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Beats Biblionetz - Begriffe

Aufmerksamkeitsökonomieattention economy

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconDefinitionen

Beat Döbeli HoneggerDie digitale Revolution hat die Verfügbarkeit verschiedenster Güter einerseits und die Informationsflut andererseits massiv erhöht. Daraus resultiert, dass die menschliche Aufmerksamkeit, die mit dieser Flut nicht Schritt halten kann, als rares Gut zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Von Beat Döbeli Honegger im Buch Mehr als 0 und 1 (2016) im Text Gesetze des Digitalen

iconBemerkungen

Der Mensch besitzt nichts Wertvolleres als seine Zeit
Von Ludwig van Beethoven, erfasst im Biblionetz am 28.05.1999
Jakob NielsenThe Web is an attention economy where the ultimate currency is the users' time.
Von Jakob Nielsen im Buch Designing Web Usability (1999) im Text Content Design auf Seite 160
Esther DysonInhalte (und die Schaffung von Inhalten) binden und verbrauchen die Aufmerksamkeit von Individuen.
Von Esther Dyson im Buch Release 2.0 (1997) im Text Geistiges Eigentum auf Seite 182
Dieter EulerJasmina HasanbegovicMichael KerresSabine SeufertBritta VoßWissenschaft funktioniert grösstenteils im Sinne einer Aufmerksamkeitsökonomie, d. h. eine wesentliche Gratifikation für Wissenschaftler/innen besteht in der Zuwendung von Aufmerksamkeit durch Kollegen/innen für die eigene Arbeit, was sich etwa ausdrückt in der Annahme von eingereichten Artikeln in Zeitschriften, in Einladungen zu Vorträgen, Publikationsbeiträgen oder Gastaufenthalten und in der Berufung zum Gutachter oder Herausgeber.
Von Dieter Euler, Jasmina Hasanbegovic, Michael Kerres, Sabine Seufert, Britta Voß Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Lehrkompetenz für eLearning-Innovationen in der Hochschule (2005)
Die anbrechende Aufmerksamkeitsökonomie unterscheidet sich tiefgreifend von jeder früheren Ökonomie. Sie funktioniert ohne jede Form des Geldes und ohne Markt oder von etwas, das diesem gleicht. Sie setzt eine völlig andere Lebensweise als die auf Routinen begründete industrielle Existenz mit ihren Dichotomien zwischen Arbeitsstätte und Heim, Arbeit und Spiel und Produktion und Konsum voraus. Was jetzt zählt, ist die Suche nach sowie das Erhalten und Schenken von Aufmerksamkeit.
Von Michael Goldhaber im Text Die Aufmerksamkeits-Ökonomie und das Netz (1997)
Ich will einige der "Symptome" oder Merkmale der neuen Ökonomie kurz nennen: Wir ertrinken in Informationen. Dennoch werden mehr und mehr Informationen hergestellt. Das führt zu einen zunehmend härteren Wettkampf um Aufmerksamkeit und zu einer sinkenden Freizeit, und als Folge zur immer größeren Bedeutung von Stars und Berühmtheiten jeder Art sowie zu einer Veränderung der Bedeutung von Privatheit. Beispielsweise hat Prinzessin Diana es vielleicht nicht gemocht, von den Paparazzi belästigt zu werden, aber sie sprach offen und freiwillig von ihrem Ehebruch, von ihrer Bulimie usw., also von Dingen, die von der vorhergehenden Generation als zutiefst privat angesehen wurden. Es entsteht ein Bedürfnis nach Technologien, die größere Möglichkeiten bei der Gewinnung von Aufmerksamkeit versprechen, angefangen von der Textverarbeitung über Kopieren und Faxen bis hin zu Email oder persönlichen Web-Seiten, und die Bedeutung materieller Dinge, die nicht der Gewinnung von Aufmerksamkeit dienen oder dienen könnten, nimmt relativ ab.
Von Michael Goldhaber im Text Die Ökonomie der Aufmerksamkeit wird alles verändern (1998)

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Aufmerksamkeitattention, Tausch-Ökonomiesharing economy, Geschenk-Ökonomie, Lock-In-EffektLock-In-Effect, Informationsflutinformation overflow
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Verwandte Aussagen
Informationsflut führt zur einer Aufmerksamkeitsökonomie

iconHäufig co-zitierte Personen

Georg Franck Georg
Franck

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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icon9 Einträge in Beats Blog

iconZitationsgraph

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconExterne Links

Auf dem WWW Das Gesetz der Aufmerksamkeitsökonomie: Attraktiv für Frauen sind die Männer, die schon für andere Frauen attraktiv sind (Florian Rötzer Telepolis) ( WWW: Link OK 2017-01-11 ,Neulich geändert. am: 2017-01-11)
Auf dem WWW Die Ökonomie der Aufmerksamkeit wird alles verändern: Ein Email-Interview mit Michael Goldhaber in Telepolis ( WWW: Link OK 2017-01-11 ,Neulich geändert. am: 2017-01-11)
Auf dem WWW Aufmerksamkeit - Die neue Währung: Artikel von Georg Franck in Telepolis ( WWW: Link OK 2017-01-11 ,Neulich geändert. am: 2017-01-11)
Auf dem WWW Telepolis - Die Aufmerksamkeitsökonomie und das Netz - Teil I: Artikel von Michael H. Goldhaber in Telepolis ( WWW: Link OK 2016-12-28)
Auf dem WWW Die Aufmerksamkeitsökonomie und das Netz - Teil II: Artikel von Michael H. Goldhaber in Telepolis ( WWW: Link OK 2016-12-28)
Auf dem WWW Aufmerksamkeit: Artikel von Florian Rötzer in Telepolis ( WWW: Link OK 2016-12-28)
Auf dem WWW Zeit und Aufmerksamkeit für Querdenken?: Interview mit Erich Feldmeier / iiQii.de ( WWW: Link OK 2017-01-11)
Auf dem WWW Die Neuen Leiden des jungen E.: Buchbesprechung - Ganz Blass vor Spass v. Betty Zucker ( WWW: Link OK 2017-01-11)

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

Verweise auf Aufmerksamkeitsökonomie 14331733473333331110233153372
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