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Beats Biblionetz - Begriffe

Plattformen

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconSynonyme

Plattformen, platform

iconDefinitionen

PlattformkapitalismusAuf der allgemeinsten Ebene sind Plattformen digitale Infrastrukturen, die zwei oder mehr Gruppen ermöglichen, zu interagieren.
Von Nick Srnicek im Buch Plattformkapitalismus (2016) auf Seite  33
Die Macht der PlattformenPlattformen sind erwartete Vorselektionen potentieller Verbindungen, die unerwartete Anschlussselektionen konkreter Verbindungen wahrscheinlicher machen.
Von Michael Seemann im Buch Die Macht der Plattformen (2021) im Text Was ist eine Plattform?
Andrew McAfeeErik BrynjolfssonPlattformen sind Online-Umgebungen, welche die wirtschaftlichen Vorteile des „kostenlos, perfekt und sofort" nutzen. Genauer gesagt kann eine Plattform als eine digitale Umgebung charakterisiert werden, deren Marginalkosten* für den Zugang, die Reproduktion und die Verteilung sich nahezu auf null belaufen.
Von Andrew McAfee, Erik Brynjolfsson im Buch Machine Platform Crowd (2017) im Text Der Preis der technologischen Revolution auf Seite  163

iconBemerkungen

Die Macht der PlattformenEgal auf welcher Plattform Diensteplattformen aufsetzen, ob Web, Smartphone oder was auch immer kommen mag: Für ein funktionierendes Geschäftsmodell brauchen sie Level-II-Kontrolle. Sie stehen vor dem Trade-off: Offenheit hilft ihnen beim Wachsen, doch Offenheit verhindert auch das Geldverdienen.
Von Michael Seemann im Buch Die Macht der Plattformen (2021) im Text Was ist eine Plattform?
Die Macht der PlattformenErst nach dem Zusammenbruch der New Economy entwickeln die Wirtschaftswissenschaften eine eigene Plattformtheorie: 2003 formulieren Jean-Charles Rochet und Jean Tirole von der Universität Toulouse in einem bahnbrechenden Paper die Theorie der »zweiseitigen Märkte«. Die Idee dahinter: Eine Plattform ist ein Geschäftsmodell, das zwei (oder mehr) unterschiedliche Interessengruppen zusammenbringt wie auf einem Markt. Nur wird dieser Markt durch ein Unternehmen kontrolliert, das auch seine Strukturen vorgibt.
Von Michael Seemann im Buch Die Macht der Plattformen (2021) im Text Was ist eine Plattform?
Die Macht der PlattformenTarleton Gillespie hatte allerdings schon 2010 darauf aufmerksam gemacht, dass die unkritische Übernahme des Begriffs »Plattform« bereits der Macht der Plattformen zuträglich ist.21 Er sieht in ihm eine strategische Selbstbeschreibung der Tech-Unternehmen als unparteiische, »neutrale« Intermediäre, die so versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen für alles, was auf ihnen passiert. Die Aneignung des Plattformbegriffs kommt ihren Geschäftsinteressen zugute und verschleiert die Macht, die sie eigentlich über alle Vorgänge auf der Plattform haben.
Von Michael Seemann im Buch Die Macht der Plattformen (2021) im Text Was ist eine Plattform?
Andrew McAfeeErik BrynjolfssonDas Internet ist natürlich die Plattform, die uns am vertrautesten ist und die für die bereits erwähnten industriellen Disruptionen verantwortlich ist. In gewissem Sinn ist es eine Plattform der Platt- formen. Diese Beispiele werfen ein Schlaglicht auf ein wichtiges Merkmal von Plattformen: Oft bauen diese aufeinander auf. Das World Wide Web zum Beispiel ist eine einfach zu navigierende Multimediaplattform, die auf dem originalen Informationstransferprotokoll des Internets aufbaut. Diese Protokolle gibt es schon seit Jahrzehnten, aber bevor Sir Tim Berners-Lee das Web erfunden hat, war es hauptsächlich eine Plattform für Computernerds.
Von Andrew McAfee, Erik Brynjolfsson im Buch Machine Platform Crowd (2017) im Text Der Preis der technologischen Revolution
Die Macht der PlattformenZudem ist zu fragen, ob wir notwendigerweise Plattformen brauchen, um zu interagieren. Das können wir schließlich immer und überall. Die eigentliche Leistung von Plattformen besteht darin, eine Infrastruktur bereitzustellen, die vorstrukturiert, wer mit wem interagiert. Es geht also um eine Auswahl. Im Sinne des ökonomischen Verständnisses der Plattform als Matchmaker will ich ja vor allem genau mit dem Teilnehmer verbunden werden, der meine derzeitigen Bedürfnisse am besten befriedigt: Zeige mir nur die Uber-Fahrer*innen, die in der Nähe sind, zeige mir nur Websites, die relevant sind. Auch Plattformen im technischen Sinne vereinfachen die Auswahl, indem sie sie überhaupt erst möglich machen: Die Generativität eines PCs führt im besten Fall dazu, dass für das System eine große Auswahl von Software zur Verfügung steht. Auch hier geht es also um Auswahl.
Von Michael Seemann im Buch Die Macht der Plattformen (2021) im Text Was ist eine Plattform?

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Uber, Digital Services Act (DSA), Netzwerkeffekte, amazon, Instagram
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Verwandte Aussagen
Plattformen können zu einem Lock-In-Effekt führen

iconRelevante Personen

Michael Seemann Michael
Seemann

iconHäufig erwähnende Personen

Michael Seemann Michael
Seemann
Andrew McAfee Andrew
McAfee
Erik Brynjolfsson Erik
Brynjolfsson

iconHäufig co-zitierte Personen

Geert Lovink Geert
Lovink
Pit Schultz Pit
Schultz
Katharina A. Zweig Katharina A.
Zweig
Nick Srnicek Nick
Srnicek
Pedro Domingos Pedro
Domingos
Michael Seemann Michael
Seemann

iconStatistisches Begriffsnetz  Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

iconZitationsgraph

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iconZeitleiste

icon34 Erwähnungen  Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen  Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

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