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Bemerkungen
Bei digitalen Medien im Kindergarten und in der Grundschule handelt es sich daher in Wahrheit um nichts weiter als eine Art von Anfixen.
Die Ergebnisse verschiedener Studien deuten darauf hin, dass computerbasiertes Lernen für
jüngere Lernende größere Effekte bringt als für ältere.
Grundsätzlich und konsistent wurde in allen Metastudien ein schwacher Vorteil von computerbasierter Instruktion gegenüber traditioneller Instruktion gefunden.
[Computer] sind nur in den Schulen von Nutzen, die auch ohne Computer gute Schulen sind, dort also, wo man auch ohne sie lesen und schreiben lernen kann.
Pointiert formuliert kann man sagen: Was neue Medien in der Bildung wirklich leisten können, werden wir erst wissen, wenn die Schule von heute der Vergangenheit angehört.
im Buch Regionale IT-Planung für Schulen (2003) im Text Einleitung: Die Idee des Seminars "Entscheiderberatung" auf Seite 8
... Und wenn es wieder einmal um die Beschaffung von Lehr- und Lernmitteln geht, so achte man darauf, dass sie ohne Strom auskommen - man liegt dann eher nicht ganz falsch.
It is still far too early to evaluate the eventual use of such devices, and it is highly unfortunate that there have been such exaggerated claims made by both proponents and opponents.
Nach den vorliegenden wissenschaftlichen
Erkenntnissen braucht man einen Computer
zum Lernen genauso dringend wie ein Fahrrad zum Schwimmen
oder ein Röntgengerät, um Schuhe anzuprobieren.
Sowohl Befürworter als auch Kritiker versäumen oft klarzumachen, welche der vorgeschlagenen Einsatzmöglichkeiten des Computers sie preisen oder verdammen und warum dieser Einsatz eine beziehungsweise keine gute Idee ist.
im Buch Mind over Machine (1986) im Text Computer im Klassenzimmer: Werkzeug, Tutor oder Tutand
My own view is that, like many structural innovations in education, computers can
increase the probability of learning, but there is no necessary relation b etween having
computers, using computers, and learning outcomes.
Ich behaupte nicht, daß LOGO, von einem geschickten Lehrer richtig eingesetzt, nicht hilfreich sein kann, aber ich zweifle daran, daß es mehr leistet als Papier und Bleistift und das Sprechen selbst, wenn sie von einem geschickten Lehrer richtig eingesetzt werden.
Die Ergebnisse von Evaluationsstudien zum Lernen mit neuen Medien sind in der Regel und im Überblicksvergleich enttäuschend. Zu Studien, die positive Effekte berichten, gibt es immer auch Studien, die das Gegenteil ermitteln oder die gar keinen Effekt feststellen können
Der Einsatz digitaler Medien führt keineswegs automatisch zu irgendwie besseren Lösungen als konventionelle Bildungsangebote. Im Gegenteil - ihr unüberlegter Einsatz führt oft genug zu Ergebnissen, die geringe Akzeptanz bei Lernenden, geringe Lernerfolge und Effizienz mit sich bringen.
Finally, pervasively networked computers will soon become a universal library, the age-old dream of those who love knowledge. Resources now beyond individual means, such as supercomputers for heavy-duty simulation, satellites and huge compilations of data, will be potentially accessible to anyone.
Das Medium nicht als Ursache, sondern als Möglichkeit, Interaktionen anders anzusetzen, diese Möglichkeit ist gegeben und wahnsinnig spannend und produktiv. Sie ist in der Lehrerbildung besonders wichtig, weil erfahrungsfähig werden, sich immer reflexiv auf bestimmte Ereignisse zurückzuwenden [eine wesentliche Professionseigenschaft darstellt]. (12:30)
Die Anzahl der Forschungsarbeiten, die seit den 1960er Jahren durchgeführt worden sind, um die Lerneffektivität des Computers zu belegen, ist heute kaum noch zu überblicken. Die Ergebnisse der Studien sind widersprüchlich. Längst nicht immer konnte nachgewiesen werden, dass computer-unterstütztes Lernen traditionellen Instruktionsmethoden überlegen ist.
Wir erkennen in den bisherigen
Erfahrungen mit e-learning einige Chancen und
Vorteile. So können wir mit e-learning ein grösseres
Publikum ansprechen. Im Repetitionskurs APP müssen
die Teilnehmenden keine Reisezeit aufbringen.
Dies hat für die Kursteilnehmenden niedrigere
Kosten zur Folge, denn Fahrtaufwendungen sowie
allfällige Übernachtungskosten werden dadurch hinfällig.
A fifth benefit is that computers can be engineered to be reflective. The model-building capabilities of the computer should enable mindlike processes to be built and should allow designers to create flexible "agents." These agents will take on their owner's goals, confer about strategies (asking questions of users as well as answering their queries) and, by reasoning, fabricate goals of their own.
Fourth, the heart of computing is building a dynamic model of an idea through simulation. Computers can go beyond static representations that can at best argue; they can deliver sprightly simulations that portray and test conflicting theories. The ability to "see" with these stronger representations of the world will be as important an advance as was the transition to language, mathematics and science from images and common sense.
Wer also glaubt, dass Schüler beispielsweise das Programmieren oder gar ganz allgemein besser zu denken lernen, wenn es Computer an der Schule gibt, der irrt. Man kann sogar davon ausgehen, dass die Beziehung umgekehrt ist: Je mehr Computer eine Schule hat, desto schlechter stehen die Chancen, dass damit irgendetwas Vernünftiges getan wird - stellte hierzu schon vor einigen Jahren der amerikanisehe Computerwissenschaftler Palma (2000, S.41) fest.
Across the 76 meta-analyses on computer-assisted instruction, there were 4,498 studies, 8,096 effects, and about 4 million students-but in this area, more than most, there is much overlap of articles (and hence students) across the meta-analyses. The average effect size across all studies is d = 0.37 (se = 0.02) and the Common Language Effect (CLE) average is 25 percent; that is, 25 times out of a hundred when computer-aided
instruction is used, it will make a positive difference
A second value is the ability of the computers to become any and all existing media, including books and musical instruments. This feature means people will be able (and now be required) to choose the kinds of media through which they want to receive and communicate ideas. Constructions such as texts, images, sounds and movies, which have been almost intractable in conventional media, are now manipulatable by word processors, desktop publishing, and illustrative and multimedia systems.
Der Umgang mit dem Computer ist heute neben Lesen, Schreiben und Rechnen eine weitere Kulturtechnik. Ob damit allerdings auch ein didaktischer Mehrwert einhergeht, ist eine andere und viel schwierigere Frage. Wir Lehrpersonen sind gut beraten, die Auswirkungen von Computer und Internet im Unterricht nicht zu überschätzen. Gefragt ist eine effiziente und effektive Nutzung dieser Werkzeuge, für eine kreative und inspirierende Schulumgebung bleiben aber weiterhin die Lehrpersonen verantwortlich.
Insgesamt zeigen die vielen Studien zu generellen Medieneffekten (als Vergleich zwischen medienunterstützten und herkömmliehen - personal vermittelten - Lehr- und Lernprozessen), dass nicht von einer grundsätzlichen Überlegenheit des Lernens mit Medien gesprochen werden kann - allerdings auch nicht von einer grundsätzlichen Unterlegenheit medienunterstützten Lehrens und Lernens. Mit Blick auf die Uneinheitlichkeit der Ergebnisse spricht SCHULMEISTER (2002) vom »Land der Nullhypothesen« (S. 387).
Technology connects people to people and it connects people to information, and as a result, can facilitate learning. Interaction is the key. Technology is a medium. The best way to use technology in education is to let technology be used the way it is needed by the students and the teachers. Consider: A pencil is technology. Technology is a consequence of what one wants to do in a moment. Make it available, and it will be used. Do not think about the technology first - think about learning first.
Dank neuen Technologien können wir das umsetzen, was wir über das Lernen in Gruppen und über die Art, wie das Gehirn lernt, schon lange wissen. Wir haben von den Lehrern immer verlangt, dass sie verschiedene Lernformen ansprechen, weil jeder Schüler anders lernt. Das ist in der Theorie schön, aber nicht so einfach, weil wir selber am besten in unserem eigenen Lernstil sind. Heute können die Schüler sich Wissen in der ihrem Lerntyp entsprechenden Form aneignen und sich dann im Verbund zusätzliche Fertigkeiten erwerben.
Die Komplexität von Lehr-Lernsituationen und die damit einhergehende Vielzahl an wirksamen Variablen und deren unzähligen Interaktionen mit wiederum anderen Variablen setzen der experimentellen wie auch der korrelativen Forschung heute wie damals eine klare Grenze. Die Folge ist, dass z.B. die meisten Vergleiche von Unterrichtsmethoden und -medien keine signifikanten Ergebnisse erzielen; die wenigen signifikanten Ergebnisse widersprechen sich gegenseitig. Das ist auch heute noch so und das gilt im Besonderen für die E-Learning-Forschung.
Third, and more important, information can be presented from many different perspectives. Marvin L. Minsky of MIT likes to say that you do not understand anything until you understand it in more than one way. Computers can be programmed so that "facts" retrieved in one window on a screen will automatically cause supporting and opposing arguments to be retrieved in a halo of surrounding windows. An idea can be shown in prose, as an image, viewed from the back and the front, inside or out. Important concepts from many different sources can be collected in one place.
Eine der bedeutenden Meta-Analysen zum computerunterstützten Lernen stammt von Kulik/ Kulik (1991). Die Autoren werteten insgesamt 248 Vergleichsstudien aus, davon waren 195 bereits in früheren Meta-Studien zusammengefasst worden, 53 kamen als aktuelle Studien hinzu. Von den 248 Studien wiesen 202 einen höheren Lernerfolg für das computerbasierte Lernen und 46 ein besseres Ergebnis für das konventionelle Lernen aus. Allerdings waren die Ergebnisse nur in 100 Studien statistisch signifikant, d.h. nicht zufallsbedingt: in 94 Fällen zu Gunsten des computerbasierten Lernens und in sechs Fällen zu Gunsten des konventionellen Unterrichtens.
im Buch Regionale IT-Planung für Schulen (2003) im Text Neue pädagogische Möglichkeiten auf Seite 85
The first benefit is great interactivity. Initially the computers will be reactive, like a musical instrument, as they are today. Soon they will take initiatives as well, behaving like a personal assistant. Computers can be fitted to every sense. For instance, there can be displays for vision; pointing devices and keyboards for responding to gesture, speakers, piano-type keyboards and microphones for sound—even television cameras to recognize and respond to the user's facial expressions. Some displays will be worn as magic glasses and force-feedback gloves that together create a virtual reality, putting the user inside the computer to see and touch this new world.
You don't need technology to learn science and math. You just absolutely don't need it. What you need to have are the right conditions. In music, if you've got the right conditions and you've got music happening, then the instruments amplify what you've got like mad. The best thing a teacher can do is to set up the best conditions for each kid to learn. Once you have that, then the computer can help immeasurably. Conversely, just putting computers in the schools without creating a rich learning environment is useless -- worse than useless, because it's a red herring. There's a sense something good is happening, when nothing real is happening at all. [http://www.honco.net/os/kay.html]
In der Grundschule, also den Klassen eins bis vier, liegen die Dinge meiner Ansicht nach recht einfach: Man braucht keinen Computer. Es gilt in diesem Schulabschnitt, ganz grundlegende Fähigkeiten zu erlernen, wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Kenntnisse der Lebenswelt (d.h. der die Kinder umgebenden Sachen und Orte). Ebenfalls gelernt bzw. Geübt werden die noch wichtigeren Fähigkeiten des Zuhörens und Ausredenlassens, des Konzentrierens auf eine Sache, der Disziplin (weder losreden noch losrennen, wann es einem gerade passt) und des Zusammenarbeiten . Hierfür ist die Person des Lehrers als Vorbild und zugleich als Brennpunkt von Konzentration und Aufmerksamkeit die mit Abstand wichtigste Bedingung.
Heute verbringen die Kinder mehr Zeit mit Computern als mit Büchern. In fünf bis zehn Jahren werden wir sehen, dass das katastrophale Folgen hat. Wenn der Computer in der Schule eingeführt wird, geht das immer zu Lasten eines andern Fachs - es steht ja nicht unendlich viel Zeit zur Verfügung. Darum muss man sich fragen, welches Fach die höchste Priorität hat. Meiner Meinung nach ist das wichtigste die Sprache. Wer nicht schreiben, nicht kritisch denken und lesen kann, wird von der Welt beherrscht und kann keine eigene bauen. In den USA sind fast ein Drittel der Schulabgänger funktionale Analphabeten. Die können zwar kurze Sätze bilden, verstehen aber kaum, was sie lesen. Und gerade in den USA geht der Computerunterricht zu Lasten der Sprache.
im Text Ich glaube, wir sollten Angst haben (2004)
Die in Meta-Analysen festgestellten Effektgrößen reichen von .127 (Christmann & Badgett, 2000) bis .502 (McNeil & Nelson, 1991). Nach Cohen (1977) ist damit die Effektivität des computerbasierten Lernens als positiv, wenn auch als gering zu beurteilen. Laut Tallmadge (1977, zit. nach Christmann, Badgett & Lucking (1997) können zwar bereits Effektgrößen von .25 im pädagogischen Kontext als bedeutsam angesehen werden. Gemessen an der Effektgröße, die in Meta-Analysen anderer pädagogisch-didaktischer Maßnahmen gefunden wurden, ist der Effekt computerbasierter Instruktion jedoch bestenfalls durchschnittlich. So berichtet Hattie (1990, 1992) aufgrund einer Zusammenfassung von 337 Meta-Analysen unterschiedlicher pädagogischer Maßnahmen eine mittlere Effektgröße von .40.
Zusammenfassend lässt sich [...] sagen, dass die Integration des Computers nicht notwendig zu einer Verbesserung des schulischen Lernens führt und dass die erfolgreiche Integration des Computers in den Schulunterricht weit mehr erfordert als die Bereitstellung der Technik und die Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Schulen, die Computer zu einem voll integrierten Unterrichtsmedium machen und von der Katalysatorfunktion des Computers eine neue didaktische Praxis profitieren wollen, steht eine umfangreiche organisationale und curriculare Entwicklungsaufgabe bevor. So muss für entsprechende technische Unterstützung gesorgt sein, und es müssen Rahmenbedingungen hergestellt werden, die die Lehrer zum Erproben innovativer Unterrichtsformen ermutigen, statt sie darin zu behindern.
Das Problem besteht also darin, dass weder pädagogischen Methoden an sich, noch bestimmten multimedialen Arrangements eine spezifische Wirkung zugesprochen werden kann, so ist die empirische Forschungslage.
Geht es um einen pädagogisch-didaktischen Einsatz der ICT-Mittel in den Schulen, so stösst man sehr schnell auf den Begriff des «didaktischen Mehrwerts». Denn schliesslich will die Medienkompetenz auch für sinnvolle Zwecke genutzt werden. [...]
Verwandte Begriffe![]() Begriffe | Computer, Informatik, Informatik im Unterricht (Informatikanwendung), Informatik-Didaktik, Informatik-Unterricht (Fachinformatik), Internet in der Schule, Schule |
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Letzter Eintrag: 24.05.2013
HTML-File: 24.05.2013
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