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Der Übergang ins Studium II

Bericht zu einem Projekt der Konferenz der Schweizerischen Gymnasialrektoren (KSGR) und der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS)
Philipp Notter, Claudia Arnold ,    
Buchcover
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iconZusammenfassungen

Der Fokus der vorliegenden Studie ist die Schnittstelle Gymnasium - Hochschule. Die Hauptfragestellung ist, wie gut die Gymnasien die Mittelschülerinnen und Mittelschüler auf das Studium an einer universitären Hochschule vorbereiten. Im Hintergrund steht dabei auch die "umgekehrte" Frage, wie die Studierenden im Rückblick ihre Ausbildung an der Mittelschule beurteilen.
Von Philipp Notter, Claudia Arnold im Buch Der Übergang ins Studium II (2006)
Die vorliegende Untersuchung, die eine Folgeuntersuchung einer Befragung aus dem Jahre 2002 (Notter & Arnold, 2003) ist, versucht der Frage nachzugehen, wie gut die Mittelschulen ihre Absolventinnen und Absolventen nach neuer Maturitätsordnung auf das Studium an einer Universität vorbereiten. Des Weiteren stellt sich die Frage, welche Unterschiede sich zwischen den Maturandinnen und Maturanden nach neuer Maturitätsordnung und jenen nach alter Maturitätsordnung ergeben.
Von Philipp Notter, Claudia Arnold im Buch Der Übergang ins Studium II (2006)
Die wichtigsten Ergebnisse der primär deskriptiven Auswertungen werden im Folgenden kurz zusammengefasst:
  • Insgesamt scheint es den Mittelschulen auch mit der neuen Maturitätsordnung gut zu gelingen, den Spagat zwischen dem Vermitteln einer breiten Allgemeinbildung und dem Vermitteln von spezifischen Fachkenntnissen als Vorbereitung für ein universitäres Fachstudium zu machen.
  • Die Studierenden schätzen ihr an der Mittelschule erworbenes Wissen und Können in den Bereichen der Muttersprache (Grammatik, Orthographie, Literatur, etc.) als gut bis eher sehr gut ein. Ihr diesbezügliches Wissen und Können wird von allen Schwerpunktfächern und in allen Sprachregionen am höchsten eingeschätzt. In vielen Studienfachbereichen schätzen sie andererseits dieses Wissen und Können auch als eher wichtig für ihr Studium ein.
  • Die Studierenden nach neuer und alter Maturitätsordnung schätzen ihre Fachkenntnisse in den meisten Fächern sehr ähnlich ein. Nur in Informatik-Anwendungen schätzen die Studierenden nach neuer Maturitätsordnung ihre Fachkenntnisse deutlich höher und in alten Sprachen, sowie in geringem Masse auch in Physik tiefer ein als die Studierenden nach alter Maturitätsordnung.
  • Die Studierenden nach neuer Maturitätsordnung schätzen ihre überfachlichen Kompetenzen meistens höher ein als die Studierenden nach alter Maturitätsordnung. Was einer pädagogischen Zielsetzung der Maturitätsreform entspricht.
  • Auch ihre Kompetenzen im Lernen mit verschiedenen Lehr- und Lernmethoden schätzen die Studierenden nach neuer Maturitätsordnung meistens höher ein als die Studierenden nach alter Maturitätsordnung. Dies ist besonders beim Lernen durch längerfristige selbständige Arbeiten (Maturaarbeit) der Fall.
  • Die Studierenden nach neuer Maturitätsordnung sind im Durchschnitt, wie schon die Studierenden nach alter Maturitätsordnung, zufrieden bis sehr zufrieden mit „ihrer“ Mittelschule in Bezug auf die Vorbereitung auf ihr Studium. In Bezug auf ihre persönliche Entwicklung sind Studierenden nach neuer Maturitätsordnung etwas zufriedener, was wohl auf die grössere Wahlfreiheit zurückzuführen ist.
  • Im Allgemeinen scheint die Passung zwischen dem an der Mittelschule erworbenen Wissen und Können und den Anforderungen des Studiums gut zu sein. Im Bereich des fachlichen Wissens gilt dies primär für diejeni- gen Schwerpunktfächer, die für diesen Studienfachbereich typisch sind. Bei den für das jeweilige Studienfach atypischen Schwerpunktfächern zeigt sich dagegen oft eine Diskrepanz zwischen der Einschätzung des eigenen Könnens zum Zeitpunkt der Matura und der Wichtigkeit der für diesen Fachbereich bezeichnenden Fächer.
  • Der Vergleich der Einschätzung des eigenen Könnens zum Zeitpunkt der Maturität und der Wichtigkeit dieses Könnens für das erste Studienjahr zeigt auch gewisse Diskrepanzen auf. So beanspruchen in den meisten Studienfachbereichen Informatik-Anwenderkenntnisse und z. T. auch Informatik-Programmierkenntnisse eine gewisse Wichtigkeit, die Studierenden schätzen allerdings ihre diesbezüglichen Kenntnisse zum Zeitpunkt der Maturität immer noch deutlich tiefer ein, obwohl sie ihre diesbezüglichen Kenntnisse im Vergleich zu Studierenden nach alter Maturitätsordnung höher einschätzen.
  • Schliesslich fällt in dieser Untersuchung wieder auf, wie wenig in der Schweiz die Mehrsprachigkeit als Ressource dieses Landes genutzt wird. Es entscheiden sich nur wenige Studierende dazu, in einer anderen Sprachregion zu studieren. Die Sprache ist im Durchschnitt sogar der wichtigste Grund für die Wahl der Universität. Andererseits haben in allen Studienfachbereichen die Fremdsprachenkenntnisse ausser den Englischkenntnissen keine grosse Bedeutung.
Von Philipp Notter, Claudia Arnold im Buch Der Übergang ins Studium II (2006)

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Personen
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Claudia Arnold, Christine Bieri Buschor, Esther Forrer, Urs Grob, Katharina Maag Merki, Philipp Notter

Fragen
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Welche Ausbildung wird in der Informationsgesellschaft benötigt?

Begriffe
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Bologna-Reform, Gruppenarbeitgroup work, Gymnasium, Informatikcomputer science, Kompetenzcompetence, Lernenlearning, Schuleschool, SchweizSwitzerland, Sekundarstufe II, Sprachelanguage, Studienfachwahl, Überfachliche Kompetenzen, Wissen
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Bücher
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
2001Überfachliche Kompetenzen (Urs Grob, Katharina Maag Merki) 3, 2, 1, 2, 4, 1, 3, 2, 4, 3, 3, 694061520
2003Der Übergang ins Studium (Philipp Notter, Claudia Arnold) 5400
2005  Cool, kompetent und kein bisschen weise? (Christine Bieri Buschor, Esther Forrer) 8, 5, 4, 3, 3, 4, 4, 1, 5, 7, 3, 623161051
2006Lernort Gymnasium (Katharina Maag Merki) 7, 4, 3, 4, 2, 3, 4, 1, 2, 2, 3, 24102395

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iconZitate im Buch

Hinter dem Vergleich des durchschnittlich eingeschätzten Wissens und Könnens zum Zeitpunkt der Matura und der durchschnittlich eingeschätzten Wichtigkeit für das Studium in den ersten zwei Semestern steckt letztlich die Frage nach der Passung zwischen Mittelschule und Hochschule. Wenn man angesichts der eingangs aufgeführten Bedenken bezüglich der Vergleichbarkeit der beiden Skalen Vorsicht walten lässt und darum nur berücksichtigt, ob in den für den jeweiligen Fachbereich als wichtig erachteten Fächern auch das Können auf der positiven Seite eingeschätzt wird, so ist das fast durchwegs der Fall. Meistens ist in diesen Fächern eine ziemlich grosse Kongruenz zwischen eingeschätzter Wichtigkeit und Können festzustellen. Eine Ausnahme bildet Informatik-Anwendungen und zum Teil auch Informatik-Programmierung. Diesen Fächern wird in den meisten Fachbereichen mindestens eine mittlere Wichtigkeit zugesprochen, das eigene Können zum Zeitpunkt der Matura aber nur mittelmässig eingeschätzt. Zwar hat sich die Einschätzung des eigenen Könnens in Informatik-Anwendungen im Vergleich zu den Studierenden nach alter Maturitätsordnung der Erhebung 2002 deutlich erhöht, aber es bleibt immer noch eine klare Differenz zur eingeschätzten Wichtigkeit im Studium.
Von Philipp Notter, Claudia Arnold im Buch Der Übergang ins Studium II (2006) auf Seite 68

iconZitationsgraph

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconCo-zitierte Bücher

Didaktik der Informatik

bzw. einer informations- und kommunikationstechnologischen Bildung auf der Sekundarstufe II

(Franz Eberle) (1996)  

Der Übergang ins Studium

Bericht zu einem Projekt der Konferenz der Schweizerischen Gymnasialrektoren (KSGR) und der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS).

(Philipp Notter, Claudia Arnold) (2003)

iconVolltext dieses Dokuments

LokalAuf dem WWW Der Übergang ins Studium II: Gesamtes Buch als Volltext (lokal: PDF, 3077 kByte; WWW: Link OK 2017-06-28)

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Beat war Co-Leiter des ICT-Kompetenzzentrums TOP während er Dieses Buch ins Biblionetz aufgenommen hat. Die bisher letzte Bearbeitung erfolgte während seiner Zeit am Institut für Medien und Schule. Beat besitzt kein physisches, aber ein digitales Exemplar. Eine digitale Version ist auf dem Internet verfügbar (s.o.).

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