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Medienbildungschancen von Risikolernern

Eine Analyse der Nutzung mobiler und vernetzter Technologien durch männliche jugendliche Risikolerner und die in den Nutzungsmustern angelegten Chancen für Medienbildung
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Buchcover
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iconZusammenfassungen

Klaus Rummler Die medienpädagogische Förderung junger Menschen aus problematischen Familien, sozio-kulturellen Problemlagen, der sogenannten neuen Unterschicht bzw. die Förderung von Hauptschülern, insbesondere Jungen, ist das zentrale Anliegen dieses Buches. Das sind diejenigen Lerner, die die Anforderungen für einen qualifizierten Schulabschluss, die Basiskompetenzen im Sinne der PISA-Studien, nicht oder kaum erfüllen, Distanz zur Schule haben bzw. aus schwierigen sozio-ökonomischen Bevölkerungsgruppen stammen. Diese Gruppe, meist Jungen, häufig mit Migrationshintergrund, versucht der Begriff Risikolerner zu fassen. Die Frage nach Risikolernern eröffnet die Perspektive auf Kompetenzen und kulturelle Ressourcen, mit denen es Risikolernern gelingt, Medien selbstbestimmt und reflexiv für die eigene Persönlichkeitsentwicklung sowie Lebens- und Alltagsbewältigung aktiv zu nutzen (Niesyto, 2010, S. 315). Zentrales Thema und Fragestellung dieses Buches ist, welche Bildungschancen in den Mediennutzungsmustern der Risikolerner stecken. Aus theoretischer Perspektive geht es um die Frage, wie und mit welchen Mustern sich Risikolerner Medien als Kulturgüter aneignen. Die pädagogische Leitfrage, die an den Gedanken der Bildung geknüpft ist, lautet, wie die Entwicklung und damit das Lernen der Risikolerner mit ihren Mediennutzungsmustern, also ihren Aneignungsmustern in Bezug auf Medien, verbunden ist. Die medienpädagogische Frage nach den Chancen für Medienbildung von Risikolernern fundiert auf der Theorie der Medienbildung und auf dem kulturtheoretischen Modell der Sozio-kulturellen Ökologie, wie sie von der London Mobile Learning Group (LMLG; www.londonmobilelearning.net) entwickelt wurde (Pachler, Bachmair, & Cook, 2010). Auf der Grundlage dieser Theorien verortet diese Arbeit die Gruppe der Risikolerner im Zusammenhang von Lebenswelt und Lebenslagen und ordnet diese spezifische Gruppe von Lernern mit Bezug auf individuelle, schulische und gesellschaftliche Risiken ein. Die Gender-Perspektive öffnet den Blick für bestimmte jungenspezifische Aneignungsmuster im Zusammenhang mit Medien und eröffnet im nächsten Schritt die Möglichkeit, Bildungschancen speziell für Jungen zu formulieren. Ein genderbezogener Entwicklungsprozess, der die Lebenswelt der Jungen betrifft, ist die Auflösung hegemonialer Männlichkeit und die Transformation hin zu multioptionalen und situierten Männlichkeiten, die es von Jungen auszubalancieren gilt. Die Sozialstrukturanalyse der Soziologie dient als methodischer Zugang, um Risikolerner systematisch zu identifizieren und um mithilfe der sozialen Segmentierung entsprechende Ergebnisse in Bezug auf Mediennutzung und Alltagsbewältigung zu formulieren. Diese medienpädagogische Forschung ist eine Rekonstruktion der Mediennutzung über die Spuren der Artikulation und Aneignung, wie sie in den Konsumdaten repräsentiert sind, mit dem Ziel, die Aneignungsprozesse und die darin inhärenten Bildungschancen sichtbar zu machen. Risikolerner sind in der Perspektive gesellschaftlicher und alltagsästhetischer Strukturen ein eher hedonistischer, widerständiger Lifestyle, geprägt von sozialer Benachteiligung und von aktivem Risikoverhalten sowie von einer Mediennutzung, die schulischen Aneignungsformen eher entgegengesetzt ist. Die zentralen Ergebnisse und damit Chancen für Medienbildung der Risikolerner entstehen in drei Bereichen der Mediennutzungsmuster: im Downloaden, Speichern und Tauschen vielfältiger Formate; im (mobilen) Gaming; sowie im vielfältigen Produzieren und Verarbeiten von auditivem und visuellem Material. Mit diesen Mustern sind drei bedeutsame Bildungschancen verknüpft: durch Risikolerner generierte alternative Räume der Medienbildung, die strukturell entgegen der Lernwelt Schule ausgerichtet sind; das kommunikative Organisieren des Alltags und der Mediennutzung; sowie das Generieren von digitalen Sammlungen und Archiven als persönlicher Besitz.
Von Klaus Rummler in der Dissertation Medienbildungschancen von Risikolernern (2012)

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Personen
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Mark A. Aakhus, Dieter Baacke, Ben Bachmair, Ulrich Beck, Stefan Bertschi, Peter A. Bruck, Andrew Burn, John Cook, Ullrich Dittler, Helmut Fend, Johannes Fromme, Peter Glotz, Petra Grell, Friederike von Gross, Andreas Hepp, Michael Hoyer, Theo Hug, Kai-Uwe Hugger, Benjamin Jörissen, James Katz, Friedrich Krotz, Agnes Kukulska-Hulme, Martin Lindner, Chris Locke, Winfried Marotzki, mpfs Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, Dorothee M. Meister, Heinz Moser, Horst Niesyto, Kristóf Nyíri, Norbert Pachler, Thorsten Quandt, Julia Rasche, Klaus Rummler, Uwe Sander, Judith Seipold, Werner Sesink, Tanja Thomas, John Traxler, Jane Vincent, Stefan Welling, Etienne Wenger, Jeffrey Wimmer, Karsten D. Wolf, Jens Wolling

Begriffe
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Arbeitwork, Bildungeducation (Bildung), E-LearningE-Learning, Familiefamily, GenderGender, Gesellschaftsociety, Kompetenzcompetence, Medienbildung, Mensch, mobile learningmobile learning, PISA-StudienPISA studies, Risikorisk, Schuleschool, Soziologiesociology, Technologietechnology, Theorietheory, WWW (World Wide Web)World Wide Web
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Bücher
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
Die 13- bis 18jährigen (Dieter Baacke) 8, 1, 3, 1, 1, 5, 3, 1, 2, 1, 8, 26121003
1981Theorie der Schule (Helmut Fend) 11200
1986Risikogesellschaft (Ulrich Beck) 1, 1, 2, 11, 6, 3, 3, 2, 8, 3, 8, 65056213
1996Fernsehkultur (Ben Bachmair) 6100
1999Communities of practice (Etienne Wenger) 2, 1, 1, 13, 8, 7, 2, 4, 5, 7, 10, 28932715
2000Zum Bildungswert des Internet (Winfried Marotzki, Dorothee M. Meister, Uwe Sander) 10000
2002Perpetual Contact (Mark A. Aakhus, James Katz) 2, 2, 1, 4, 1, 2, 1, 2, 3, 2, 14, 61046483
2005mLearn 2005 Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt (Tom Brown, Herman van der Merwe) 2, 2, 6, 11, 5, 3, 2, 4, 7, 3, 6, 7217971055
2005A Sense of Place (Kristóf Nyíri) 2, 2, 2, 1, 1, 1, 2, 1, 1, 1, 2, 23112514
2005    JIM 2005 (mpfs Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest) 3, 2, 4, 6, 3, 3, 1, 1, 5, 2, 9, 57155472
2006   Jahrbuch Medienpädagogik 6 (Werner Sesink, Michael Kerres, Heinz Moser) 2, 2, 1, 7, 8, 5, 2, 3, 6, 3, 10, 455434372
2006Daumenkultur (Peter Glotz, Stefan Bertschi, Chris Locke) 4, 4, 2, 8, 7, 3, 3, 3, 7, 1, 5, 69696892
2006    Micromedia & e-Learning 2.0: Gaining the Big Picture (Theo Hug, Martin Lindner, Peter A. Bruck) 6, 6, 5, 11, 7, 2, 1, 2, 5, 2, 7, 39503835
2006    JIM 2006 (mpfs Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest) 2, 2, 2, 7, 6, 5, 2, 1, 9, 4, 15, 11141911774
2007   Die Computerspieler (Thorsten Quandt, Jeffrey Wimmer, Jens Wolling) 2, 2, 2, 4, 5, 2, 2, 1, 16, 5, 4, 715157313
2007    JIM 2007 (mpfs Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest) 1, 1, 2, 9, 7, 6, 5, 1, 5, 5, 10, 424174558
2008Aufwachsen in virtuellen Medienwelten (Ullrich Dittler, Michael Hoyer) 3, 3, 1, 8, 3, 3, 2, 3, 3, 2, 7, 5695316
2008Computerpraxis Jugendlicher und medienpädagogisches Handeln (Stefan Welling) 4, 3, 1, 1, 2, 3, 1, 1, 1, 1, 4, 2352139
2008Media, Knowledge & Education (Theo Hug) 2400
2008Pädagogische Medientheorie (Johannes Fromme, Werner Sesink) 1, 4, 1, 1, 2, 6, 5, 3, 2, 2, 3, 534115301
2008Handbuch Medienpädagogik (Uwe Sander, Friederike von Gross, Kai-Uwe Hugger) 3, 3, 6, 9, 8, 6, 4, 3, 8, 8, 9, 53535419
2008    JIM 2008 (mpfs Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest) 1, 1, 2, 1, 7, 7, 2, 2, 5, 3, 9, 41574330
2009    Medienwissen für Pädagogen (Ben Bachmair) 2, 2, 4, 9, 7, 5, 5, 3, 5, 2, 9, 517485451
2009Schlüsselwerke der Cultural Studies (Andreas Hepp, Friedrich Krotz, Tanja Thomas) 3, 2, 2, 3, 3, 7, 3, 1, 3, 1, 4, 2582202
2009    Medienbildung in neuen Kulturräumen (Ben Bachmair) 9, 9, 6, 12, 8, 6, 4, 8, 8, 8, 10, 81068881024
2009    JIM 2009 (mpfs Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest) 2, 2, 4, 6, 5, 4, 2, 2, 4, 4, 9, 422114396
2010Medienbildung und Medienkompetenz (Heinz Moser, Petra Grell, Horst Niesyto) 6, 6, 4, 10, 10, 5, 4, 8, 7, 6, 10, 115420111967
2011Mobile Learning in Widening Contexts (Norbert Pachler, Ben Bachmair, John Cook) 5, 5, 6, 10, 4, 4, 3, 2, 7, 2, 5, 58755419
2011   Mobiles Lernen (Judith Seipold) 3, 3, 1, 10, 9, 5, 3, 1, 4, 5, 10, 17601221
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Texte
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
2004   11 16 Mobile (Jane Vincent) 1, 1, 2, 3, 1, 2, 1, 1, 2, 2, 2, 2242251
2005    Evaluating Mobile Learning (John Traxler, Agnes Kukulska-Hulme) 2, 2, 2, 2, 5, 1, 2, 3, 3, 1, 6, 2772389
2006    Mediensozialisation (Ben Bachmair) 2, 1, 1, 1, 2, 3, 2, 2, 1, 1, 2, 131184
2006Emotionale Bindungen im Zeichen des Mobiltelefons (Jane Vincent) 2, 2, 1, 1, 2, 1, 1, 1, 3, 1, 2, 4184510
2008Wissen, Artikulation und Biographie (Winfried Marotzki, Benjamin Jörissen) 2, 2, 1, 1, 3, 4, 1, 3, 2, 2, 4, 2412132
2009    Erlebniswelten (Ben Bachmair) 1100
2009David Buckingham: Kindheit, Handlungsfähigkeit und Literalität (Ben Bachmair, Andrew Burn) 1, 1, 1, 2, 2, 1, 1, 1, 1, 1, 3, 2182184
2009    Mobile phones as cultural resources for learning (Ben Bachmair, Norbert Pachler, John Cook) 2, 2, 3, 3, 7, 4, 1, 2, 1, 4, 6, 33153271
2009   Einleitung: Medien und Bildung im dramatischen kulturellen Wandel (Ben Bachmair) 3, 2, 1, 1, 5, 2, 2, 2, 2, 2, 3, 2592171
2009Mobile Learner Generated Contexts (John Cook) 1, 2, 1, 1, 2, 4, 1, 1, 1, 2, 4, 2902133
2009The Socio-Cultural Ecological Approach to Mobile Learning (Norbert Pachler) 1, 2, 1, 1, 2, 3, 1, 1, 1, 2, 4, 2412130
2009Digitale Medienkulturen und soziale Ungleichheit (Horst Niesyto) 1, 1, 2, 4, 2, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 160197
2009Medienbildung im Spannungsfeld alltäglicher Handlungsmuster und Unterrichtsstrukturen (Judith Seipold, Klaus Rummler, Julia Rasche) 4, 1, 1, 3, 1, 2, 2, 1, 1, 1, 5, 3313178
2010    Medienbildung (Benjamin Jörissen) 4, 4, 3, 5, 3, 6, 2, 2, 5, 2, 5, 32323442
2011    Mobile Learning with Videos in Online Communities (Karsten D. Wolf, Klaus Rummler) 1, 2, 1, 1, 1, 5, 1, 1, 2, 4, 4, 3183212

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iconBeat und Diese Doktorarbeit

Beat hat Diese Doktorarbeit während seiner Zeit am Institut für Medien und Schule (IMS) ins Biblionetz aufgenommen. Beat besitzt kein physisches, aber ein digitales Exemplar. Eine digitale Version ist auf dem Internet verfügbar (s.o.). Es gibt bisher nur wenige Objekte im Biblionetz, die dieses Werk zitieren.

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