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Beats Biblionetz - Begriffe

PISA-StudienPISA studies

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconSynonyme

PISA-Studien, PISA

iconBemerkungen

Mathias BinswangerZusammengefasst lässt sich sagen: Finnische Jugendliche schneiden sehr gut ab beim PISA-Test, 95% von ihnen machen die Matura, aber sie gehen am wenigsten gern zur Schule, ernähren sich ungesund, rauchen und trinken ziemlich viel, und kommen selten aus intakten Familien.
Von Mathias Binswanger im Text Sinnlose Wettbewerbe im Bildungsbereich (2012)
Die Bildungswissenschafter schauen mit gebanntem Röhrenblick auf Finnland, denn Finnland hat sicher ein sehr gutes Schulsystem – aber es kennt keine betriebliche Berufsbildung. Und deshalb stellt sich doch die Frage: Ist das Pisa-Rating überhaupt ein guter Indikator? Für die Arbeitsmarktfähigkeit eines Bildungssystems sicher nicht.
Von Rudolf Strahm, Kathrin Meier Rust im Text Es gibt auch eine praktische Intelligenz (2010)
Die Beteiligung an Pisa wird von Studie zu Studie grösser, und wir haben noch nie ein Land verloren. Alle Länder wollen heute harte Daten. Die Rechnung ist einfach: Wenn ich in Bildung investiere, darf ich nicht bei der Evaluation sparen. Unsere Studien sind teuer, aber sie sind ein wichtiges Instrument. Denn was ich nicht sehe, kann ich auch nicht verbessern.
Von Andreas Schleicher im Text Viel Ideologie, sehr wenig Wissen (2010)
PISA is policy driven and aims to provide participating governments with information on how well young adults are prepared to meet the challenges of today’s knowledge societies. It therefore assesses students at age 15 who are approaching the end of compulsory schooling. PISA measures how well 15-year-olds can use their knowledge and skills to meet real-life challenges, rather than how well they can reproduce what they have learned.
Von OECD Organisation for Economic Co-operation and Development im Buch Haben Schüler das Rüstzeug für eine technologieintensive Welt (2006) im Text ICT in PISA and Educational Policy auf Seite 8
Bei PISA soll gemessen werden, wie gut Jugendliche im Alter von 15 Jahren, die somit nahezu das Ende ihrer Pflichtschulzeit erreicht haben, auf die Herausforderungen der heutigen Wissensgesellschaft vorbereitet sind. Die Beurteilung ist zukunftsgerichtet, d.h. sie konzentriert sich weniger auf die Frage, inwieweit die Jugendlichen bestimmte schulische Curricula beherrschen, als vielmehr auf ihre Fähigkeit, Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bewältigung alltäglicher Herausforderungen einzusetzen.
im Buch Learning for Tomorrow's World (2004) auf Seite 20
Pisa selber ist das beste Beispiel für einen künstlich erzeugten Wettbewerb, der von völlig falschen Annahmen ausgeht. Dabei wurden aufgrund einer sehr knappen Definition von Kompetenzen auf eine nachgerade fahrlässige Weise Aussagen über die Leistungsfähigkeit von Bildungssystemen gemacht. Pisa suggeriert, dass Bildungssysteme vergleichbar seien im Hinblick auf künstlich definierte Kompetenzen, wobei Fremdsprachen, Geschichte, Politik, die musischen Fächer und Religion gar nicht vorkommen. Einseitiger und ungebildeter geht es nicht mehr.
Von Konrad Paul Liessmann, Bernhard Ott im Text «Einseitiger und ungebildeter geht es nicht» (2015)
Was die PISA-Studien dagegen in besonderem Maße messen, ist Nervenstärke und Test-Intelligenz. Wer genau kapiert, worauf es beim Test ankommt, und unbedingt ein gutes Ergebnis erzielen will, hat große Vorteile gegenüber jenen, die gelernt haben, individueller oder einfach langsamer zu arbeiten. Gar nicht zu reden von all jenen Fünfzehnjährigen, die getestet wurden, obwohl sie der Test im Grunde gar nicht interessierte, und die sich nicht sonderlich dabei angestrengt haben. Kulturelle Erfahrungen legen nahe, dass diese Klientel in Deutschland zum Beispiel deutlich höher ist als in Japan oder Südkorea. Und vielleicht hätte man bei der Ausarbeitung der Tests auch einmal daran denken können, dass fünfzehn ein heikles Alter für einen Schulleistungstest ist. Während in Deutschland fast alle Fünfzehnjährigen in die Schule gehen, ist es in der Türkei zum Beispiel nur noch jeder zweite. Ein deutscher Hauptschüler fällt damit statistisch ins Gewicht, in der Türkei dagegen gibt es nur acht Pflichtschuljahre. Folglich werden nur Schüler, die freiwillig eine weiterführende Stufe gewählt haben, vom Test erfasst. Dass andere Länder zudem vorzeitig ihre Bilanzen gefälscht haben, indem sie Legastheniker oder Schüler mit Rechenschwäche vom Test ausgeschlossen haben, macht die Sache nicht unbedingt objektiver.
Von Richard David Precht im Buch Anna, die Schule und der liebe Gott (2013) im Text PISA, G8 und andere Dummheiten

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
PISA 2000, Lesekompetenz, PISA 2003, Bildungeducation (Bildung), Kompetenzcompetence

CoautorInnenlandkarte

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iconHäufig erwähnende Personen

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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iconBlahfasel-Generator (Beta)

PISA-Studien - ein relevanter Leitbegriff der vergangenen Jahre
"PISA-Studien" ist zu einem Begriff der vergangenen Jahre geworden. Höchste Zeit, das Spannungsfeld PISA-Studien detaillierter zu umreissen.
Ein erstes Mal aufgegriffen wurde das Thema im Jahr 2001. Damals war vieles noch anders.
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icon Vorträge von Beat mit Bezug

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

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iconExterne Links

Auf dem WWW PISA & Co: A Critical Online Bibliography by Joachim Wuttke ( WWW: Link tot Link unterbrochen? Letzte Überprüfung: 2017-06-28 Letzte erfolgreiche Überprüfung: 2017-05-05)

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Verweise auf PISA-Studien 7316423912373437478111651262221671397912771333231633333733522374383379623223134529521453358910527661082429735324134857635352222
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