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Beats Biblionetz - Bücher

Technische Intelligenz oder Wie Ingenieure über Computer sprechen

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iconZusammenfassungen

Rolf TodescoIm vorliegenden Buch werden .Anthropomorphisierungen ' in der Terminologie der Informatik kritisiert. Die Kritik beruht auf zwei explizit gemachten Prinzipien, einerseits auf der konsequenten Unterscheidung zwischen Abbildung und Abgebildetem und andrerseits darauf, dass den Abbildungen und insbesondere den sprachlichen Zeichen keine Bedeutung, sondern nur Verweisungscharakter zugeschrieben wird. Das Buch erläutert zunächst das Prinzip der programmgesteuerten Kommunikationsmaschine. Dann wird gezeigt. Dass Programme keine Abbildungen und Programmiersprachen keine Sprachen sind. Computer werden dazu als Automaten ausgewiesen, die sich von primitiveren Werkzeugen durch eine explizit konstruierte Steuerung abgrenzen. Es wird gezeigt, dass in der Informationstheorie genau die in dieser Steuerung fliessende, sekundäre Energie Information heisst, und dass sich die übrigen Verwendungen des Ausdruckes Information als Metaphern auf diese eigentliche Verwendung zurückführen lassen. Computerprogramme dienen der Strukturierung von Information. Sie besitzen nur sekundär Verweisungscharakter und sind deshalb nicht sprachlich, obwohl sie wie sprachliche Texte durch formale Sprachen beschrieben werden können. Das im Buch verwendete Bedeutungskonzept korrespondiert mit der durch die generative Grammatik eingeführten Unterscheidung zwischen Pragmatik und Semantik, wonach Semantik eine innersprachliche Bedeutung beschreibt, die keinen pragmatischen Bezug zum Beschriebenen hat. Technische , Anthropomorphisierungen', insbesondere der Begriff "Intelligenz", werden durch das verwendete Bedeutungskonzept als Metaphern aufgedeckt und so der bewussten Verwendung zugeführt. "Intelligenz" wird als Charakterisierung noch nicht konstruierbarer Maschinen aufgefasst, "technische Intelligenz" als Bezeichnung für jene, die sich mit solchen Maschinen beschäftigen.
Von Rolf Todesco im Buch Technische Intelligenz oder Wie Ingenieure über Computer sprechen (1992)

iconBemerkungen zu diesem Buch

Rolf TodescoWerkzeuge prägen unser Menschenbild so sehr, dass deren Herstellung als anthropologisches Kriterium des Menschseins schlechthin gilt. Seit wir Computer verwenden, betrachten sich viele von uns als lebende Informationssysteme. Diese systematische Reduktion, die auf einem primitiven technischen Verständnis beruht, widerspiegelt sich in "Anthropomorphisierungen" in der technischen Sprache, welche das primitive Technikverständnis im Sinne des Whorf'schen Theorems aufrecht erhalten. Die im vorliegenden Buch vorgeschlagene technische Terminologie, die nicht die Ausdrücke an sich, sondern die Explikation dessen, was wir mit (technischen) Ausdrücken bezeichnen, betrifft, dient der Entwicklung eines adäquaten Verständnisses der technischen Gegenstände und mithin der Vermeidung jener Reduktion, in welcher Menschen nichts anderes als komplizierte Maschinen sind. Das Wesen moderner Informationsmaschinen kann man auch ohne fundierte technische Kenntnisse begreifen. Es wird hier sprachkritisch erläutert, indem der Automat durch das Kriterium "sekundäre Energie" als spezifisches Werkzeuge begründet, und ausgewiesen wird, dass die sogenannte Maschinen(programmier)sprache keine Sprache ist. Die Argumentation beruht auf zwei explizit gemachten Prinzipien, einerseits auf der konsequenten Unterscheidung zwischen Abbildung und Abgebildetem und andrerseits darauf, dass den Abbildungen und insbesondere den sprachlichen Zeichen keine Bedeutung sondern nur Verweisungscharakter zugeschrieben wird. Wer technisch verstanden hat, was ein Informationssystem ist, kann genau sagen, was Information ist und sieht im Menschen nur noch sehr bedingt ein Informationssystem. Er wird die sogenannte Mensch-Maschinen-Kommunikation nicht mehr als Kommunikation zwischen Mensch und Maschine auffassen, sondern als metaphorisch umschriebene Verwendung eines Werkzeuges.
Von Rolf Todesco, erfasst im Biblionetz am 28.03.2000

iconKapitel Unter den anklickbaren Kapiteln finden Sie Informationen über einzelne Teile des gewählten Werks.

iconDieses Buch erwähnt...


Personen
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Charles Babbage, Kurt Bauknecht, Peter Bichsel, Lewis Caroll (Charles L. Dodgson), Noam Chomsky, Edsger W. Dijkstra, Ernst von Glasersfeld, Klaus Haefner, Michael Haller, C. Hoare, Douglas Hofstadter, Tracy Kidder, Thomas S. Kuhn, Konrad Lorenz, Marvin Minsky, Claude Shannon, F. Taylor, Alan Turing, Paul Watzlawick, Warren Weaver, Joseph Weizenbaum, Benjamin Lee Whorf, Norbert Wiener, Niklaus Wirth, Ludwig Wittgenstein, Carl August Zehnder, Dieter E. Zimmer, Konrad Zuse

Fragen
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Können Computer denken?Can computers think?
Lässt sich Intelligenz messen?Can we measure intelligence?

Aussagen
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02. Die Karte ist nicht das Territorium, und der Name nicht die benannte Sache
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Werkzeuge formen unser Denkentools are influencing our thinking

Begriffe
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Algorithmusalgorithm, analog, Arbeitwork, Automatautomat, Bedeutung, Bilder, Computercomputer, Datendata, Definitiondefinition, Denkenthinking, ElizaEliza, Energie, Entitätentity, Explizites Wissen, Fliehkraftregler, Gehirnbrain, Handelnacting, Hardwarehardware, Implizites Wissenimplicit knowledge, Informatikcomputer science, Informatik-Ingenieur, Informationinformation, Informationstheorieinformation theory, Ingenieur, Intelligenzintelligence, Intelligenztest / IQ, Job EnlargementJob Enlargement, Kommunikationcommunication, Konstruktivismusconstructivism, Künstliche Intelligenz (KI / AI)artificial intelligence, Kybernetikcybernetics, Maschinemachine, Mathematikmathematics, Mensch, Metapher, Modellmodel, Neuronales Netzneural network, Paradoxieparadoxy, Pascal (Programmiersprache), Planung, Programmierenprogramming, Programmiersprachenprogramming languages, Repräsentationrepresentation, Roboterrobot, Semantiksemantics, Softwaresoftware, Sprachelanguage, Symbolsymbol, Systemsystem, Systemtheoriesystem theory, Taylorismustaylorism, Technik, Terminologieterminology, Turing-Maschineturing machine, Turing-Testturing test, Verhalten, Versuch und Irrtumtrial and error, Wahrnehmungperception, Werkzeugtool, Wirklichkeit, Wissen, Zeittime
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Bücher
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
    Alice im Wunderland (Lewis Caroll (Charles L. Dodgson)) 3, 3, 1, 1, 1, 1, 2, 3, 2, 1, 2, 412244210
   Grundlagen für den Informatikeinsatz (Kurt Bauknecht, Carl August Zehnder) 2, 3, 1, 5, 6, 4, 6, 3, 7, 3, 7, 10141211011686
   Informationssysteme und Datenbanken (Carl August Zehnder) 1, 3, 2, 1, 4, 3, 7, 4, 3, 2, 1, 41277412620
 Tractatus logico-philosophicus (Ludwig Wittgenstein) 3, 2, 2, 2, 1, 7, 4, 3, 2, 2, 5, 12100241213967
1948   Mathematical Theory of Communication (Claude Shannon, Warren Weaver) 7, 1, 2, 1, 1, 4, 1, 2, 1, 1, 4, 854482792
1956  Sprache - Denken - Wirklichkeit (Benjamin Lee Whorf) 3, 6, 1, 2, 1, 7, 7, 4, 6, 8, 9, 8202489042
1962  Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (Thomas S. Kuhn) 5, 8, 3, 6, 3, 7, 7, 3, 7, 3, 5, 1810717189179
1963Cybernetics (Norbert Wiener) 1, 3, 2, 4, 1, 6, 5, 2, 2, 1, 4, 869283464
1969Aspekte der Syntax-Theorie (Noam Chomsky) 22200
1970   Sprache und Geist (Noam Chomsky) 6300
1973Die Rückseite des Spiegels (Konrad Lorenz) 7000
1974Thesen zur Theorie der generativen Grammatik (Noam Chomsky) 2000
1976  Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft (Joseph Weizenbaum) 8, 9, 14, 14, 7, 13, 19, 7, 17, 7, 16, 261021582617794
1979    Gödel, Escher, Bach (Douglas Hofstadter) 8, 9, 8, 8, 7, 14, 10, 6, 12, 8, 13, 16531641615489
1983    Algorithmen und Datenstrukturen (Niklaus Wirth) 3, 3, 3, 1, 2, 1, 2, 4, 4, 2, 2, 61086124
1984    Die Seele einer neuen Maschine (Tracy Kidder) 3, 2, 1, 3, 1, 3, 1, 1, 2, 1, 2, 613462341
1985  Einführung in den Konstruktivismus8, 9, 4, 11, 8, 8, 9, 6, 15, 4, 8, 24431462423285
1986So kommt der Mensch zur Sprache (Dieter E. Zimmer) 1, 1, 1, 4, 1, 2, 2, 1, 2, 1, 1, 43343151
1988  Wenn der Groschen fällt1000
1990  Sind Computer die besseren Menschen ? Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (Klaus Haefner, Michael Haller, Joseph Weizenbaum) 1, 4, 5, 6, 4, 7, 2, 2, 5, 6, 4, 10918107493
1999  Kursbuch Medienkultur Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (Lorenz Engell, Claus Pias, Joseph Vogl) 9, 10, 2, 12, 7, 4, 6, 7, 7, 5, 5, 32421233210937
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Texte
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
Ein Tisch ist ein Tisch (Peter Bichsel) 1000
1933Tractatus logico-philosophicus (Ludwig Wittgenstein) 3, 3, 3, 4, 4, 5, 6, 4, 6, 3, 3, 85023810784
1985Konstruktion der Wirklichkeit und des Begriffs der Objektivität (Ernst von Glasersfeld) 6, 10, 12, 10, 6, 7, 14, 7, 11, 3, 14, 2212482213774

iconDieses Buch erwähnt nicht... Eine statistisch erstelle Liste von nicht erwähnten (oder zumindest nicht erfassten) Begriffen, die aufgrund der erwähnten Begriffe eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, erwähnt zu werden.

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Nicht erwähnte Begriffe
Behaviorismus, Bewusstsein, Entitätsmenge, Internet, Job Enrichment, Job Rotation, Kinder, LOGO (Programmiersprache), Nervensystem, Neuron, Schule, Syntax

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconStandorte Eine Liste von Orten, wo das Objekt physisch vorhanden ist.

Beat ( 23.01.2002)

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Titel FormatBez.Aufl.JahrISBN      
Technische Intelligenz oder Wie Ingenieure über Computer sprechenD--119923772815677SwissbibWorldcatBestellen bei Amazon.deBestellen bei ebook.de

iconBeat und Dieses Buch

Beat hat Dieses Buch während seiner Assistenzzeit an der ETH Zürich ins Biblionetz aufgenommen. Nach Abschluss seiner Dissertation hat Beat Dieses Buch nicht mehr bearbeitet. Beat besitzt ein physisches, aber kein digitales Exemplar. Aufgrund der vielen Verknüpfungen im Biblionetz scheint er sich intensiver damit befasst zu haben. Es gibt bisher nur wenige Objekte im Biblionetz, die dieses Werk zitieren.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

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