Fast 90% der Lehrer beklagen, dass der Vorbereitungsaufwand und der tatsächliche
Aufwand innerhalb der Unterrichtsstunde durch das Notebook deutlich höher liegt als
bei bisher praktizierten Unterrichtsformen. Die involvierten Schüler wissen diesen
Mehraufwand zu schätzen.
von Erwin Bratengeyer, Gerda Kysela-Schiemer
im Buch eLearning in Notebook-Klassen (2002) 

Übereinstimmend wurde von Lehrern und Schülern eine hohe Motivierung durch die Laptops wahrgenommen, die allerdings im Verlauf des Projekts in dem Masse sank, in die die Laptops zu einem alltäglichen Arbeitsgerät wurden. Dennoch wurde das Projekt auch im dritten Jahr von Lehrern und Schülern positiv beurteilt. Beispielsweise gaben in allen Projektjahren mehr als 70 Prozent der Schüler an, dass sie den Computer gern nutzten. Teilweise lag die Zustimmung zum Laptop-Projekt bei über 90 Prozent.
von Heike Schaumburg, Ludwig J. Issing im Buch Lernen mit Laptops (2002) im Text Executive Summary auf Seite 16Although the 1:1 classrooms contained five more students, on average, than the
shared laptop classrooms, two of the three 1:1 classroom teachers reported that they
were more able to individualize instruction with full access to technology. As one
teacher described, “the complexity of the world wide web helps me differentiate students’
individual learning needs as the group can easily work on a number of different
activities.” Also in the interviews, each of the 1:1 classroom teachers included
comments about how 1:1 technology allowed students to learn more independently,
cooperatively, and collaboratively than through traditional instruction.
von Michael Russell, Damian Bebell, Jennifer Higgins im Text Laptop Learning: A Comparison of Teaching and Learning in Upper Elementary Classrooms Equipped With Shared Carts of Laptops and Permanent 1:1 Laptops (2004) students in the 1:1 classrooms were observed working alone
more often than in large groups, small groups, or in pairs. Conversely, students in the
shared laptop classrooms were observed more often working as a large group than
alone, or in small groups or pairs. Figure 2 also shows a significant difference between
The percentage of students (averaged across all observations) that were observed working
alone in the 1:1 classrooms as compared to the shared laptop classrooms. This data
suggests that learning activities were most often structured in an individual format in
the 1:1 classrooms and most often structured in a large group format in the shared
laptop classrooms.
von Michael Russell, Damian Bebell, Jennifer Higgins im Text Laptop Learning: A Comparison of Teaching and Learning in Upper Elementary Classrooms Equipped With Shared Carts of Laptops and Permanent 1:1 Laptops (2004) Rechnergestütztes Arbeiten hat neben den Arbeitstechniken auch die Raumnutzung verändert. Traditionell ließen sich alle Materialien und Arbeitstechniken am studentischen Arbeitsort in der Hochschule bündeln. Digitale Arbeitstechniken sind bislang jedoch überwiegend an stationäre Rechnerarbeitsplätze gekoppelt. Diese Arbeitsplätze sind in besonderen Pool-Räumen zusammengefasst und fallen meist nicht mit den Projekt-Arbeitsplätzen der Studierenden zusammen. Folge ist die Aufgliederung des Arbeitsprozesses auf mehrere Arbeitsorte. Der Einsatz von mobilen Rechnern ermöglicht es, manuelle und digitale Arbeitstechniken in den studentischen Arbeitsräumen wieder zusammen zu führen. Gleichzeitig werden den Studierenden flexiblere Formen der Raumnutzung und das Erschließen neuer Arbeitsorte erlaubt.
von Katja Benfer, Dieter Hennicken, Cyrus Zahiri
im Buch Projektbericht 'learning to learn' (2004) auf Seite 48

Primär bestimmt der jeweilige Lehrstil des Notebook-Lehrers die Unterrichtsgestaltung. Darüber hinaus lässt sich ein verstärkter Einsatz offener Lehr-Lernformen in den Notebook- Klassen beobachten. Als Werkzeug bietet das Notebook dem Lehrer verschiedene Vorteile zur Gestaltung des Unterrichts: Der Unterricht kann mit Notebook vor allem abwechslungsreicher gestaltet werden (durch Einbindung weiterer Medien und Materialien). Wie gut selbstorganisierte Arbeitsphasen durch Beratung und Feedback betreut werden, ist stark von situativen Faktoren abhängig. Deutlich ist, dass Notebook-Schüler den Unterricht mit eigenen (Projekt-)Arbeiten und Präsentationen stärker mitgestalten können. Die Gefahr der Ablenkung durch das Notebook ist gegeben, vor allem, wenn der Lehrer mit technischen Problemen oder Unterrichtsorganisation beschäftigt ist.
von Eva Häuptle, Gabi Reinmann im Buch Notebooks in der Hauptschule (2006) auf Seite 8
Mobilität bedeutet jedenfalls nicht - so die Erfahrungen und Wünsche der Lehrenden in Bremen - weniger Präsenz an der Universität. Im Gegenteil wäre es im Kontext Digitaler Medien heute ein Ziel, die Studierenden, die die Hochschule als Lebensort eher meiden, durch attraktive Angebote wieder an die Hochschulen zu holen, nicht nur für die fest umgrenzte Dauer einer Lehrveranstaltung, sondern auch im Rahmen eines selbstorganisierten Lernens in Gruppen von Studierenden. Der Netzort als ein Ort, der die Herausbildung von Communities für das Studieren fördern kann, soll Präsenztreffen nicht ersetzen, sondern sie eher fördern - kein Widerspruch übrigens, wie Untersuchungen von Netz-Communities zeigen. Interessant ist, dass gerade die Laptop-BesitzerInnen als Befürchtung äußerten, dass Laptop-Universität eine geringere Präsenz der Studierenden
an der Hochschule zur Folge haben könnte.
von Heidi Schelhowe im Buch Didaktik der Notebook-Universität (2004) im Text Nur ein neues Werkzeug? student survey results indicate that students in the 1:1 classrooms
reported using their home computers slightly more frequently for personal
activities (music, email, chat, games), and significantly more frequently for school
work than students in the shared classrooms despite nearly universal home access to
technology. With respect to personal uses of computers, students from both classrooms
reported that they spent more time playing games than any other use. Interestingly,
for students in the shared laptop classrooms, the second most frequent use
of home computers was for searching the Internet for fun. For these students, use
of home computers to search the Internet for school, write papers for school, emailing,
chatting, and downloading music occurred with nearly the same frequency. In
contrast, students in the 1:1 classrooms reported that the second most frequent use of their home computer was to search the Internet for school related work, followed
closely by searching the Internet for fun and writing papers for school. Home use
of computers for emailing, chatting, and downloading music was reported to occur
with noticeably less frequency in comparison to these more academic uses. Thus, it
appears that students who were provided with permanent access to a laptop in school
not only use computers more frequently in the classroom, but also use computers at
home for school related purposes more frequently than students in the shared laptop
classrooms.
von Michael Russell, Damian Bebell, Jennifer Higgins im Text Laptop Learning: A Comparison of Teaching and Learning in Upper Elementary Classrooms Equipped With Shared Carts of Laptops and Permanent 1:1 Laptops (2004) 

Hinsichtlich des schulischen Einsatzes von Laptops haben ISSING/SCHAUMBURG (2002) Veränderungen, die eine Einführung mobiler Computer in den Schulalltag mit sich bringt, in einer vergleichenden Evaluationsstudie untersucht. Zentrale Fragestellungen der Begleitforschung an einem Gymnasium waren unterrichtspraktische Veränderungen, Beeinflussungen des Lernens innerhalb und außerhalb der Schule, Beiträge zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen sowie das Erreichen curricularer Lernziele. In verschiedenen Teilstudien wurden quantitative und qualitative Schüler- und Lehrerbefragungen, videographierte Unterrichtsbeobachtungen und verschiedene Leistungs- und Schlüsselqualifikationstests über einen Zeitraum von vier Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass
- der Laptop vor allem zur Textverarbeitung, zur Recherche und zur kooperativen Nutzung eingesetzt wurde,
- im Unterricht schülerzentrierte Phasen und eigenverantwortliches Bearbeiten komplexer Aufgabenstellungen zunahmen,
- Laptops zu einer stärkeren Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts sowie zur Aktivierung der Schülerinnen und Schüler beitrugen,
- schulisches Lernen mit Laptops als interessanter, anschaulicher und motivierender wahrgenommen wurde,
- die Einführung von Laptops zu stärkerer Präferenz kooperativen Arbeitens führte,
- die computerbezogenen Kenntnisse und Fähigkeiten deutlich anstiegen und geschlechtsspezifische Unterschiede egalisiert werden konnten,
- die Fachleistungen insgesamt - im Vergleich zu Nicht-LaptopKlassen - weitgehend konstant blieben,
- der Laptop-Einsatz in einzelnen spezifischen Bereichen, z.B. bei der Aufsatzformulierung im Fach Deutsch, zu signifikanten Leistungsverbesserungen führte.
von Gerhard Tulodziecki, Bardo Herzig im Buch Mediendidaktik (2004) im Text Forschungsergebnisse zum Lernen und Lehren mit Medien auf Seite 87