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Definitionen
Bemerkungen
IKT allein lösen weder vorhandene Probleme der Schule noch können durch sie unmittelbar Lernziele wie beispielsweise Kreativität erreicht werden.
Dies ist der Teufelskreis des computergestützten Unterrichts: Sobald man weiß, wie man eine Fertigkeit vermittelt, kann man den Menschen gleich ganz davon befreien und alles dem Computer überlassen.
Als in den 60er und 70er Jahren die Computer-Lemprogramme entwickelt wurden, träumten die Pädagogen die große Utopie, daß nun das Wissen demokratisiert und alle Menschen sich selbst schulen könnten. Später mußte man einsehen, daß dies eine große Illusion gewesen ist.
Ich plädiere weiterhin dafür, Kinder bis zu ihrem 8. oder 10. Lebensjahr in sozialen Umgebungen fest einzubinden, in denen Informationstechniken inklusive Fernsehen eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Für dieses Plädoyer gibt es sehr gute Argumente der Entwicklungspsychologie.

Unter der Bezeichnung " Informatikunterricht" werden häufig unterschiedliche Aspekte der Informatik verstanden. Von der Grundschule bis zur Hochschule wird " Informatik" unterrichtet. Diese Begriffsverwirrung erschwert eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Computer und Schule.
Die sozialen Probleme in Bildung und Ausbildung lassen sich durch die Computerisierung des Alltags leider nicht lösen. Gleichwohl ist die Behauptung falsch, in der Schule könne man mit dem Computer nichts sinnvolles anfangen. Schließlich kann man ja das eine tun - Computer an der richtigen Stelle einsetzen - , und das andere nicht lassen, nämlich die sozialen Bedingungen verbessern.
Die vielfach zu hörende Vorstellung, dass die Einführung von IKT Motor und Mittel der notwendigen Wandlungen im schulischen Bereich bilden könnten, ist äusserst fragwürdig. In der Praxis führt diese Vorstellung nämlich nur allzu oft zu technologisch verkürzten Schulprojekten, da wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nutzun der neuen Medien nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Aber Informatikanwendung allein genügt im Gymnasium nicht! Es braucht daneben - besser wohl: davor - ein eigenständiges Grundlagenfach "Informatik" (nachstehend "Fachinformatik" genannt). In dieser Fachinformatik erhalten Schülerinnen und Schüler das nötige Konzeptwissen, um anschliessend die Informationstechnik in beliebigen Fächern ("Informatikanwendung") und auch selbständig mit Verstand einsetzen zu können.

Die Begriffe ICT (Information and Communication Technology) und Informatik müssen streng auseinander gehalten werden, damit die Schüler/innen nicht den Eindruck erhalten, Informatik sei kurzlebiges Produktwissen. Die Notwendigkeit, die Grundlagen der Nutzung von ICT zu vermitteln, ist unbestritten. Dieser Unterricht soll unbedingt unter der Benennung ICT laufen und nicht als Informatikunterricht bezeichnet werden.
Die schulische IKT-Lehr- und Lernumgebung muss nicht die Anforderungen von jedermann erfüllen können, sondern jene, die für die Schule, die Schulklasse, Lehrkräfte und SchülerInnen zentral sind. Und das Optimum liegt nicht bei den Spitzenweren des vom technologie-orientierten Paradigma entfalteten Möglichkeitsraums, sondern bei sehr guten Werten hinsichtlich jenen Anforderungen, die der schulische Lehr- und Lernraum stellt.
Informatikanwendung gehört somit ganz selbstverständlich ins moderne Gymnasium und benötigt dazu keine eigene Stundendotation, weil der Mehraufwand (für informatikbezogene Erklärungen) durch den sichtbaren Nutzen (gestalterisch bessere Texte und Präsentationen, reichere Inhalte usw.) offensichtlich aufgewogen wird (sonst würde diese Informatikanwendung nicht schon seit Jahren in vielen Klassenzimmern ganz selbstverständlich stattfinden).
In der 'normalen' amerikanischen Schule werden Schüler selten als Einzelne vom Lehrer wahrgenommen. In der Hennigan-School werden sie ständig von Experten unterrichtet, die die sich um sie kümmern und fragen, wie es ihnen geht, Das ist vielleicht der Trick: Der Computer ist das Alibi, um diese Zuwendung geben zu können. Für zwei oder drei solcher Forschungsprojekte kann staatliche Unterstützung - oder Geld von IBM - locker gemacht werden. Das eigentliche Problem der Schulen bleibt aber davon unberührt.
Betrachtet man den Computer [...] als institutionelle Extension unserer physischen und kognitiven Sinne, gewinnt er eine allgemeine Bedeutung für das Leben, die weit über den Informatikunterricht hinausführt und Hochschullehrer und Lehrer dazu zwingt, über seinen Einsatz in Hochschule [...] und Schule [...] anders
nachzudenken als bisher. Schließlich gibt es auch kein Schulfach "Telefonieren" oder "Videofonieren", sondern es wird erwartet, daß diese Kulturtechniken wie selbstverständlich nebenbei erworben und integriert in anderen Fächern gelehrt und gelernt werden. Die didaktischen Funktionem und die Sinnhaftigkeit des
Computereinsatzes in den Fächern Musik, Fremdsprachen, Geographie, Mathematik u. a. sind weitaus größer und wertvoller als ein eigenständiges Fach Informatik.
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http://www.log-in-verlag.de/ :Zeitschrift LOGIN - Informatische Bildung und Computer in der Schule
( : 2012-11-28 , am: 2012-11-26)
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Kids & Teens Online: Pilotprojekt: Schülerverantwortlichkeit
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Microsoft in Education: Umfangreiche Website von Microsoft zum Thema Computer in der Ausbildung
( : 2012-11-28)
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http://www.svia-ssie.ch :Schweizerischer Verein für Informatik in der Ausbildung (SVIA)
( : 2012-11-28)
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http://www.schulprojekt21.ch/ :Schulprojekt 21 - Lernen für das 21. Jahrhundert
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http://www.schulprojekt21.ch/Informatik1.html :Bereich Informatik im Projekt 21 (Kanton Zürich)
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