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Beats Biblionetz - Aussagen

Computerräume in Schulen sind nicht mehr zeitgemäss.

iconBemerkungen

Elliot SolowayCathleen NorrisAs long as computer labs are down the hallway and up the stairs, teachers will consider them irrelevant to learning and teaching.
Von Elliot Soloway, Cathleen Norris, Phyllis Blumenfeld, Barry Fishman, Joseph Krajcik, Ron Marx im Text Handheld Devices are Ready-at-Hand (2001)
Elliot SolowayCathleen NorrisBottom line: it’s unreasonable to expect computers to have a positive impact on learning and teaching if students and teachers have limited access to them.
Von Elliot Soloway, Cathleen Norris, Phyllis Blumenfeld, Barry Fishman, Joseph Krajcik, Ron Marx im Text Handheld Devices are Ready-at-Hand (2001)
Andreas BreiterStefan WellingBjörn Eric Stolpmannder Zugang zum Computerraum korreliert nur sehr schwach mit der Mediennutzung, was darin begründet sein kann, dass der Unterricht im Computerraum trotz Zugang meist geplant werden muss, während die digitalen Medien im eigenen Klassen- oder Fachraum spontaner eingesetzt werden können.
Von Andreas Breiter, Stefan Welling, Björn Eric Stolpmann im Buch Medienkompetenz in der Schule (2010) im Text Infrastrukturelle Voraussetzungen und Unterstützungssysteme auf Seite 175
Meiner Ansicht nach braucht es an Schulen nur noch einen fixen PC-Raum und iPads. Damit kann alles abgedeckt werden. Notebooks müssen, meine ich, nicht mehr erneuert werden. Auf längere Sicht braucht es nur noch iPads, und zwar für jeden Schüler eines mit einer vorgegebenen App-Kollektion.
Von Andres Streiff, Christoph Grau im Text "Die fehlende Ausbildung der Lehrpersonen ist ein Bremsklotz" (2015)
Iwan SchrackmannNur wenn die Geräte immer griffbereit sind, werden sie zu einem integrierten Teil des alltäglichen Unterrichts in (fast) allen Fächern. Dementsprechend wurde den Primarschulen nicht empfohlen, Computerräume einzurichten, was meistens aufgrund der fehlenden Räume auch gar nicht möglich gewesen wäre.
Von Iwan Schrackmann im Text Computer an der Volksschule des Kantons Schwyz (2009) auf Seite 12
The problem with having computers sequestered in labs is that teachers don’t appear to make use of them as frequently. We found that teachers with five or more classroom computers are more likely to give frequent computer assignments than are teachers with access to computer labs with 15 or more computers.
Von Henry Becker im Text Teachers and Technology (2000)
Beat Döbeli HoneggerMichael NäfAuf allen Schulstufen, aber insbesondere in der Primarschule wird vom Nutzungsmodell Computerraum abgesehen. Ein besonderer Raum, der zur Nutzung von Computern aufgesucht werden muss, behindert die Integration von ICT in den normalen Unterricht und stellt die Beschäftigung mit dem Computer in den Vordergrund.
Von Beat Döbeli Honegger, Michael Näf in der Broschüre Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) in der Primarschule (2004) auf Seite 23
The ideal structure for using computers in pursuit of academic learning may not be a computer lab of 15 to 30 computers, but instead an environment in which each classroom has a modest number of shared computers, say five to eight, that service a portion of the intellectual activity going on in that classroom.
Von Henry Becker im Text Teachers and Technology (2000)
Wenn digitale Medien flexibel im Unterricht eingesetzt werden sollen, dann müssen sie bei B edarf aus der Tasche genommen werden können, genauso wie Bücher, Hefte oder Zirkel und Lineal. Das Wechseln in einen Computerraum ist eine organisatorische Hürde, die den flexiblen Einsatz digitaler Medien erschwert oder unmöglich macht.
Von Christian Spannagel in der Zeitschrift Die digitale Gesellschaft im Text Digitale Medien in der Schule (2015)
Der 45-Minuten-Takt, die Tatsache, dass Computer meist in Computerräumen unter Verschluss sind oder auch nachmittags von Schülern nicht genutzt werden können sowie häufig fehlende Absprachen und gemeinsame Planungen verschiedener Fachlehrer erschweren sowohl handlungsorientiertere Lernformen als auch das sinnvolle Lernen mit neuen Medien.
Von Günter Dörr, Peter Strittmatter Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Information und Lernen mit Multimedia (1995) im Text Multimedia aus pädagogischer Sicht
The mere structure of the lab lent itself to being apart of any given lesson. Students were physically relocated from their classroom and required to use a completely different format than normal lessons. Depending on the instructor, they may have accompanied their class to the lab or they may have handed their students to the computer teacher on duty.
Von Kenneth Collura im Text Tablet Technology (2006) auf Seite 2
Der Lerncomputer ist nur dann sinnvoll, wenn er in permanenter Reichweite des Schülers ist; er muß also im Klassenraum stehen, und zwar in nötiger Anzahl, das heißt, jeder Schüler muß einen transportablen Laptop haben, den er auch mit nach Hause nehmen kann, oder immer zwei Schüler nutzen gemeinsam einen Computer, weil er im Rahmen von Partnerarbeit den optimalen Ertrag bringt.
Von Peter Struck im Buch Netzwerk Schule (1998) auf Seite 110
Werner HartmannDie Computerinfrastruktur vieler Schulen ist heute noch geprägt durch fest installierte PC-Arbeitsplätze in Computerarbeitsräumen. Der Nutzung im Unterricht sind damit nur schon aus organisatorischen Gründen enge Grenzen gesetzt. Genau wie bei der Telefonie geht der Trend auch bei den Computern hin zu mobilen Geräten. Der User geht nicht mehr zum Computer, sondern der Computer kommt zum User.
Von Werner Hartmann im Text Computer, Internet und Schulen in 20 Jahren (2008)
Heike SchaumburgBecker (2000) fand, dass ein wesentlicher Faktor für die Integration des Computers in den Unterricht der Standort der Geräte ist. In seiner Studie war die Wahrscheinlichkeit, dass Computer im Fachunterricht eingesetzt wurden, für Lehrer, die über fünf bis acht Computer im Klassenraum verfügten, doppelt so hoch wie für Lehrer, denen ein Computerraum mit 15 oder mehr Computern zur Verfügung stand.
Von Heike Schaumburg im Buch Konstruktivistischer Unterricht mit Laptops? (2002) im Text Unterrichtsveränderungen durch Computer?
Jeremy RoschelleRoy PeaA teacher must schedule lab use and move the class there (Becker, 1999). This practice guarantees occasional, supplemental computer use at best, a challenge to integrating it with other learning materials and activities in the classroom. Further, this limits the possible overall impact of computing in education: if an instructional resource is used infrequently, it is unlikely to have a large effect.
Von Jeremy Roschelle, Roy Pea im Text A walk on the WILD side (2002)
Der Unterricht im "Internet-Raum" oder im "Computer-Labor" stellt jedoch eine Ausnahmesituation dar und steht dem alltäglichen Unterricht im Weg. Aus zeitökonomischen Überlegungen heraus werden diese Räume nur genutzt, wenn es sinnvoll ist, dort mindestens eine Schulstunde zu verbringen. Eine spontane Recherche im Internet oder die Präsentation eines kurzen Medienclips sind immer mit einem Raumwechsel verbunden und daher kaum möglich.
Von Marc Lachmann, Dieter Pannen Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Text Multimedia zum Mitnehmen
Despite huge improvements in Computers, laboratories remain to this day the dominant response of schools to the challenge of technology. Most US schools now have a Computer lab. The problem is that the labs are "down the hall and once a week." Portable computing is all about liberation. It is about taking power away from the director of technology - the person who keeps the key to the school's Computer lab - and giving it, via unlimited access, to all staff and students.
Von Bob Johnstone im Buch Never Mind the Laptops (2003) auf Seite 5
Ein separates Sprachlabor ist ähnlich unergiebig wie ein separater Computerraum, der allen Klassen der Schule eine Stunde pro Woche zur Verfügung steht. Wenn man ihn gerade aktuell im Rahmen einer Unterrichtseinheit benötigt, kommt man nicht hinein, weil er durch eine andere Lerngruppe blockiert ist; außerdem steht er durchweg zu seiten zur Verfügung, weil er auf sämtliche Klassen der Schule aufgeteilt wird, und überdies sind die Wege vom Klassenräum zu ihm hin höchst unpraktisch.
Von Peter Struck im Buch Netzwerk Schule (1998) auf Seite 110
Joachim WedekindZentrale Lösungen (Computerlabore) bieten zwar Vorteile bei der Systemadministration und Ressourcenverwaltung, sind aber auf fachliche Anforderungen des Informatikunterrichts bzw. der informationstechnischen Grundbildung ausgerichtet und bieten erhebliche Einschränkungen bei der Nutzung im sonstigen Fachunterricht. Die Notwendigkeit der Raumbuchung, evtl. der vorherigen Installation erforderlicher Software und vielfach auch die Ausgestaltung der Rechnerräume stehen einer kurzfristigen Integration in ein (flexibles) Unterrichtskonzept entgegen.
Von Joachim Wedekind im Text Ganz oder gar nicht
Seymour PapertTrotz vieler Beispiele für solche ausgezeichnete Arbeit, muß man die Isolierung des Computers als eine Art Immunreaktion der Schule auf einen Fremdkörper ansehen; ob die Beteiligten sich nun darüber bewußt waren, was sie taten, oder nicht, es ist klar ersichtlich, daß die Logik des Prozesses darin bestand, den Eindringling auf die Linie der Schulmethoden zurückzubringen. Der Computer im Klassenzimmer unterwanderte die Aufspaltung des Wissens in Fächer; aus ihm wurde ein eigenes Fach gemacht. Er unterwanderte das Konzept des Lehrplans; man stellte einen eigenen Lehrplan für ihn auf.
Von Seymour Papert im Buch Revolution des Lernens (1993) im Text Schule: Wandel und Widerstand
Heike SchaumburgBirgit EickelmannDie Standortlösung Computerraum wird vielfach kritisch diskutiert, da diese einem situationsbezogenen Einsatz digitaler Medien im alltäglichen Unterrichtsgeschehen eher entgegensteht (vgl. u.a. Breiter, Welling & Stolpmann, 2010; Pelgrum, 2008). Aus der Sicht der schulischen Akteure wird vielfach auf die Notwendigkeit der Verfügbarkeit einer fl exiblen und spontanen Zugänglichkeit zu digitalen Medien hingewiesen, die unterrichtsnahen Standortkonzepten, wie etwa der Verfügbarkeit von Computern oder mobilen Endgeräten in den Klassen- und Fachräumen, Vorteile zuschreibt (vgl. u.a. Eickelmann, 2010).
Von Julia Gerick, Heike Schaumburg, Julia Kahnert, Birgit Eickelmann im Buch ICILS 2013 (2014) im Text Lehr- und Lernbedingungen des Erwerbs computer- und informationsbezogener Kompetenzen in den ICILS-2013-Teilnehmerländern auf Seite 150
Ludger HumbertIn der Unterrichtspraxis zeichnet sich ab, dass maximal 1/3 der Unterrichtszeit mit der aktiven Benutzung von Informatiksystemen durch die Schülerinnen und Schüler verbracht wird - dies entspricht für dreistündige Kurse ca. einer Unterrichtsstunde pro Woche. Dem Wunsch nach einem normalen Klassen- oder Kursraum steht an vielen Schulen die Praxis entgegen, dass Informatikkursen per se ein Informatikfachraum zugeordnet werden. Festzustellen ist: die freie Nutzfläche für andere (offenere) Formen des Unterrichts ist gegenüber einem üblichen Klassen- oder Kursraum in Informatikfachräumen typischerweise eingeschränkt.
Von Ludger Humbert im Text Informatik und Gender - nehmt die Forschungsergebnisse ernst! (2008)
Iwan SchrackmannDaniela KnüselThomas MoserHartmut MitzlaffDominik PetkoEin wesentliches Merkmal der Integration von ICT ist es, dass Computer, Drucker, Scanner und weitere digitale Medien möglichst am Arbeitsplatz der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt werden, sei es im Klassenzimmer selbst oder in Form einer Medienecke bzw. Medieninsel in öffentlichen Räumen, die mehrere Klassen nutzen können. Der unmittelbare Zugang zu ICT-Geräten erlaubt es, die Geräte spontan nach Bedarf und in offenen Lehr- und Lernformen für das individuelle Arbeiten einzusetzen. Nur wenn die Geräte immer griffbereit sind, werden sie zu einem integrierten Teil des alltäglichen Unterrichts in (fast) allen Fächern.
Von Iwan Schrackmann, Daniela Knüsel, Thomas Moser, Hartmut Mitzlaff, Dominik Petko im Buch Computer und Internet in der Primarschule (2008) im Text ICT in der Primarschule auf Seite 16
Joachim WedekindDiesbezüglich vertrete ich inzwischen den Standpunkt "ganz oder gar nicht", das heißt, ich halte nichts von der punktuellen Nutzung des Rechners in ausgewählten Unterrichtssituationen und vielfach dann eben auch noch in speziellen Räumen (im Computerlabor), wodurch sie einen Ausnahmestatus und Eventcharak- ter bekommt, den sie im "wirklichen Leben" eben gerade nicht mehr hat. Meines Erachtens ist es nicht ver- wunderlich, wenn bei dem bisher vorherrschenden punktuellen Einsatz der digitalen Medien keine signifi- kanten nachhaltigen Auswirkungen bezüglich Lerneffekten, Medienkompetenz oder unterrichtsmethodi- schem Wandel feststellbar sind.
Von Joachim Wedekind in der Zeitschrift Ein Laptop für jedes Kind (OLPC) (2009) im Text Pädagogische Konzepte versus Hardware
Obwohl sich die [befragten] Regionen hinsichtlich des Umfangs des Zugangs unterscheiden und ihre Schulen die Computer an unterschiedlichen Standorten platzieren, stimmen sie alle darin überein, dass Computer für den Unterricht in den Klassenraum integriert und nicht in einem separaten Raum aufgestellt werden sollten. Nur dann können neue Medien problemlos in den Unterricht einbezogen und zur Verbesserung der Unterrichtspraxis genutzt werden. Dementsprechend fördern die Regionen Computerecken in den Klassenräumen oder Laptop-Wagen. Andere haben, wie bereits oben erwähnt, ihre Schüler mit Laptops ausgestattet, um die Nutzung in jeder Unterrichtssituation zu ermögliehen.
Von Oliver Vorndran, Gunhild Wiggenhorn Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Computer in die Schule (2003) im Text Erfolgsfaktoren für regionale Medienintegration auf Seite 41
Für ein solches "Computerlabor" spricht natürlich die einfache Vernetzung und Wartung. Auch können größere Arbeitsgruppen oder ganze Klassen gleichzeitig das Internet nutzen bzw. in der Internetnutzung unterwiesen werden. Das Internet sollte aber gerade nicht als zu vermittelnder Lernstoff begriffen werden, sondern primär als Arbeitsmittel oder Werkzeug in differenzierten Lernprozessen. Ein so eingesetztes Medium sollte ständig im Klassenraum verfügbar sein, um einen spontanen und problembezogenen Zugriff zu ermöglichen. Aus medienerzieherischer Sicht kommt hinzu, dass eventuell durch das "Internet im Klassenzimmer" die von diesem Medienverbund ausgehende Faszination abgebaut und durch eine sachgerechte Betrachtung ersetzt werden kann.
Von Stephan Wöckel im Buch Internet in der Grundschule (2002) im Text Pädagogisch-didaktische Grundlegung auf Seite 165
Ruedi NiedererKarl FreyAusserhalb der Schule sind PCs und Terminals in den Arbeitsplatz integriert. Sie stehen dort, wo man misst, rechnet, verwaltet, organisiert oder spielt. In der Schule hat man sie in einem Spezialraum abgesondert. Dafür sprechen sicher viele organisatorische und sicherheitstechnische Gründe. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Schule bei den Computern ihrem üblichen Organisationsmuster folgt und den PC-Funktionen eine isolierte Parzelle zuweist. Im Moment sind PCs für Schüler noch relativ neu. In wenigen Jahren können Motivations- und Effizienzprobleme entstehen, weil die schulische Computerwelt, entgegen jener im täglichen Leben, isoliert ist. Wenn man diese Gefahr umgehen will, braucht es erhebliche Anstrengungen im SchulManagement und in der Lehrerschaft.
Von Ruedi Niederer, Karl Frey im Buch Informatik und Computernutzung im schweizerischen Bildungswesen (1990)
Heike SchaumburgDie Transportabilität der Geräte wurde vor allem aus unterrichtsorganisatorischer Perspektive positiv beurteilt. Im Laptop-Projekt wurde damit eine ungleich höhere Flexibilität für den Einsatz von Computern im Unterricht erreicht. Die Computer standen nicht nur jederzeit für die Nutzung im Unterricht zur Verfügung, sie konnten auch für Hausaufgaben eingesetzt werden, so dass computer-basierte Arbeiten vor- oder nachbereitet werden konnten. Bestimmte langfristige Arbeiten mit dem Computer, wie der Aufbau eines Grammatikarchivs liessen sich ohne die kontinuierliche Nutzung, wie sie im Laptop-Projekt realisiert wurde, nicht verwirklichen. Auch die Integration des Computers als ein Werkzeug, das selbstverständlich neben anderen Unterrichtsmedien genutzt wird, könnte nicht durch gelegentliche Unterrichtsreihen im Computerraum geleistet werden.
Von Heike Schaumburg im Buch Konstruktivistischer Unterricht mit Laptops? (2002)
Michael KerresRichard HeinenJörg StratmannDer Nutzung von Computern in speziellen Räumen werden von Lehrerseite weitere Vorbehalte entgegengebracht: Der Aufwand, einen Computerraum zu buchen und ihn mit den Schülerinnen und Schülern aufzusuchen, ist hoch. Häufig treten in den Computerräumen technische Probleme auf. Schließlich wird die Vorbereitung von Unterrichtsstunden im PC-Raum als vergleichsweise hoch eingeschätzt, ebenso der Aufwand, in die Nutzung der (Lern-)Software einzuführen. Letztlich ist die Nutzung digitaler Lernangebote aber auch immer wieder durch die knappen Ressourcen an Hardware limitiert. In den meisten Schulen können nicht alle Lehrkräfte mit allen Lerngruppen zu den Zeiten, da es methodisch angebracht erscheint, auf solche Lernangebote zurückgreifen (Krützer/ Probst 2006). Mediengestützter Unterricht ist damit meist den wenigen Lernenden vorbehalten, deren Lehrpersonen in dieser Form des Unterrichtens einen besonderen Mehrwert erkennen.
Von Michael Kerres, Richard Heinen, Jörg Stratmann im Buch Jahrbuch Medienpädagogik 9 (2011) im Text Schulische IT-Infrastrukturen
Michael KerresRichard HeinenJörg StratmannAus den vorhergehenden Ausführungen ergibt sich konsequent, dass die Konzentration der computerbezogenen Aktivitäten in einer Schule in Computerräumen künftig an Bedeutung verliert. Der Computerraum konstruiert den Computer in der Schule als etwas Besonderes und auch Abgesondertes, das entweder in unansehnlichen Kellerräumen oder edel ausgestatteten Etagen betrieben wird.
Der örtliche Wechsel der Klasse in den Computerraum signalisiert, heute machen wir etwas anderes. Es wird deutlich, dass diese räumliche Organisation den bisher beschriebenen Anforderungen nicht gerecht wird. Hinzu kommt, dass technische Entwicklungen Computerräume schnell veralten lassen. Die hohen Anforderungen, die die Nutzung durch ständig wechselnde Gruppen von Jugendlichen mit sich bringen, führen teilweise zu erheblichen Ausfällen. Der Betrieb und die Wartung der Computer verursacht Kosten und bindet Personal in weit größerem Maße als oft zunächst kalkuliert (vgl. Breiter/Fischer/Stolpmann 2008).
Von Michael Kerres, Richard Heinen, Jörg Stratmann im Buch Jahrbuch Medienpädagogik 9 (2011) im Text Schulische IT-Infrastrukturen
Iwan SchrackmannDaniela KnüselThomas MoserHartmut MitzlaffDominik PetkoDas Einrichten von eigentlichen Computerräumen ist daher auf der Primarstufe weder nötig noch empfehlenswert, meistens aufgrund der fehlenden Räume auch gar nicht möglich. Viele Kantone raten aber auch darum von Computerräumen ab, weil diese einige Nachteile mit sich bringen (vgl. Döbeli Honegger & Näf, 2004). Die Erfahrung an Schulen mit Computerräumen (statt verteilten Geräten in den Klassenzimmern) zeigt nämlich, dass viele Lehrpersonen, insbesondere jene mit geringen ICT-Erfahrungen, nur selten ihren Unterricht in den Computerraum verlegen. Metz (2003) beschreibt in seinem Artikel «Die Angst des Lehrers vor dem Computerraum» treffend die Unsicherheiten vieler Lehrpersonen, die durch das Ausgeliefertsein an eine unberechenbare Technik ausgelöst wird (das Internet funktioniert nicht, der Lehrerrechner stürzt ab, das Passwort wird nicht angenommen usw.). Zusammen mit mangelnden mediendidaktischen Kenntnissen, führt dies häufig dazu, dass Computerräume den wenigen technisch versierten Lehrpersonen und «Computerfreaks» überlassen werden.
Von Iwan Schrackmann, Daniela Knüsel, Thomas Moser, Hartmut Mitzlaff, Dominik Petko im Buch Computer und Internet in der Primarschule (2008) im Text ICT in der Primarschule auf Seite 17
Karl FreyRuedi Niederer60-70% aller Geräte stehen in einem Computerraum. Die Anzahl Räume mit Computern beträgt bei der Volksschuloberstufe etwa 2, bei den Mittelschulen und KV- Handelsschulen etwa 3 und bei den gewerblich-industriellen Berufsschulen etwa 4. Dort findet auch der überwiegende Anteil des Unterrichts statt. Dieser Befund gibt zu denken, wenn man ihn mit der Realität in Wirtschaft, Industrie, Verwaltung und Alltag vergleicht. Ausserhalb der Schule sind PC und Terminals nämlich in den Arbeitsplatz integriert. Sie stehen dort, wo man misst, rechnet, verwaltet, organisiert oder spielt. In der Schule hat man sie in einem Spezialraum abgesondert. Dafür sprechen hauptsächlich viele organisatorische und sicherheitstechnische Gründe. Dennoch ergeht auf Grund der Erhebungsdaten die folgende Empfehlung: Im Moment sind PC für Schüler noch relativ neu. In wenigen Jahren können Motivations- und Effizienzprobleme entstehen, weil die schulische Computerwelt, entgegen jener im täglichen Leben, isoliert ist. Wenn man diese Gefahr umgehen will, braucht es erhebliche Anstrengungen im Schulmanagement und in der Lehrerschaft.
Von Karl Frey, Ruedi Niederer im Text Mangelnde Durchdringung der elektronischen Medien im schweizerischen Bildungswesen (1990)
Heike SchaumburgFür die Beantwortung der Frage, welche Bedeutung für die beobachteten Veränderungen die Tatsache hat, dass die Schüler in diesem Projekt mit eigenen Geräten, die sie in der Schule und zuhause benutzen konnten, sind die Interview-Aussagen zu den Vor- und Nachteilen von Computerraum vs. Laptop-Projekt besonders aufschlussreich. Zunächst bestätigen die Lehrer das Ergebnis verschiedener anderer Studien (Beynon, 1993; Culley, 1993), dass die erzwungene Gruppenarbeit im Computerraum durch die mangelnde Anzahl von Geräten die Schüler benachteiligt, die gegenüber der Technik zurückhaltender sind. Im Laptop-Projekt gelingt es dagegen, diese Gruppen in ihrer Computerkompetenz zu fördern. Diesen Eindruck bestätigt eine Studie von Schaumburg (2001b), die ebenfalls im Rahmen der Begleitforschung zu diesem Projekt durchgeführt wurde. Auch die Dynamik bei der Gruppenarbeit wird nach Ansicht der Lehrer und, mit Einschränkung auch der Schüler, verbessert, wenn jedem Schüler ein eigener Computer zur Verfügung steht, da die Schüler sich gleichberechtigter einbringen können. Das “I’m the thinkist, you’re the typist”-Muster, mit dem Sheingold et al. (1990) die ungleichgewichtige Aufteilung von Gruppenarbeit am Computer beschreiben, lässt sich bei der Arbeit mit Laptops leichter vermeiden.
Von Heike Schaumburg im Buch Konstruktivistischer Unterricht mit Laptops? (2002)

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