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BiblioMap zu "Helfen Hypertextstrukturen ..." 
Hypertext ist offen und zugänglich für alle möglichen individuellen Lernstile und Lernangewohnheiten.
Ob Hypertext Vorteile für die Motivation der Lernenden mit sich bringt, ist noch nicht gründlich untersucht worden.
Es setzt sich jedenfalls die Ansicht durch, dass Hypertext-Systeme eine ideales Medium für das entdeckende Lernen sind.
Hypertext scheint unter der Annahme kognitiv plausibel zu sein, dass Wissen, dessen erwerb allgemeines Ziel von Lernen ist, im menschlichen Gehirn in vernetzten, topologischen, nicht-linearen Strukturen organisiert sei.
Beeman, Anderson et al bemerkten, dass der Lerneffekt bei Personen, die an der Entwicklung der Materialien beteiligt waren, erheblich höher war als bei den Lernenden - eine Demonstration der pädagogischen Maxime 'Lernen durch Tun'.
Das beliebte Argument: "Multimedia aktiviert die Lerner", wäre zu verändern in: "Interaktive multicodale und multimodale Lernangebote eröffnen den Lernenden eine Vielfalt von Aktivitäten. Dies erweitert das Spektrum ihrer Lernstrategien und Lernerfahrungen."
Die Unterscheidung von Benutzern in Hypertext-Produzent und Konsument scheint mir bei der Beurteilung der Möglichkeiten und Grenzen von Hypertext wesentlich zu sein. Es macht einen grossen Unterschied, ob der Benutzer die Möglichkeit hat, den Hypertext aktiv zu verändern und zu erweitern oder ob er auf das Navigieren in einem vorgegebenen Hypertext beschränkt ist.
Kognitive Plausibilität: Begründungen für den Einsatz von Hypertext/Hypermedia im Lehr- Lern- Kontext beziehen sich vielfach auf die Annahme, dass eine netzwerkartige Informationsrepräsentation für den Wissenserwerb vorteilhaft sei. [...] Nach dieser Auffassung wird angenommen, dass eine netzwerkartige Repräsentation von Informationen von den Lernenden eher in die eigene kognitive Struktur integriert werden könne. Empirische Befunde haben die Annahme der kognitiven Plausibilität nicht stützen können
Konstruktivismus-Annahme: Entsprechend dem Ansatz des Konstruktivismus nach dem Wissenserwerb als ein selbstgesteuerter Prozess der Konstruktion von Wissen aufgefasst wird, wurde angenommen, dass Hypertext -/Hypermediasysteme infolge der gegebenen Möglichkeiten für selbstgesteuertes Lernen durch Browsen der Hypertextbasis in besonderer Weise geeignet seien, konstruktivistische Prozesse zu unterstützen und den Wissenserwerb zu fördern. Ergebnisse empirischer Untersuchungen stützen diese Annahme nicht. Es hat sich gezeigt, dass allein aufgrund der Möglichkeiten in Hypermedien zur selbstgesteuerten Konstruktion von Wissen keine Vorteile für konstruktive kognitive Prozesse beim Wissenserwerb erwartet werden können. Für ein effektives Lernen sind weitere didaktische Massnahmen erforderlich, die z. B. im Kontext speziell gestalteter problemorientierter Lernumgebungen realisiert werden können.

) (1996)
) (1999)
) (2005)



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