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Beats Biblionetz - Begriffe

Medienerziehung

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconDefinitionen

Dieter BaackeMedienerziehung beschäftigt sich damit, wie ein sinnvoller Umgang mit Medien heute auszusehen habe und wie dieser Heranwachsenden zu vermitteln sei.
Von Dieter Baacke im Buch Medienpädagogik (1997) im Text Die Vermessung des Feldes auf Seite 4
Ein Ziel der Medienerziehung ist es, die Schülerinnen und Schüler mit den Techniken der verschiedenen Medien vertraut zu machen. Vor allem sollen die Schülerinnen und Schüler aber die Wirkungsmöglichkeiten der Medien kennen und mit diesen umgehen lernen.
im Buch Lehrplan Volksschule Kanton Solothurn (1992) im Text Leitideen
Thomas MerzMit Medienerziehung wird der Unterricht bezeichnet, der die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern soll. Sie beschränkt sich traditionellerweise auf den Umgang mit Massenmedien und schliesst damit den Computer aus. Eine Beschränkung auf traditionelle Massenmedien ist heute jedoch weder sinnvoll, noch praktikabel. Zeitgemässer Unterricht im Bereich der Medien muss zwingend auch neue Informations- und Kommunikationstechnologien einschliessen. Dies wird mit dem neuen Begriff «Medienbildung» deutlich gemacht. Medienbildung ist also Medienerziehung unter Einschluss des Computers.
Von Thomas Merz im Text Medienbildung - Medien und ICT (2004)
Volker FrederkingAxel KrommerMedienerziehung betrifft v. a. angeleitete Prozesse in pädagogischen Settings, klammert also die außerschulische Mediensozialisation aus. Medienerziehung richtet sich auf die Inhalte, Strukturen und Nutzungsmechanismen von Medienangeboten (z. B. Werbespots, Casting Shows, Computerspiele) und Kommunikationsformen (z. B. Chat, WhatsApp) und deren Bedeutung für den zu erziehenden Menschen. Im engen Zusammenhang damit steht Medienkompetenz als „Bereitschaft und Fähigkeit [...] in Medieienzusamamenlhängen ! Gerecht, selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich zu handelln" (Tuloziecki 2015, S. 210).
Von Volker Frederking, Axel Krommer, Klaus Maiwald im Buch Mediendidaktik Deutsch (2018) im Text Medienpädagogik aus deutschdidaktischer Sicht auf Seite 65
Dominik PetkoMedienerziehung beschäftigt sich damit, wie Kinder in der Bewältigung ihrer alltäglichen medialen Lebenswelt begleitet und unterstützt werden können. Dabei nimmt Medienerziehung traditionell vor allem eine kritische Perspektive zu Medien und ihren möglichen gesellschaftlichen und personalen Auswirkungen ein. Die Medienerziehung hat sich im Laufe der letzten 150 Jahre grundlegend gewandelt. Während sie in ihren Anfängen auf eine Abschirmung der Kinder und Jugendlichen vor vermeintlich schädlichen Einflüssen zielte (die «Bewahrpädagogik» wandte sich gegen Schundliteratur, Comics, anzügliche oder gewalttätige Filme etc.), geht es heute um eine handelnde Auseinandersetzung mit Medien, um eine sinnvolle Auswahl, Nutzung, Gestaltung und Kritik von Medienprodukten mit der Zielvorstellung der Medienkompetenz.
Von Dominik Petko im Buch educaguide Didaktik (2007) im Text Grundbegriffe
Thomas BaumannDer Begriff Medienerziehung wird in der Literatur auch als Medienpädagogik im engeren Sinn definiert. Die Medienerziehung befasst sich mit den Medien-vorwiegend den Massenmedien, aber auch mit Unterrichtsmedien. Ihr Ziel ist es, Menschen "zu einem bewussten, reflektierten, kritischen, d.h. sozial erwünschten Umgang mit den Medien zu erziehen" (Issing 1988, S. 25). Dieses Ziel soll einerseits erreicht werden durch die "Vermittlung von Kenntnissen und Einsichten in die Bedingungen und Faktoren von Kommunikationsprozessen, besonders von Massenmedien und andererseits durch die Ermöglichung praktischer Erfahrungen in der Artikulation von Interessen der Edukanden" (Issing 1988, S. 25). Der Handlungsraum der Medienerziehung umfasst die Jugendarbeit, die Berufsbildung, die Hochschule und die Erwachsenenbildung und ist somit nicht beschränkt auf die Erziehung im Elternhaus und in der Schule. Grundlage für die Medienerziehung sind die Medienkunde und die Medienforschung. Es steht ausser Frage, dass hierbei die normativen Positionen und die Legitimation vielfältiger Art eine grundlegende Rolle spielen.
Von Thomas Baumann im Buch Medienpädagogik, Internet und eLearning (2005) im Text Medienpädgogik - Eine Bestandesaufnahme auf Seite 29

iconBemerkungen

Wenig verbieten, viel begleiten und vor allem da sein, wenn Fehler passieren.
Von Bianca Fritz in der Zeitschrift Fritz & Fränzi 8/2015 im Text Generation Smartphone (2015)
Anton ReiterDie Medienerziehung kann ihre "hoch gesteckten" Ziele nur erfüllen, wenn sie von angemessener informatischer Bildung in Form eines systematischen Informatikunterrichts begleitet wird.
Von Anton Reiter im Buch Schulinformatik in Österreich (2003) im Text Eine Standortbestimmung der Schulinformatik

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Medienpädagogik, Mediendidaktik, Medienbildung, Medienkompetenz/media literacymedia literacy, Medienmedia

iconRelevante Personen

iconHäufig erwähnende Personen

iconHäufig co-zitierte Personen

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

iconBlahfasel-Generator (Beta)

Der Leuchtturm Medienerziehung - beeinflusst von Wolf-Rüdiger Wagner
"Medienerziehung" ist zu einem Leitbegriff des 21. Jahrhunderts geworden. Eine sachliche Dokumentation erscheint wichtig.
Im Jahr 1982 wurde der Begriff zum ersten Mal beschrieben. Wer erinnert sich noch genau an diese Zeiten? Oft wird Heinz Moser zum Thema Medienerziehung zitiert. Gerhard Tulodziecki wird aber ebenfalls oft genannt.
Ein Blick auf die Begriffsgenese ist hilfreich. Die neuste einigermassen bekannte Definition des Begriffs von Volker Frederking, Axel Krommer, Klaus Maiwald aus dem Jahr 2018 lautet: "Medienerziehung betrifft v. a. angeleitete Prozesse in pädagogischen Settings, klammert also die außerschulische Mediensozialisation aus. Medienerziehung richtet sich auf die Inhalte, Strukturen und Nutzungsmechanismen von Medienangeboten (z. B. Werbespots, Casting Shows, Computerspiele) und Kommunikationsformen (z. B. Chat, WhatsApp) und deren Bedeutung für den zu erziehenden Menschen. Im engen Zusammenhang damit steht Medienkompetenz als „Bereitschaft und Fähigkeit [...] in Medieienzusamamenlhängen ! Gerecht, selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich zu handelln" (Tuloziecki 2015, S. 210)."Zu vergleichen ist dies nun mit der Definition von Dominik Petko (2007) : "Medienerziehung beschäftigt sich damit, wie Kinder in der Bewältigung ihrer alltäglichen medialen Lebenswelt begleitet und unterstützt werden können. Dabei nimmt Medienerziehung traditionell vor allem eine kritische Perspektive zu Medien und ihren möglichen gesellschaftlichen und personalen Auswirkungen ein. Die Medienerziehung hat sich im Laufe der letzten 150 Jahre grundlegend gewandelt. Während sie in ihren Anfängen auf eine Abschirmung der Kinder und Jugendlichen vor vermeintlich schädlichen Einflüssen zielte (die «Bewahrpädagogik» wandte sich gegen Schundliteratur, Comics, anzügliche oder gewalttätige Filme etc.), geht es heute um eine handelnde Auseinandersetzung mit Medien, um eine sinnvolle Auswahl, Nutzung, Gestaltung und Kritik von Medienprodukten mit der Zielvorstellung der Medienkompetenz.". Unübersehbar sind hier verbindende und trennende Aspekte. ...

icon2 Einträge in Beats Blog

iconZitationsgraph

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icon115 Erwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

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