriffe | ![]() |
![]() |
Fragen | ![]() |
![]() |
Aussagen | ![]() |
![]() |
Hitliste | ![]() |
![]() |
Changes | ![]() |
||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Abschnitte einklappen | |||||||||||||||||||||||
| A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Alle Meistvernetzte Meistgesuchte Mit Biblionetz-Seite | |||||||||||||||||||||||||||||
Joseph WeizenbaumGeboren: 08.01.1923Gestorben: 05.03.2008 |
![]() |


Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft
Computer Power and Human Reason
From Judgement to Calculation
(1976)

Sind Computer die besseren Menschen ?
Weizenbaum contra Haefner
(
Klaus Haefner, Michael Haller, Joseph Weizenbaum) (1990)


Wo sind sie, die Inseln der Vernunft im Cyberstrom?
Auswege aus der programmierten Gesellschaft
(Joseph Weizenbaum, Gunna Wendt) (2006)
| Jahr | Volltext | Text |
|---|---|---|
| 1966 | ELIZA (Joseph Weizenbaum) erschienen in Communications of the ACM Volume 9 , Issue 1 (January 1966),Pages: Pages: 36 - 45 | |
| 1967 | ![]() |
Contextual understanding by computers (Joseph Weizenbaum) erschienen in Communications of the ACM, v.10 n.8, p.474-480, Aug. 1967 |
| 1992 | Warum kritisches Denken in der Informatik (Joseph Weizenbaum) erschienen in Gründungsversammlung der Fachgruppe Informatik & Gesellschaft der Schweiz. Informatiker Gesellschaft (Seite 1 - 4)
| |
| 1999 | Joseph Weizenbaum (Joseph Weizenbaum) erschienen in Pioniere der Informatik (Seite 31 - 60)
| |
| 2003 | Wir müssen wissen, dass Demokratie keine technische Frage ist. Das hat mit Menschen zu tun. ( Andy Müller-Maguhn, Joseph Weizenbaum) erschienen in Missing Link (Seite 159 - 170)
| |
| 2003 | Grenzen des E-Learnings (Joseph Weizenbaum) erschienen in Web Based Training 2003
| |
| 2004 | |
Ich glaube, wir sollten Angst haben (Joseph Weizenbaum, Mathias Plüss) erschienen in Weltwoche 8/04 |
| 2006 | ![]() |
Free Software und Open Source (Joseph Weizenbaum) erschienen in OpenSource Jahrbuch 2006 (Seite 467 - 476)
|
| Eliza |
|
Von Joseph Weizenbaum gibt es im Biblionetz Bemerkungen zu:
Ich bin kein Computerkritiker. Computer können mit Kritik nichts anfangen. Ich bin Gesellschaftskritiker.Klaus Haefner, Michael Haller, Andy Müller-Maguhn, Mathias Plüss, Gunna Wendt


) (1972)
) (1986)
) (1990)
)
) (1995)
) (1996)
) (1996)
) (1997)
) (1999)
) (2000)

) (2001)
) (2001)
) (2001)
) (2001)
) (2002)
)
) (2005)

Die Computerisierung des Alltags bringt am Ende nicht Kreativität, sondern die große Gleichförmigkeit.
Die eigentliche Problematik der Schule [wird] völlig verdrängt, indem der Computer als Lösung eingeführt ist.
Der Buchstabe E in E-Learning steht vielleicht auch für die Euphorie, mit der das Thema zur Zeit betrachtet wird.
Jeder Mensch ist aber ein Sonderfall - jeder Mensch ist von seiner eigenen und einzigartigen Lebensgeschichte geprägt.
Ich glaube es ist ein grosser Fehler ,das Menschsein nach dem zu definieren, was der Mensch kann,aber der Computer nicht.
Die Grenzen in der Anwendung von Computern lassen sich letztlich nur als Sätze angeben, in denen das Wort 'sollten' vorkommt.
[Computer] sind nur in den Schulen von Nutzen, die auch ohne Computer gute Schulen sind, dort also, wo man auch ohne sie lesen und schreiben lernen kann.
Es gibt wenige 'wissenschaftliche' Theorien, die das Denken von Wissenschaftlern und Laien stärker in Verwirrung gestürzt haben als die des 'Intelligenzquotienten'.
Die Vorstellung, Intelligenz könne entlang einer simplen Linearskala quantitativ erfasst werden, hat unserer Gesellschaft vor allem auf dem Gebiet des Erziehungswesens unsäglichen Schmerz zugefügt.
Naturwissenschaftler und Techniker tragen aufgrund ihrer Macht eine besonders schwere Verantwortung, vor der sie sich nicht hinter einer Fassade von Schlagwörtern wie dem der technischen Zwangsläufigkeit drücken können.
Dass soviele Menschen so oft fragen, was sie tun müssen, ist ein Zeichen dafür, dass die Reihenfolge des Seins und des Tuns sich umgekehrt hat. Wer weiss, wer und was er ist, der braucht nicht zu fragen, was er tun sollte.
Wir können die Technik nicht aus unserem Leben verbannen, die Verkehrsmittel nicht und inzwischen auch die Computer nicht. Umso wichtiger aber ist es, daß wir darüber nachdenken, wie wir mit den Errungenschaften der Technik in Zukunft umgehen sollen und wollen.
Als in den 60er und 70er Jahren die Computer-Lemprogramme entwickelt wurden, träumten die Pädagogen die große Utopie, daß nun das Wissen demokratisiert und alle Menschen sich selbst schulen könnten. Später mußte man einsehen, daß dies eine große Illusion gewesen ist.
Natürlich gibt es auch Perlen im Internet. Aber um die zu finden, braucht der Benutzer eine gewisse Kompetenz. Man muss sich für einen Fachbereich entscheiden, in dem man sich bereits auskennt. Man muss auf jeden Fall so viel wissen, dass man in der Lage ist, eine gute Frage zu formulieren.
Ich bin der Ansicht, dass ein in jeder Beziehung zu vereinfachter Begriff von Intelligenz sowohl das wissenschaftliche, wie das ausserwissenschaftliche Denken beherrscht hat, und dass dieser Begriff zum Teil dafür verantwortlich ist, dass es der perversen, grandiosen Phantasie der künstlichen Intelligenz ermöglicht wurde, sich dergestalt zu entfalten.
Ich werde im Folgenden die Position vertreten, dass es kein Fehler ist, den Menschen als Verarbeiter von Informationen (oder auch als irgend etwas anderes) anzusehen oder ihn unter dieser Perspektive zu verstehen zu versuchen, allerdings unter der Voraussetzung, dass wir niemals so tun, als könne irgendeine ienzelne Perspektive den ganzen Menschen erfassen.
Ich spreche vom Wahnsinn, und da möchte ich einfach bemerken, dass der Name eines dieser [amerikanischen] U-Boote [welches mit den Atombomben an Bord die ganze Sowjetunion zerstören könnte] - ich kann es kaum aussprechen - Corpus Christi lautet. Man muss sich klarmachen, dass sich das jemand ausgedacht hat. Das kam nicht aus dem Computer, das hat sich ein Mensch überlegt.
Das ist nach meiner Überzeugung die Kernfrage der gesamten Computerentwicklung, ganz besonders der sogenannten künstlichen Intelligenz, über die viel Unsinniges geschrieben wird: Menschliche Erfahrung ist nicht über- tragbar. Menschen können lernen. Das heißt: Neues schöpfen. Nicht aber Computer. Die können lediglich Strukturen und Daten nach vorgegebenen Mustern erweitern oder verdichten.
Ich meine, daß die Computerisierung nur für eine Minderheit wirklich Vorteile erbracht hat. Wenn auch nur sehr indirekt, so hat der computergestützte Strukturwandel im übrigen auch negative Auswirkungen für diejenigen, die zu den Schwachen und Benachteiligten gehören: Sie werden aus der informatisierten Welt ausgeschlossen. Heute von einer Befriedigung der Grundbedürfnisse der Menschheit zu sprechen ist lächerlich!
In der 'normalen' amerikanischen Schule werden Schüler selten als Einzelne vom Lehrer wahrgenommen. In der Hennigan-School werden sie ständig von Experten unterrichtet, die die sich um sie kümmern und fragen, wie es ihnen geht, Das ist vielleicht der Trick: Der Computer ist das Alibi, um diese Zuwendung geben zu können. Für zwei oder drei solcher Forschungsprojekte kann staatliche Unterstützung - oder Geld von IBM - locker gemacht werden. Das eigentliche Problem der Schulen bleibt aber davon unberührt.
Ich glaube, es ist ein großer Fehler, das Menschsein nach dem zu definieren, was der Mensch kann, aber der Computer nicht. Aus solchen Versuchen geht ein Bild des Computers hervor, der insgeheim als Maßstab des Menschseins dient. Jeder Mensch ist aber ein Sonderfall - jeder Mensch ist von seiner eigenen und einzigartigen Lebensgeschichte geprägt. Ein Computer kann einfach keine menschliche Geschichte oder menschliche Erfahrung haben. Schon deswegen sind Mensch und Computer in einem strengen Sinn unvergleichbar.
Wenn man nun sagt, der Computer stifte eine Art zweite industrielle Revolution, indem er fast alle schwere und sinnlose Arbeit übernehme, so dass die Menschen bald gänzlich von ihr befreit seien, dann, so behaupte ich, stimmen die Spielregeln unserer Gesellschaft nicht mehr, die da heissen: wenn einer nicht arbeitet, darf er nicht essen. Und auch die andere Regel nicht, dass man mit blossem Geld das Recht hat, Geld zu verdienen (wenn sie je schon gestimmt hat!). Der Computer gibt uns tatsächlich die Möglichkeit, der schweren und sinnlosen Arbeit ledig zu werden; aber die neuen Regeln sind noch nicht aufgestellt, die Neuordnung der Gesellschaft ist nicht geschaffen.
Was für viele andere Dilemmata gilt, trifft auch hier zu: die Lösung liegt im Verwerfen der Spielregeln, die es hervorgebracht haben. Für das vorliegende Dilemma lautet die entsprechende Regel, dass die Rettung der Welt - und darüber rede ich hier - davon abhängt, andere zu den richtigen Ideen zu bekehren. Diese Regel ist falsch. Die Rettung der Welt hängt nur von dem Individuum ab, dessen Welt sie ist. Zumindest muss jedes Individuum so handeln, als ob die gesamte Zukunft der Welt, der Menschheit seibst, von ihm abhinge. Alles andere ist ein Ausweichen vor der Verantwortung und selbst wieder eine enthumanisierende Kraft, denn alles andere bestärkt den einzelnen nur in seiner Vorstellung, lediglich eine Figur in einem Drama zu sein, das anonyme Mächte geschrieben haben und sich als weniger als eine ganze Person anzusehen, und das ist der Anfang von Passivität und Ziellosigkeit.
|
| Free Software und Open Source: Artikel als Volltext
( : , 776 kByte; : 2010-02-28)
|
|
| Contextual understanding by computers
Contextual understanding by computers: Fulltext as PDF
( : , 1012 kByte; : 2010-02-28)
|
|
| Ich galube, wir sollten Angst haben: Artikel als Volltext
( : 26 kByte)
|
Wikipedia (englisch): Eintrag über Joseph Weizenbaum bei Wikipedia (englisch)
( : 2010-02-28 , am: 2010-02-26)
| ||
Wikipedia (deutsch): Eintrag über Joseph Weizenbaum bei Wikipedia (deutsch)
( : 2010-02-28 , am: 2010-02-15)
| ||
Dokumentarfilm: WEIZENBAUM. Rebel at Work.: Offizielle Film-Website zum Dokumentarfilm von Peter Haas und Silvia Holzinger.
(Dieser Link stammt von einem Besucher)
( : 2010-02-28)
| ||
Audiohyperspace - Interview mit Prof. Weizenbaum: Sabine Breitsameter hat den Schöpfer von \"Eliza\" interviewt; Interview zum Lesen und hören.
(Dieser Link stammt von einem Besucher)
( : Link unterbrochen? Letzte Überprüfung: 2010-02-28 Letzte erfolgreiche Überprüfung: 2008-11-13)
|

| Verweise auf Joseph Weizenbaum | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verweise von Joseph Weizenbaum | ![]() | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Webzugriffe auf Joseph Weizenbaum | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

Inbound: 00158
Outbound: 00483
Besucher(02.10): 00061 *
Besucher Total : 27824 *
Erster Eintrag : Vor 1997
Letzter Eintrag: 15.02.2008
HTML-File: 08.03.2010
(c) beat.doebe.li 1996-2010 Dies ist eine Seite aus Beats Biblionetz (http://beat.doebe.li/bibliothek/)
Mail: bibliothekar@doebe.li Die offizielle und stabile Adresse lautet http://beat.doebe.li/bibliothek/p00029.html
*(ohne Suchmaschinen und ohne Proxy-Verluste) / This webpage may include a Java Applet from TouchGraph LLC (http://www.touchgraph.com/)