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Behaviorismus, behaviorism
Der Behaviorismus in seiner ursprünglichen Variante (das »klassische Konditionieren« von Pawlow) ging davon aus, daß auf bestimmte Reize (Stimuli=S) bestimmte Verhaltensreaktionen (Response=R) erfolgen und daß sich solche S-R-Verbindungen zu Ketten aneinanderreihen (gepaarte Assoziationen) und in dieser Form habitualisiert werden können, besonders dann, wenn auf erwünschte (richtige) Reaktionen entsprechende Belohnungen folgen, während unerwünschte Reaktionen unbelohnt bleiben und dadurch gelöscht werden.
Der Behaviorismus untersucht das sichtbare und erfassbare Verhalten von Menschen bzw. Lebewesen mit experimentellen Methoden. Hypothesen über innere, nicht unmittelbar sichtbare Vorgänge werden von den Behavioristen strikt abgelehnt. Verhalten verstehen sie als eine Kette von Reiz-Reaktion-Einheiten; dabei wird unter Reiz jede Form von Energie gefasst, die ein Sinnesorgan erregt, Reaktionen dagegen äußern sich z. B. vitäten von Muskeln oder Drüsen. Aus Sicht der Behavioristen findet Lernen statt, sobald eine Reiz-Reaktion-Kette gebildet und gefestigt wird.
Der behavioristische Lernansatz beruht auf der Annahme, dass Lernprozesse technisch nach dem Modell von Zweck-Mittel-Prozessen gestaltet werden können. Für den Lehrenden ist zum Vorneherein klar, was die Lernenden zu lernen haben. Durch geeignete Massnahmen wie Lob kann Verhalten verstärkt werden, wodurch die «richtigen» Verhaltensweisen häufiger geäussert werden. Man wird also z. B. am Computer Rechnungen oder Grammatik üben, man setzt ein Puzzle richtig zusammen bzw. es werden im Multiple-Choice-Verfahren Aufgaben gestellt usw. - wobei die Schüler/innen bei «richtigen» Antworten gelobt und ermutigt werden.
Der Behaviorismus als lerntheoretischer Ansatz orientiert sich am beobachtbaren Verhalten. Demzufolge sind auch die unter diesem Gesichtspunkt formulierten Lernziele genau auf die Nachweisbarkeit des Verhaltens der Lerner ausgerichtet. Nach dem behavioristischen Ansatz muss das zu erreichende Zielverhalten genau beschrieben werden, um Verstärkungsmechanismen festlegen zu können, die den Aufbau des gewünschten Verhaltens gewährleisten. Die Operationalisierbarkeit von Lernzielen, d.h. beispielsweise ihre mediale Umsetzung, stellt damit einen entscheidenden Faktor innerhalb des didaktischen Designs behavioristischer Ansätze dar.
im Buch Information und Lernen mit Multimedia (1995)
Der amerikanische Behaviorismus ist sicher die erfolgreichste und folgenreichste Theorie menschlichen und tierischen Verhaltens überhaupt.
Als der eigentliche Begründer des amerikanischen Behaviorismus ist der Psychologe John Broadus Watson (1879-1958) anzusehen. Seine Hauptwerke sind »Behavior: An Introduction to Comparative Psychology« von 1914 und »Psychology from the Standpoint of a Behaviorist« von 1919. Im Jahre 1913 schrieb er den berühmt gewordenen Aufsatz »Psychology as a Behaviorist Views It«. Watson wollte die Psychologie zur Lehre von der Kontrolle und Voraussage von Verhalten machen. Bei der Erklärung menschlichen und tierischen Verhaltens lehnte er radikal »mentalistische« oder »internalistische« Begriffe wie Bewusstsein, Wille, Absicht und Vorstellung ab. Bewusstsein existiert nach Watson nicht; so etwas anzunehmen, sei reiner Aberglaube. Verhalten kann ausschließlich über die Beziehung von Reiz und Reaktion erklärt werden und über die sich daraus ergebende Ausbildung von Gewohnheiten (hahits).![]() Fragen | Wie funktioniert Lernen? |
![]() Verwandte Begriffe (Cozitation) | Kognitivismus, Konstruktivismus, CBT (Computer Based Training), Objektivismus, Lernen |
John Broadus
Iwan
R. A.
Astrid
Hugo
M.
Edward
Ridley

) (1995)
) (1996)
) (1997)
) (1998)
)
) (1999)

)
) (2002)
) (2004)




Wikipedia (englisch): Eintrag zu Behaviorism bei Wikipedia (englisch)
( : 2010-02-13 , am: 2010-02-12)
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Wikipedia (deutsch): Eintrag zu Behaviorismus bei Wikipedia (deutsch)
( : 2010-02-13 , am: 2010-02-02)
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Erster Eintrag: 15.10.1996
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