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Beats Biblionetz - Bücher

Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners

Gespräche für Skeptiker
Buchumschlag

iconEmpfehlungen

Beat Döbeli HoneggerEin wunderbares Buch! Meiner Meinung nach das beste, um die Gedanken von Heinz von Foerster und seiner Neugierologie kennen zu lernen.
Von Beat Döbeli Honegger, erfasst im Biblionetz am 21.12.1999

iconZusammenfassungen

How real is reality? Are our images of the world mere inventions, or does an external reality correspond to them? Is it possible to know truth? These are the questions that physicist and philosopher Heinz von Foerster and journalist Bernhard Poerksen debate about in their conversations. Together, they explore the borders of our capacity for knowledge. They discuss the seeming objectivity of our sensual perception, the consequences of "truth terrorism" and the connections between knowledge and ethics, sight and insight.
Von Klappentext im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998)
Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Sind unsere Weltbilder lediglich Erfindungen, oder entspricht ihnen eine äussere Realität? Ist Wahrheitserkenntnis möglich? Es sind diese Fragen, die der Physiker und Philosoph Heinz von Foerster und der Journalist Bernhard Pörksen in ihren Gesprächen debattieren. Gemeinsam erkunden sie die Grenzen unseres Erkenntnisvermögens, diskutieren die scheinbare Objektivität unserer Sinneswahrnehmung, die Folgen des Wahrheitsterrorismus und den Zusammenhang von Erkenntnis und Ethik, Sicht und Einsicht.
Von Klappentext im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998)

iconKapitel Unter den anklickbaren Kapiteln finden Sie Informationen über einzelne Teile des gewählten Werks.

iconDieses Buch erwähnt...


Personen
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Aristoteles, Gregory Bateson, Stafford Beer, Paul Feyerabend, Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld, Alfred Korzybski, Konrad Lorenz, Humberto R. Maturana, Warren McCulloch, Margaret Mead, Marvin Minsky, Adolf Muschg, John von Neumann, Gordon Pask, Walter Pitts, Karl R. Popper, Bertrand Russell, Oliver Sacks, Claude Shannon, George Spencer-Brown, Alan Turing, Paul Watzlawick, Alfred North Whitehead, Norbert Wiener, Ludwig Wittgenstein

Fragen
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Ist die Mathematik ein Erfinden oder ein Entdecken?
Können Computer denken?Can computers think?
Was ist die Aufgabe von Lehrenden?
Was ist eine Erklärung?What is an explanation?
Was ist Erkenntnis?
Was ist Kommunikation?What is communication?
Was ist Sprache?What is language?
Was ist Wahrnehmung?
Welche Art von Unternehmenskultur führt zum Erfolg?
Wer bin ich? / Was ist 'ich'?Who am I?

Aussagen
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02. Die Karte ist nicht das Territorium, und der Name nicht die benannte Sache
03. Es gibt keine objektive Erfahrung
Das Gehirn ist ein Computer.The brain is a computer
Der Empfänger definiert den Sinn der Botschaft.
Die Wirklichkeit ist ein Konstrukt des Gehirns.
Es gibt keine letzte WahrheitThere is no last truth
Konstruktivismus führt zu Verantwortung.constructivism leads to responsability
Naturgesetze sind Erfindungen.
Objektivität ist eine Machtfrageobjectivity is a question of power
Wahrheit bedeutet Krieg.Truth means war
Wahrnehmung ist ein Erfinden, nicht ein Entdecken.
Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen.

Begriffe
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Analogieanalogy, Autologik, Beobachterobserver, Beobachtungobservation, Bewusstseinconsciousness, Blinder Fleckblind spot, causa efficientis (Wirkursache), causa finalis (Zweckursache), circular questioningcircular questioning, Computercomputer, Denkenthinking, Ding an sich (Kant), Eigenwerteigen value, Epistemologie (Erkenntnistheorie)epistemology, Erfindeninvent, Erkennen, Erklärungexplanation, Erklärungsprinzipexplaining principle, Ethikethics, Ethik, implizite, Evolutionevolution, Freiheitfreedom, Gehirnbrain, Geist, Gesetze, Gesundheithealth, Heterarchie, Hierarchiehierarchy, Informationinformation, Informationstheorieinformation theory, Interaktion, Kausalität, Kommunikationcommunication, Konstruktivismusconstructivism, Kooperationcooperation, Krankheit, Kriegwar, kulturelle Prägung, Künstliche Intelligenz (KI / AI)artificial intelligence, Kybernetikcybernetics, Lebenlife, Lernenlearning, Machtpower, Management, Maschine, nichtrivialenontrivial machine, Maschine, trivialetrivial machine, Mathematikmathematics, Metaphysik, Nervensystemnervous system, Neuronneuron, Neuronales Netz, Objektobject, Objektivitätobjectivity, Ontologieontology, order from noiseorder from noise, Ordnungorder, Pädagogik / Erziehungswissenschaft, Parabel, Paradoxie, Psychotherapie, Schizophrenie, Schuleschool, Selbstorganisationself organisation, Sinnesorgan, Solipsismus, Sprachelanguage, Subjektsubject, Subjektivitätsubjectivity, Teleologie, Turing-Maschineturing machine, Turing-Testturing test, Ursachecause, Verantwortungresponsability, Verstehenunderstanding, Wahrheittruth, Wahrnehmungperception, Wertanomalie, Wirklichkeit, Wissen, Wissenschaftscience, Wunder, Zensur, Zirkularität
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Bücher
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
Science & Sanity (Alfred Korzybski) 3100
1925    Principia Mathematica (Alfred North Whitehead, Bertrand Russell) 3, 5, 2, 6, 2, 5, 3, 6, 3, 4, 3, 223827131
1969    Laws of Form (George Spencer-Brown) 3, 3, 4, 2, 3, 3, 6, 2, 3, 6, 7, 3391034467
1972    Ökologie des Geistes (Gregory Bateson) 19, 16, 12, 6, 9, 10, 11, 15, 9, 25, 10, 113102651117454
1974Cybernetics of Cybernetics (Heinz von Foerster) 2, 1, 2, 2, 4, 1, 2, 2, 9, 1, 3, 49143544
1985    Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte (Oliver Sacks) 9, 15, 15, 9, 17, 31, 19, 14, 5, 24, 4, 62144616747
1993  KybernEthik (Heinz von Foerster) 12, 8, 18, 6, 9, 12, 14, 12, 8, 20, 16, 925177912485
1993  Wissen und Gewissen (Heinz von Foerster) 12, 6, 16, 9, 15, 7, 15, 10, 13, 18, 9, 688296619304
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Texte
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
1972Metalog: Was ist ein Instinkt ? (Gregory Bateson) 14, 11, 14, 5, 2, 5, 5, 1, 2, 6, 4, 211825354

Zitate
Krankheit ist die gesunde Reaktion an der Norm zu verzweifeln. (Adolf Muschg)
Draw a distinction and a universe comes into being. (George Spencer-Brown)
The map is not the territory. (Alfred Korzybski)

iconDieses Buch erwähnt nicht... Eine statistisch erstelle Liste von nicht erwähnten (oder zumindest nicht erfassten) Begriffen, die aufgrund der erwähnten Begriffe eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, erwähnt zu werden.

iconZitate im Buch

Heinz von FoersterTests test tests.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 67
Heinz von FoersterAlles ist ein Wunder.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 63
Heinz von FoersterWir sehen nicht, dass wir nicht sehen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Kybernetik auf Seite 117
Heinz von FoersterWahrheit ist [...] die Erfindung eines Lügners.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 29
Heinz von FoersterDie Welt enthält keine Information, sie ist wie sie ist.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Kommunikation auf Seite 98
Heinz von FoersterDie ganze Welt ist, so behaupte ich, eine nichttriviale Maschine.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 57
Heinz von FoersterEin gutes Zeugnis ist ein Beleg für eine geglückte Trivialisierung.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 68
Heinz von FoersterDer Hörer, nicht der Sprecher, bestimmt die Bedeutung einer Aussage.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Kommunikation auf Seite 100
Heinz von FoersterMeine Auffassung ist, dass man nie wissen kann, was der Schüler weiss.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 67
Heinz von FoersterMeine Lehre ist, so möchte ich hinzufügen, dass man keine Lehre akzeptieren soll
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erkenntnis und Ethik auf Seite 163
Heinz von FoersterWer von Wahrheit spricht, macht den anderen direkt oder indirekt zu einem Lügner.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 29
Heinz von FoersterFür mich hat jede Definition eine grundsätzliche Schwäche: Sie schliesst aus, sie begrenzt.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Kybernetik auf Seite 105
Heinz von FoersterMein Ziel ist es, eher die Eigenverantwortung und die Individualität des einzelnen zu betonen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 34
Heinz von FoersterMan muss sich einfach klarmachen, dass jede Vorstellung von einem Gesetz eine hemmende Wirkung besitzt.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 49
Heinz von FoersterSchon von Ludwig Wittgenstein wissen wir, dass der Glaube an den Kausalnexus ein moderner Aberglaube ist.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 47
Heinz von FoersterWenn der Begriff der Wahrheit überhaupt nicht mehr vorkäme, könnten wir vermutlich alle friedlich miteinander leben.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 32
Heinz von FoersterWäre es nicht möglich, so denke ich manchmal, den Verweis auf die Wahrheit durch die Idee des Vertrauens zu ersetzen?
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 34
Heinz von FoersterAber nur die Fragen, so lautet mein metaphysisches Prinzip, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erkenntnis und Ethik auf Seite 160
Heinz von FoersterDie Welt als eine Erfindung aufzufassen, heisst, sich als ihren Erzeuger zu begreifen; es entsteht Verantwortung für ihre Existenz.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Biologie der Wahrnehmung auf Seite 28
Heinz von FoersterDie Suche nach einer Definition freut mich nicht besonders, da auf diese Weise stets eine konzeptionelle Grenze ins Leben gerufen wird.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Kybernetik auf Seite 105
Heinz von FoersterIch habe überhaupt keine Erkenntnistheorie, sondern ich staune, ich lasse mich von der Welt faszinieren - und versuche, sie zu verstehen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Die Gefahr des Etiketts auf Seite 43
Heinz von FoersterAufgabe der Pädagogik: Enttrivialisierung, auf andere Antworten aufmerksam machen, zu einer Vielfalt der Lösungen und Sichtweisen anregen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 67
Heinz von FoersterEine die Verantwortung sichtbar machende Formulierung müsste lauten: 'Es ist so, wie Du es sagst.' und nicht: 'Ich sage es, weil es so ist."
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 50
Heinz von FoersterMich beschäftigt nicht irgendeine Epistemologie, sondern meine gesamte Erkenntnistheorie ist eigentlich, wenn man so will, eine Neugierologie.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Die Gefahr des Etiketts auf Seite 43
Heinz von FoersterMit diesem so beliebten Gesellschaftsspiel, die eigene Verantwortung irgendwie wieder loszuwerden, möchte ich ausdrücklich nichts zu tun haben.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Management auf Seite 94
Heinz von FoersterIch möchte darauf hinweisen, dass ich nicht so sehr ein expliziter Erkenntnistheoretiker bin, sondern ein Mensch, der nach seinem eigenen Gewissen handelt.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erkenntnis und Ethik auf Seite 153
Heinz von FoersterMein Ziel ist es, den grossen Worten zu entgehen, überall Löcher in diese Wortballons zu pieksen und auch zu einer Skepsis gegenüber dem Konstruktivismus zu inspirieren.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Die Gefahr des Etiketts auf Seite 44
Heinz von FoersterIn dem Moment, in dem man von Wahrheit spricht, entsteht ein Politikum, und es kommt der Versuch ins Spiel, andere Auffassungen zu dominieren und andere Menschen zu beherrschen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 32
Heinz von FoersterDie Referenz auf die Aussenwelt und das Gegebene lässt sich, so behaupte ich, wunderbar verwenden, um die eigene Verantwortung zu eliminieren. Das ist der tiefe Schrecken der Ontologie.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Biologie der Wahrnehmung auf Seite 25
Heinz von FoersterDie übliche Vorstellung von einem Lehrer ist, dass er alles weiss - und die Kinder, die Schüler, nichts wissen. Lernen wäre demnach als die schrittweise Beseitigung von Unwissen zu begreifen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 69
Heinz von FoersterWorauf es ankommt ist, dass ethische Fragen nicht zurückgelehnt im Lehnstuhl besprochen werden können; sie ergeben sich in einer konkreten Situation, sie sind nicht abgehoben und losgelöst debattierbar.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erkenntnis und Ethik auf Seite 154
Heinz von FoersterWenn jemand von Gesundheit spricht, wenn das Wort Therapie oder unter den Anhängern eines New Age der Begriff der Heilung auftaucht, wird sofort die Idee der Krankheit eingeführt und der andere implizit pathologisiert.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Psychotherapie auf Seite 78
Heinz von FoersterMeine Vorstellung ist dagegen, dass das Wissen von einem Menschen selbst generiert wird und es im wesentlichen darauf ankommt, die Umstände herzustellen, in denen diese Prozesse der Generierung und Kreation möglich werden.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 70
Heinz von FoersterAber [...] [es] ist nicht mein Problem, wenn ein anderer sich in die Blindheit gegenüber der Vielzahl der Möglichkeiten flüchtet, damit muss dieser Mensch selbst fertig werden. Ich würde niemals versuchen, ihn zu überzeugen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 35
Heinz von FoersterDer Begriff der Wahrheit ist, wenn man es genau nimmt, ein Chamäleon der Philosophiegeschichte mit einer - je nach Benutzer - immer etwas anderen Färbung- Bei Descartes hat das Wort Flecken, bei Kant Streifen, bei Schopenhauer Punkte.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 29
Heinz von FoersterWissen lässt sich nicht vermitteln, es lässt sich nicht als eine Art Gegenstand, eine Sache oder ein Ding begreifen, das man - wie Zucker, Zigaretten, Kaffee - von A nach B transferieren kann, um in einem Organismus eine bestimmte Wirkung zu erzeugen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 70
Heinz von FoersterMein Ziel ist es vielmehr, den Begriff der Wahrheit selbst zum Verschwinden zu bringen, weil sich seine Verwendung auf eine entsetzliche Weise auswirkt. Er erzeugt die Lüge, er trennt die Menschen in jene, die recht haben, und jene, die - so heisst es - im Unrecht sind.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 29
Heinz von FoersterMein Wunsch wäre es, meine Sprache so zu beherrschen, dass Ethik in jedem Dialog - ganz gleich ob es um Politik, Wissenschaft, Poesie oder was auch immer geht - implizit bleibt, so dass ich, wenn ich einen bestimmten Satz gesagt habe, immer noch ein anständiger Mensch bin.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 40
Heinz von FoersterNehmen Sie nur die Frage: Was ist Sprache? In dem Moment in dem man diese Frage stellt, wird Sprache erzeugt. Sprache läßt sich nicht ontologisch und mit dem Hinweis auf irgendein merkwürdiges Organ, von dessen Existenz der Linguist Noam Chomsky ausgeht, erklären, sondern nur ontogenetisch. Sprache ist nicht, sie geschieht.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Kybernetik auf Seite 121
Heinz von FoersterIch möchte den Glauben an [...] [die] absolute Gültigkeit [von Gesetzen] irritieren. Sie möchten wissen, dass es eine Zeit in meinem Leben gab, in der die Gesetze so komplett wahnsinnig waren, dass man einfach hätte sagen müssen: Diese widerlichen Gesetze müssen weg, sie passen nicht zu einem menschlichen Miteinander, die Gesetzgeber gehören eingesperrt.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 49
Heinz von FoersterMeine Auffassung ist in der Tat, dass die Rede von der Wahrheit katastrophale Folgen hat und die Einheit der Menschheit zerstört. Der Begriff bedeutet - man denke nur an die Kreuzzüge, die endlosen Glaubenskämpfe und die grauenhaften Spielformen der Inquisition - Krieg. Man muss daran erinnern, wie viele Millionen von Menschen verstümmelt, gefoltert und verbrannt worden sind, um die Wahrheitsidee gewalttätig durchzusetzen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 30
Heinz von FoersterWenn wir uns [...] als die Erfinder und Erzeuger unsrer Umwelt verstehen, dann existiert das Problem der Anpassung überhaupt nicht. Es verschwindet. Denn man kann doch nicht etwas erfinden, was man nicht erfinden kann und was nicht zu einem passt. Also sind wir immer und in jedem Fall angepasst. Und diese Einsicht ist es, die, so meine ich, den Menschen näher zum Menschen bringt: Er wird zum Vater oder zur Mutter aller Dinge und aller Erscheinungen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Biologie der Wahrnehmung auf Seite 24
Heinz von FoersterIch will noch einmal betonen, dass ich im Grunde genommen aus der gesamten Diskussion über Wahrheit und Lüge, Subjektivität und Objektivität aussteigen will. Diese Kategorien stören die Beziehung von Mensch zu Mensch, sie erzeugen ein Klima, in dem andere überredet, bekehrt und gezwungen werden. Es entsteht Feindschaft. Man sollte diese Begriffe einfach nicht mehr verwenden, da sie, so behaupte ich, durch blosse Erwähnung und auch durch die Verneinung oder Ablehnung am Leben erhalten werden.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Facetten der Wahrheit auf Seite 32
Heinz von FoersterOb jemand, der einen Psychotherapeuten aufsucht, krank ist oder gesund - wer weiss das schon? Sicher ist doch lediglich, dass dieser Mensch an seinem Unglück leidet. Er kommt, um Hilfe zu suchen, nicht um geheilt zu werden. Und die Trauer über die eigene Verfassung oder den Zustand der Welt ist nicht notwendigerweise pathologisch, sondern womöglich viel eher ein Zeichen mentaler Gesundheit: Man merkt, dass irgend etwas nicht stimmt, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass es einen guten Grund gibt, um traurig zu sein.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Psychotherapie auf Seite 78
Heinz von FoersterIch fände es angenehmer, wenn man mir zuhören würde, ohne mich mit irgendeiner Vokabel festzunageln, ohne gleich zu etikettieren: Heinz von Foerster, das ist ein Konstruktivist! Und das sind die Leute, die glauben, dass alles Illusion ist, dass in der Welt keine wirklichen Gegenstände herumkugeln. Mir würde es eher gefallen, wenn man sich fragen würde: wer ist dieser Heinz von Foerster? Natürlich ist er verrückt, das ist schon klar. Aber wer ist er? Was möchte er sagen? In dem Moment, in dem der andere sich diese Fragen stellt, beginnt er zuzuhören. Unser Gespräch bekommt eine Basis. Und der Tanz des gemeinsamen Dialogs kann beginnen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Die Gefahr des Etiketts auf Seite 45
Heinz von FoersterDenken Sie nur an den gesellschaftlichen Umgang mit Kindern, die sich - zu unserem Schrecken - vielfach auf eine nichttriviale Weise verhalten. Man fragt ein Kind: "Was ist zwei mal zwei?" Und es sagt: "Grün!" Eine solche Antwort ist auf eine geniale Weise unberechenbar, aber sie scheint uns unzulässig, sie verletzt unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Berechenbarkeit. Dieses Kind ist noch kein berechenbarer Staatsbürger, und vielleicht wird es eines Tages nicht einmal unseren Gesetzen folgen. Die Konsequenz ist, daß wir es in eine Trivialisationsanstalt schicken, die man offiziell als Schule bezeichnet. Und auf diese Weise verwandeln wir dieses Kind Schritt für Schritt in eine triviale Maschine, das unsere Frage "Was ist zwei mal zwei?" auf immer dieselbe Weise beantwortet.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 55

iconZitationsgraph

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconCo-zitierte Bücher

Buchcover

Wissen und Gewissen

Versuch einer Brücke

(Heinz von Foerster) (1993)  
Buchcover

Was ist erkennen?

Die Welt entsteht im Auge des Betrachters

(Humberto R. Maturana) (1994)  
Buchcover

Sicht und Einsicht

Versuche zu einer operativen Erkenntnistheorie

(Heinz von Foerster) (1985)    
Buchcover

Sprache - Denken - Wirklichkeit

Beiträge zur Metalinguistik und Sprachphilosophie

Language, Thought and Reality

(Benjamin Lee Whorf) (1956)  

A logical calculus of the ideas immanent in nervous activity

( Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt Warren McCulloch, Walter Pitts) (1943)

Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen

Heinz von Foerster: Ein Portrait des Mitbegründers der Kybernetik

( Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt Heinz von Foerster, Hermann Rotermund) (1998)  
Buchcover

Konstruktivismus und Kognitionswissenschaft

(Albert Müller, Friedrich Stadler, Karl H. Müller) (1997)  
Buchcover

Abschied vom Absoluten

Gespräche zum Konstruktivismus

Abschied vom Absoluten

(Bernhard Pörksen) (2001)    
Buchcover

Meine Psychose, mein Fahrrad und ich

Zur Selbstorganisation der Verrücktheit

(Fritz B. Simon) (1990)

iconVolltext dieses Dokuments

LokalWahrheit ist die Erfindung eines Lügners: Gesamtes Buch als Volltext (lokal: PDF, 1367 kByte)

iconExterne Links

Auf dem WWW Interview mit Heinz von Foerster: Ausschnitte aus dem Buch 'Wahrheit ist die Erfindung eines Luegners' ( WWW: Link OK 2016-01-11)

iconStandorte Eine Liste von Orten, wo das Objekt physisch vorhanden ist.

Beat ( 10.05.1998)

iconBibliographisches Hier finden Sie Angaben um das gewählte Werk zu kaufen oder in einer Bibliothek auszuleihen.

    Titel  Bez.VerlagAuflageJahrISBN
Bestellen bei Amazon.deBestellen bei libri.deBei einer Nebis-Bibliohek ausleihenWahrheit ist die Erfindung eines LügnersDPaperback-Carl-Auer-Systeme Verlag-19983896700960
Bestellen bei Amazon.deBestellen bei libri.deBuy it now!Bei einer Nebis-Bibliohek ausleihenUnderstanding SystemsE--Carl-Auer-Systeme Verlag-20023896702343
Bestellen bei Amazon.deBestellen bei libri.deBei einer Nebis-Bibliohek ausleihenLa verità è l'invenzione di un bugiardoI----20018883531132

iconBeat und Dieses Buch

Beat hat Dieses Buch vor seiner Dissertation ins Biblionetz aufgenommen. Die bisher letzte Bearbeitung erfolgte während seiner Zeit am Institut für Medien und Schule. Beat besitzt ein physisches und ein digitales Exemplar. (das er aber aus Urheberrechtsgründen nicht einfach weitergeben darf). Aufgrund der vielen Verknüpfungen im Biblionetz scheint er sich intensiver damit befasst zu haben.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

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