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Beats Biblionetz - Fragen

Wie sieht die Zukunft des Schulbuchs aus?What is the future of textbooks?

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iconBemerkungen

Die Hardware-Abhängigkeit der neuen Medien und die damit zusammenhängenden Probleme sollten nicht unterschätzt werden. Der Vorteil der problemlosen Verfügbarkeit von Büchern wird sich nicht so rasch ändern.
Von Othmar Spachinger im Buch Schule 2020 aus Expertensicht (2009) im Text Das Schulbuch der Zukunft oder Die Zukunft des Schulbuchs?
Beat Döbeli HoneggerIch sehe das digitale Schulbuch der Zukunft als Schichtenmodell: In der ersten Schicht stellt der Verlag das Buch zur Verfügung, in der zweiten Schicht fügt der Lehrer etwas hinzu oder wählt etwas aus und in der dritten Schicht tun dies die Schüler. Das Schulbuch als vernetztes Buch wird das Modell der Zukunft sein.
Von Beat Döbeli Honegger im Text "Für digitale Medien gibt es viele Argumente" (2012)
Vonseiten der Schulbuchverlage wäre Unterstützung ebenfalls wünschenswert. Wie können wir das digitale Schulbuch realisieren mit Lerneinheiten, die wiederum auf Lernplattformen wie Moodle und Co. ohne Mengenbeschränkung Verwendung finden sowie kopiert und weiter bearbeitet werden dürfen? Die momentane Praxis ist da sehr unbefriedigend aus schulischer Sicht.
Von Rainer Fischer im Buch smart und mobil (2015) im Text Eine Schule macht sich auf den Weg: Tablet-Klassen und Schulentwicklung
Jürgen OelkersKurt ReusserDer direkte Internetzugriff der Lehrkräfte auf Musterlektionen oder Aufgabenbeispiele wird rasch an Bedeutung gewinnen und bereits heute konkurrieren viele Lehrmittel im Nutzungsverhalten der Schülerinnen und Schüler mit Wikipedia und ähnlichen Angeboten. Auch das wird bei der Implementation von Bildungsstandards zu beachten sein. Lehrmittel müssen nicht mehr Buchform annehmen, Alternativen zu dem, was staatlich anerkannt ist, sind jederzeit möglich, und die tatsächlich erteilten Lektionen werden sich aus verschiedenen Quellen zusammensetzen. Gleichwohl werden zusammenhängende Lehrmittel, die einen bestimmten und folgerichtigen Aufbau von Kompetenzen gewährleisten, auch in Zukunft ihren Rang behalten. Umso wichtiger ist dann die Frage, wie sie auf Bildungsstandards eingestellt werden können.
Von Jürgen Oelkers, Kurt Reusser im Buch Qualität entwickeln, Standards sichern, mit Differenz umgehen (2008) im Text Werkzeuge und Verfahren der Implementation auf Seite 344
Vincent TscherterMarc PilloudDa heute Unterrichtsmaterialien von Lehrpersonen oder Lehrmittelverlagen fast ausschliesslich am Computer erstellt werden, sind diese prinzipiell in digitaler Form vorhanden. Der Grossteil dieses Unterrichtsmaterials findet heute noch in Papierform als Ausdruck, Fotokopie oder Buch den Weg ins Klassenzimmer. Die gute Lesbarkeit, die hohe Verfügbarkeit, die niedrigen Kosten und die einfache Handhabung sind dafür verantwortlich, dass Papier heute in der Schule nach wie vor das dominierende Ausgabemedium ist und mit grosser Wahrscheinlichkeit noch einige Jahre bleiben wird. In den nächsten Jahren werden die Lehrmittelverlage und Medienhäuser für alle Schulstufen vermehrt multimediale Unterrichtsmaterialien online anbieten. Den Lernenden und Lehrenden stehen inzwischen zunehmend persönliche Geräte für die Arbeit mit solchen Online-Medien zur Verfügung. Diese Entwicklung bedingt nicht nur leistungsfähige Netzwerke und Internet-Anbindungen, sondern auch ein Überdenken der Funktion der schulischen Mediotheken.
Von Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Vincent Tscherter, Christian Hirt, Andreas Meier, René Moser, Marc Pilloud im Text Bildung im Netz (2012)
Beat Döbeli HoneggerZukünftige Lehrmittel könnte man sich gemäß diesen Überlegungen dreilagig vorstellen. Die Basis eines Lehrmittels ist die vom Verlag vorgegebene Struktur mit dem entsprechenden, lehrplankonformen Inhalt. Lehrerinnen und Lehrer können ein solches Lehrmittel auf einer zweiten, ein- und ausblendbaren Lage mit eigenen Inhalten ergänzen, aber auch bestehende Inhalte verändern oder löschen. Auf der obersten Ebene können Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Exemplar des Lehrmittels weiter individualisieren, sodass am Ende alle Lernenden mit einem Unikat arbeiten, das ihre eigenen Lernergebnisse enthält. Diese Idee eines dreilagigen Lehrmittels ist nicht grundsätzlich neu. In der analogen Welt entspricht sie einem vom Lehrmittelverlag verkauften Ordner, der sowohl von der Lehrkraft als auch von Schülerinnen und Schülern ergänzt werden kann. Trotzdem ist ein derart strukturiertes Lehrmittel für Verlage – abgesehen von der nicht ganz einfachen technischen Umsetzbarkeit – aus zwei weiteren Gründen kein einfaches Unterfangen: Einerseits stellen sich neue Herausforderungen bezüglich Urheberrecht und Geschäftsmodell, andererseits fürchten Verlage und Autoren, dass anders als bei physischen Ordnern die Leserinnen und Leser bei digitalen Werken den Verlagsteil nicht vom Lehrer- oder gar Schülerteil unterscheiden könnten.
Von Beat Döbeli Honegger im Buch Mehr als 0 und 1 (2016) im Text Wie sieht die Zukunft von Schulbüchern aus?

icon4 Vorträge von Beat mit Bezug

icon7 Einträge in Beats Blog

iconZitationsgraph

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconExterne Links

Auf dem WWW Didaktische Funktionen des TET (Technology Enhanced Textbook): Physikdidaktik FU Berlin ( WWW: Link OK 2016-05-28)
Auf dem WWW Das Lehrbuch der Zukunft: Vortrag von Wolfgang Neuhaus ( WWW: Link OK 2016-05-28)

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