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Welche Ausbildung wird in der Informationsgesellschaft benötigt?

Definition der Frage "Welche Ausbildung wird ..."

What skills do students (and faculty) need in a digital world? A college/university education is designed to develop subject matter expertise, among other competencies. As more and more material is made available in digital form, IT skills become necessary to access and manipulate those information resources. But a college/university education also implies that students acquire other critical skills, such as information gathering, analysis, critical thinking, and problem-solving. Each of those can be facilitated by technology. Is the institution providing students with the tools, guidance, and practice they need? Can the students tell a legitimate source from one that is biased? Not to be forgotten are the ethics associated with ideas, information resources, and communication. In an age of cut-copy-and-paste, music downloads, and pirated software, do the students have guidance in applying the principles of academic honesty and respect to the digital world?
von Diana G. Oblinger, Brian L. Hawkins in der Zeitschrift Digital Game-Based Learning (2006) im Text The Myth about Student Competency

Bemerkungen zur Frage "Welche Ausbildung wird ..."

Vorausgesetzt wird an der Universität schliesslich auch die Beherrschung von Informatikmitteln.
von Hans Weder in der Zeitschrift Bildung und Erziehung, NZZ vom 23.4.2007 (2007) im Text Der unbestrittene Wert der Maturität für die Universität
Remo LargoEine Dienstleistungsgesellschaft braucht nicht disziplinierte, obrigkeitshörige Arbeiter, die nie aufmucken, sondern Leute, die selbstständig denken und handeln.
von Remo Largo im Text Der gute Schüler von heute ist ein Mädchen (2008)
Klaus HaefnerLeitziel Nr. 5: Das Bildungswesen muß sich intensiv um die Vermittlung eines angemessenen Freizeitverständnisses und die Fähigkeit zur Gestaltung der Freizeit bemühen.
von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 270
Klaus HaefnerLeitziel Nr. 3: Das Bildungswesen muß sich intensiv bemühen, Qualifikationen des Menschen zu entwickeln, die deutlich jenseits der Möglichkeiten der Informationstechnik liegen.
von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 267
Klaus HaefnerLeitziel Nr. 2: Jeder Bürger muß in den Stand versetzt werden, die breiten Möglichkeiten der Informationstechnik als Erweiterung seiner persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten aktiv nutzen zu können.
von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 266
Rudolf KünzliDie Fähigkeit, fremdes Wissen und Informationen auf deren Wert, deren Reichweite und Bedeutung zu überprüfen, gehört zu den eigentlich bildenden Schlüsselkompetenzen in der modernen Wissensgesellschaft.
von Rudolf Künzli im Buch Innovation - Forschung an der FHNW 2006 (2006) im Text Forschungsstrategie der Pädagogischen Hochschule
Klaus HaefnerLeitziel Nr. 4: Es muß Ziel zukünftiger Bildungsbemühungen sein zu vermitteln, daß der Einsatz menschlicher Arbeit in Zukunft in den Industrienationen zur Basislebenserhaltung nicht unbedingt notwendig ist.
von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 269
Der technische und inhaltliche Umgang mit den NIKT soll zu einer Grundkompetenz des täglichen Lebens werden. Die ständige Aus- und Weiterbildung auf allen Bildungsstufen ist ein Grundpfeiler der Informationsgesellschaft.
von Schweizerischer Bundesrat im Text Strategie des Bundesrates für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz (1998)
Klaus HaefnerLeitziel Nr. 6: Es sollte Aufgabe des Bildungswesens werden, grundsätzlich an der Gestaltung des Zugangs und der Verfügbarkeit von Wissen aller Art mitzuwirken - weit über den heutigen, nur auf die personale Lehre begrenzten Rahmen hinaus.
von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 270
Klaus HaefnerLeitziel Nr. 1: Das Bildungswesen muß sich insgesamt verstärkt um die Qualifizierung des Lernenden für ein individuell-menschliches Leben bemühen - auf Kosten der Vernachlässigung des Trainings rational-intellektueller Fakten und Prozeduren.
von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 265
Klaus Haefner«Was soll gelernt werden, wenn die Informationstechnik wichtige Teile des menschlichen Handelns und Denkens übernimmt und wenn jeder einzelne in den Industrienationen einen leichten und billigen Zugriff zu technisch verfügbarer Information und Informationsverarbeitungsleistung hat?»
von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Bildung und Informationstechnik im Widerspruch auf Seite 15
Guntram GeserIt is widely accepted that certain core competences are essential for individuals to participate successfully within a knowledge-based society. These core competences, which learners’ should strive to acquire, are: self-direction and creativity, critical thinking and problem-solving skills, collaborative team-work and communication skills.
von Guntram Geser im Buch Open Educational Practices and Resources (2007) im Text Introduction: Context, objectives and direction of the OLCOS road mapping work auf Seite 16
In der Befragung der ehemaligen Mittelschüler wird neben dem oft zu wenig praxisorientierten Sprachunterricht auch der immer noch tiefe Ausbildungsstand im Bereich Informatik kritisiert. Einen grossen Teil seiner Informatikkenntnisse, so Herzog, habe er sich beispielsweise selbst angeeignet. Zwar zeichnet sich im Bereich Internet eine Verbesserung ab, bei den Programm- und Computerkenntnissen herrschen jedoch immer noch Mängel.
von üy in der Zeitschrift Bildung und Erziehung, NZZ vom 23.4.2007 (2007) im Text Gut gerüstet an die Hochschule
Wir haben seit dem neuen MAR jedoch ein Problem mit den Naturwissenschaften. Man kann heute mit relativ wenig Wissen in den Naturwissenschaften Studierfähigkeit erreichen. Ich bin ja selber Theologe, würde aber sagen, die Naturwissenschaften sind auch für die Geisteswissenschaften extrem wichtig. Und es gehört zu unserer Kultur, dass man nicht nur Goethes «Wahlverwandtschaften » kennt, sondern auch den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik.
von Hans Weder in der Zeitschrift Machen Medien Schule? (2006) im Text Wir brauchen ein klares Bekenntnis zur Maturität
Remo LargoGenau diese Frage ist bisher nie breit diskutiert worden. Ich bin der Meinung, dass wir lange Zeit eine sehr gute Volksschule hatten. Doch sie war auf die Bedürfnisse der Industriegesellschaft ausgerichtet. Heute leben wir in einer Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, sie braucht Menschen mit anderen Kompetenzen. Eine Gesellschaft, die auf den einzelnen Menschen und nicht mehr auf die Masse setzt, braucht einen individualisierten Schulunterricht.
von Remo Largo im Text Der gute Schüler von heute ist ein Mädchen (2008)
Klaus HaefnerEr braucht im Wesentlichen menschliche Qualifikationen, d.h. die alten Dinge, die wir früher als Metaqualifikationen bezeichnet haben, solidarisch miteinander umgehen können, kommunizieren können, Überblickswissen zu haben, sein affektives und emotionales Verhalten unter Kontrolle zu kriegen. Das sind Dinge, die wir mehr und mehr brauchen, weil die kognitive Last von Informationstechnik uns abgenommen wird und immer mehr abgenommen werden wird.
von Klaus Haefner in der Radioserie gutenbytes (2000) im Text Bits und Grips
In der heutigen Informationsgesellschaft zählen Informations-, Medien-, Fach-, Methoden- sowie Sozialkompetenz zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen. Teamarbeit und Wissensaustausch sowie Wissensbewahrung erhalten eine immer größere Bedeutung. Kollaborative Arbeitsstile und netzwerkartige Strukturen werden in einer zunehmend vernetzten Arbeitsumgebung dominant und sind wesentlich geprägt durch die Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologien und neuen Medien.
von Lydia Bauer, Nadja Böller, Josef Herget, Sonja Hierl im Konferenz-Band WissKom 2007 (2007) im Text Konzepte zur Förderung der Wissenschaftskommunikation auf Seite 81
Jürg NievergeltIm Zeitalter der Anwenderpakete wird damit das Programmieren nicht mehr nur als Werkzeug benötigt, sondern als Gedankengut, das den vernünftigen Einsatz der Werkzeuge ermöglicht, die von anderen erstellt wurden. Eine ähnliche Aussage gilt für jede Art von Allgemeinbildung. Denn darunter versteht man Gedankengut, das man selten für direkten Nutzen einsetzt, das einem aber eine Geisteshaltung erlaubt, um Detailkenntnisse von transienter Bedeutung im Tagesgeschäft vernünftig einzusetzen.
von Jürg Nievergelt im Text Roboter programmieren - ein Kinderspiel (1999)
Remo LargoGrundsätzlich bin ich der Meinung, dass es für das Individuum wie für die Gesellschaft das Beste ist, wenn der Einzelne seine Stärken möglichst gut verwirklichen kann, die in ihm schlummern. Ich bin gegen die Züchtung jeglicher Monokulturen in der Schule, ob das nun Dienstleister oder Informatiker seien, denn niemand kennt die Bedürfnisse der Gesellschaft in zwanzig Jahren. Orientieren wir uns also an den Fähigkeiten des einzelnen Kindes und machen eine Schule, die diese möglichst fördert und dadurch kompetente und selbstbewusste Menschen heranzieht.
von Remo Largo im Text Der gute Schüler von heute ist ein Mädchen (2008)
Beat W. ZempDie Vermittlung der Fähigkeit, Informationen auszuwählen, zu strukturieren und zu interpretieren, wird zur Kernkompetenz von Lehrpersonen. Die PISA-Studie 2003 hat gezeigt, dass gerade Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Schichten auf den Erwerb solcher Kompetenzen an den öffentlichen Schulen in der Schweiz angewiesen sind, damit sie nicht von den Chancen der Informationsgesellschaft abgekoppelt werden.
Zu vermitteln gibt es viel: Suchstrategien, Analysen des Informationsbedarfs, der Informationsqualität und des Verwendungszwecks bis hin zu Präsentationsstrategien.
von Beat W. Zemp in der Broschüre Erfolgreich recherchieren (2005)
Die Informationsquellen ändern, der Auftrag bleibt: Die Schule soll lehren, wie man klare Kriterien herausarbeitet, begriffliche Raster findet, präzise Fragen stellt und den angeborenen Zweifel kultiviert. Es ist «das alte Wahre» von Goethe. Im Diskurs – denkend, replizierend, argumentierend – erwirbt sich der junge Mensch auch jene intellektuellen Fähigkeiten, auf die es heute zwingend ankommt: kreative Intelligenz, skeptische Kompetenz, logische Kombination. Das sind unverzichtbare Qualitäten, ohne die man im Datenmeer des Internets ertrinkt und vom Modernisierungstempo überfahren wird.
von Carl Bossard in der Zeitschrift PHZ-Inforum 3/2007 (2007) im Text Per Mausklick durchs Pluriversum
Heidi SchelhoweIn der Vergangenheit entwickelte Gewissheiten darüber, welche Kenntnisse der nachfolgenden Generation in welcher Reihenfolge weiterzugeben seien, sind heute fragwürdig geworden. Mit der Wissensgesellschaft, schon mit dem Fernsehen und insbesondere mit dem Internet wird die Vorstellung eines geordneten und verantwortlich arrangierten Zugangs zu den Informationen der Erwachsenenwelt Illusion. Eltern und Lehrerinnen können heute weniger denn je kontrollieren, was Kinder und Jugendliche wann lesen, sehen und aufnehmen; sie wissen dies nicht einmal dann, wenn sie noch zu denen gehören, die ihren Kindern eine kontrollierte Umgebung organisieren können.
von Heidi Schelhowe im Buch Technologie, Imagination und Lernen (2007) im Text Bildung mit dem Medium und durch das Medium auf Seite 172
Carl August ZehnderInformatikwissen ist aber keineswegs grundsätzlich von Kurzlebigkeit, Wirtschaftsdruck und ungenügender Systematik geprägt, im Gegenteil. Beim Informatikwissen ist zwischen Produktewissen und Konzeptwissen zu unterscheiden. Während das Produktewissen gerade bei den häufig verwendeten Standardprogrammen sehr kurzlebig sein kann (höchstens wenige Jahre), hat das Konzeptwissen auch in der Informatik einen langfristigen Horizont. Informatik-Freaks unter den Schülern glänzen gerne mit Produktewissen ("die Spezialitäten der Version X des Textverarbeitungsprogramms Y"; "der neue Befehl Z") - und verwerten dieses nicht selten bereits lukrativ in ihrer Freizeit bei dankbaren Kunden. Aufgabe einer Lehrperson auf Gymnasialstufe ist es aber, das zugehörige Konzeptwissen zu vermitteln. Damit sollen allen Schülern Zusammenhänge erschlossen werden, die auch manchen Computer-Freaks kaum bekannt sind.
von Carl August Zehnder im Text Informatik-Allgemeinbildung (2000)

Verwandte Begriffe zur Frage "Welche Ausbildung wird ..."


Begriffe
Informationsgesellschaft

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