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Beats Biblionetz - Aussagen

Der Raum als dritter Pädagoge

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iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconDefinitionen

Der Raum ist in Reggio Teil des pädagogischen Konzeptes, er wird als dritter Erzieher verstanden. Der erste Erzieher, das sind die anderen Kinder, der zweite die Erwachsenen, der dritte also der Raum, in dem sich die Kinder treffen und aufhalten. Der Raum wird als Interaktionspartner der Erwachsenen und Kinder wahrgenommen und einbezogen. Den Kindern gibt er, als Partner und Begleiter, auf der einen Seite Geborgenheit und Sicherheit, auf der anderen Seite fordern die Räume, ihre Materialien und Werkzeuge, sie immer wieder zu Neuem heraus. Räume wirken, wie Menschen, auf die Kinder ein (vgl. Knauf 2001, S. 176; Knauf 2006; Romberg 2001; von der Beek 2001, S. 197). Als Raum muss er aber auch die ErzieherInnen unterstützen, ihrer Aufgabe gerecht zu werden. D.h. er muss ihren persönlichen wie auch ihren fachlichen Belangen entgegenkommen, z.B. ihren pädagogischen Vorstellungen vom Umgang mit den Interessen der Kinder.
Von Gerd E. Schäfer, Lena Schäfer im Text Der Raum als dritter Erzieher

iconBemerkungen

Handbuch Lernen mit digitalen MedienArchitektur und Gestaltung der Lernräume und Lernumgebungen wirken sich unmittelbar auf das Lernen aus. Der Lernort beeinflusst als »dritter Pädagoge« das Verhalten der Lernenden.
Von G. Brägger, Frido Koch im Buch Handbuch Lernen mit digitalen Medien (2021) im Text Potenziale von Lern- und Arbeitsplattformen für die Unterrichtsentwicklung
Handbuch Lernen mit digitalen MedienDen Räumen und dem gestalteten Lernumfeld kommt eine verhaltenssteuernde Wirkung zu: Wenn Leinwand oder Smartboards zeigen, wo »vorne« ist, werden sich die Lernenden entsprechend verhalten. Denn »vorne« ist in einem solchen Fall der Aktivitätsschwerpunkt. Und »hinten« harrt man der Dinge, die da kommen mögen.
Von G. Brägger, Frido Koch im Buch Handbuch Lernen mit digitalen Medien (2021) im Text Potenziale von Lern- und Arbeitsplattformen für die Unterrichtsentwicklung
Handbuch Lernen mit digitalen MedienSchulisches Arbeits- und Sozialverhalten wird in starkem Maße beeinflusst durch den Ort, an dem es stattfindet. Wie sind Räume eingerichtet? Wie riecht das Lernen? Welche »Sprache« spricht die Umgebung? Welche Haltung (zum Beispiel in Bezug auf Wertschätzung) wird mit den Räumen zum Ausdruck gebracht? Wie wird die außerschulische Umgebung mit einbezogen? Welche Lern- und Arbeitsformen sind möglich (und damit offensichtlich erwünscht)?
Von G. Brägger, Frido Koch im Buch Handbuch Lernen mit digitalen Medien (2021) im Text Potenziale von Lern- und Arbeitsplattformen für die Unterrichtsentwicklung auf Seite  148
Handbuch Lernen mit digitalen MedienIn Schulen mit personalisierten Lernkonzepten wird die Schularchitektur auf die »pädagogischen Architektur« ausgerichtet. Die Umgestaltung von traditionell eingerichteten Klassenzimmern zu Lernumgebungen schafft Raum für selbstständiges Lernen und Eigeninitiative. Die Lernumgebungen sollen Schüler*innen herausfordern, eigenen Fragen mit kleineren und größeren Projekten nachzugehen. Sie sollen zu selbstgesteuerter Einzelarbeit ebenso anregen wie zu Teamwork in Arbeitsgemeinschaften. Damit personalisierte Lern- und Unterrichtskonzepte (Freiarbeit, Lernen
Von G. Brägger, Frido Koch im Buch Handbuch Lernen mit digitalen Medien (2021) im Text Potenziale von Lern- und Arbeitsplattformen für die Unterrichtsentwicklung
Mobiles Lernen in der SchuleLoris Malaguzzi, Mitbegründer der Reggio-Pädagogik, sprach vom Raum als dritten Pädagogen, d.h. dass der Raumgestaltung für pädagogische Prozesse eine besondere Rolle zukommt. Was in der Reggio-Pädagogik für den Elementarbereich formulierte wurde (vgl. Schäfer &Schäfer 2009,240ff.), gilt für alle Bildungsinstitutionen: Die Räume, in denen gelernt wird, prägen den Lernprozess nachhaltig. Ulrich Beck (1996) hat es so formuliert: »Bauen ist Politik mit Stein und Mörtel« und verweist damit auf die gesellschaftliche Bedeutung des Bauens. Der Bau bzw. Um- und Ausbau von Bildungseinrichtungen ist auch immer ein gesellschaftliches Statement – unabhängig davon, welche ästhetischen Urteile den Bau begleiten (vgl. Stang & Dollhausen & Schuldt 2012).
Von Frank Thissen im Buch Mobiles Lernen in der Schule (2013) im Text Lernen im 21. Jahrhundert
Lernräume gestalten - Bildungskontexte vielfältig denkenIn der Literatur zur Schularchitektur bzw. Lernraumgestaltung wird im Rückgriff auf Loris Malaguzzi und die Reggio-Pädagogik gern die besondere Rolle des Raums als „dritter Pädagoge“ in Lernprozessen betont (vgl. u.a. Dobrowsky, 2012, 159; Schäfer & Schäfer, 2009, 235). Der Raum ist in diesem Verständnis weit mehr als ein Versammlungsort für Lehrende und Lernende. Räume sind soziale Landschaften und gleichzeitig individuelle Umgebungen, die motivierend und fördernd, aber auch hemmend und entmutigend wirken können. Raumgrenzen und Rahmenbedingungen wie Einrichtung, Aufteilung, Geräuschpegel oder auch Lichtverhältnisse haben in physischen Räumen Einfl uss auf den Lernerfolg. Das gilt in vielleicht noch stärkerem Maße auch für virtuelle Lernräume, die im Zeitalter des Internets an Bedeutung gewinnen. Dabei wurden diese bislang meist als Erweiterung oder digitale Replik des physischen Lernraums umgesetzt.
Von Daniela Pscheida, Andrea Lißner, Anja Lorenz, Nina Kahnwald im Konferenz-Band Lernräume gestalten - Bildungskontexte vielfältig denken (2014) im Text Vom Raum in die Cloud: Lehren und Lernen in cMOOCs auf Seite  292
Der Raum ist in Reggio Teil des pädagogischen Konzeptes, er wird als dritter Erzieher verstanden. Der erste Erzieher, das sind die anderen Kinder, der zweite die Erwachsenen, der dritte also der Raum, in dem sich die Kinder treffen und aufhalten. Der Raum wird als Interaktionspartner der Erwachsenen und Kinder wahrgenommen und einbezogen. Den Kindern gibt er, als Partner und Begleiter, auf der einen Seite Geborgenheit und Sicherheit, auf der anderen Seite fordern die Räume, ihre Materialien und Werkzeuge, sie immer wieder zu Neuem heraus. Räume wirken, wie Menschen, auf die Kinder ein (vgl. Knauf 2001, S. 176; Knauf 2006; Romberg 2001; von der Beek 2001, S. 197). Als Raum muss er aber auch die ErzieherInnen unterstützen, ihrer Aufgabe gerecht zu werden. D.h. er muss ihren persönlichen wie auch ihren fachlichen Belangen entgegenkommen, z.B. ihren pädagogischen Vorstellungen vom Umgang mit den Interessen der Kinder. Das ist ein deutlicher Unterschied zur traditionellen Schule, wo der Klassenraum im institutionellen Kontext weitgehend präformiert, was man pädagogisch darin tun kann. In frühpädagogischen Konzepten wandelt sich hingegen der Raum mit den pädagogischen Aufgabenstellungen, je nachdem wie sie von den ErzieherInnen defi niert werden. Das Konzept der Reggiopädagogik hat daher eine Raumvorstellung entwickelt, die den eingangs skizzierten pädagogischen Grundeinstellungen entgegen kommt.
Von Gerd E. Schäfer, Lena Schäfer im Text Der Raum als dritter Erzieher

iconVorträge von Beat mit Bezug

iconZitationsgraph

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