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Mögliche Wege zum Schulbuch als Open Educational Resources (OER)

Eine Machbarkeitsstudie zu OER-Schulbüchern in Österreich
, Katharina Kreissl, Leonhard Dobusch, ,    
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iconZusammenfassungen

Sandra SchönMartin EbnerDie Studie ist folgendermaßen gegliedert: Aufbauend auf den Vorteilen von OER-Schulbüchern (Kapitel 2) wird der Status Quo der Schulbuchprozesse in Österreich beschrieben (Kapitel 3) und OER-Aktivitäten in Österreich skizziert (Kapitel 4). Kapitel 5 beschreibt vorhandene Erfahrungen mit OER-Schulbüchern in Österreich und in anderen Ländern mit vergleichbaren Rahmenbedingungen. Kapitel 6 zeigt Möglichkeiten zur Umsetzung von OER-Schulbüchern entlang des Geschäftsmodells bei der Erstellung von Schulbüchern auf. Sechs Szenarien zur Förderung von OER-Schulbüchern durch die österreichischen Bundesministerien werden in Kapitel 7 beschrieben, allgemeine Empfehlungen dazu in Kapitel 8 gegeben.
Von Sandra Schön, Katharina Kreissl, Leonhard Dobusch, Martin Ebner im Buch Mögliche Wege zum Schulbuch als Open Educational Resources (OER) (2017)
Sandra SchönMartin EbnerIn der Machbarkeitsstudie werden sechs Szenarien für OER-Schulbücher in Österreich beschrieben, ausgehend von möglichen Aktivitäten der zuständigen österreichischen Bundesministerien:
  • Szenario A: Keine Veränderungen der Schulbuchaktivitäten der beteiligten österreichischen Bundesministerien
  • Szenario B: Sukzessive Ergänzung des Schulbuchangebots durch OER-Schulbücher und weiterer OERMaterialien mit Finanzierung durch die Ministerien
  • Szenario C: (Zusätzliche) Incentivierung der Entwicklung von OER-Schulbüchern durch öffentliche Gratifizierung auf Basis von Nutzungserhebungen
  • Szenario D: OER-Schulbücher als „Common Option”
  • Szenario E: Kompletter Umstieg auf OER-Schulbücher durch Koppelung der Zulassung von Schulbüchern an OER-Klausel
  • Szenario F: Kompletter Umstieg auf OER-Schulbücher durch öffentliche Ausschreibungen
Von Sandra Schön, Katharina Kreissl, Leonhard Dobusch, Martin Ebner im Buch Mögliche Wege zum Schulbuch als Open Educational Resources (OER) (2017)
Sandra SchönMartin EbnerOffene Bildungsressourcen werden auch „Open Educational Resources“ oder kurz „OER“ bezeichnet und zeichnen sich dadurch aus, dass sie offen lizenziert sind, d. h. ihre Nutzung und auch Modifikation ist ausdrücklich erlaubt. Bei herkömmlichen Schulbüchern ist dies nicht erlaubt: Verletzungen des Urheberrechts sind in österreichischen Schulen Alltag. Die Machbarkeitsstudie zu „OER-Schulbüchern“, also offen lizenzierten und zugelassenen, soll verschiedene Szenarien für die prinzipielle Ermöglichung sowie Förderung offener Lizenzen und Formate im Bereich öffentlich finanzierter Lehr- und Lernunterlagen erarbeiten.
Die Studie beantwortet u. a. folgende Fragen:
  • Welche Rahmenbedingungen und Geschäftsmodelle zur Finanzierung von Schulbüchern sind in Österreich derzeit vorzufinden?
  • Welche Möglichkeiten der Umsetzung von OER-Schulbüchern gibt es bzw. werden gesehen?
  • Welche Veränderungsbedarfe ergeben sich daraus für die verschiedenen involvierten Stakeholder (Gesetzgeber, Ministerium, Fachverlage, Schulen, etc.)?
  • Welche konkreten Handlungsempfehlungen ergeben sich aus den Machbarkeitsüberlegungen?
Methodisch wurden dabei Literaturrecherchen wie auch 20 Interviews mit Vertreter/innen verschiedener Stakeholder-Gruppen durchgeführt. So werden zum einen die Veröffentlichungen rund um den Status Quo von OER und Machbarkeitsstudien herangezogen (z. B. Vlaj, 2014; Ebner, Köpf u. a., 2015; Blees u. a., 2015). Zum anderen wurden u. a. Vertreter/innen von Bildungspolitik, -verwaltung und öffentlichen Bildungsdienstleistern, Lehrkräften an unterschiedlichen Schultypen, Vertreter/innen von Bildungsmedienverlagen, Autorinnen und Autoren von Bildungsunterlagen, Schulbuchhändler/innen, Anbieter/innen von Bildungsmedienplattformen sowie OER-Expertinnen und -Experten befragt. Dem klaren thematischen Fokus der Machbarkeitsstudie entsprechend orientiert sich Datenerhebung und Auswertung an problemzentrierten Interviews mit Expertinnen und Experten (vgl. Meuser und Nagel, 1991; Witzel 2000), die themenbezogen bzw. in Anlehnung an Mayring (2003) ausgewertet wurden. Die Aufbereitung der Ergebnisse und Einschätzungen zur Umsetzung von OERSchulbüchern in Österreich erfolgt dabei u.a. anhand der Wertschöpfungskette der Schulbuchentwicklung und -nutzung, wie sie derzeit durch die Schulbuchaktion und ihrer Rahmenbedingungen vorzufinden sind.
Von Sandra Schön, Katharina Kreissl, Leonhard Dobusch, Martin Ebner im Buch Mögliche Wege zum Schulbuch als Open Educational Resources (OER) (2017)
Sandra SchönMartin Ebner'OER' hat sich in den letzten Jahren, auch im deutschsprachigen Raum, als Abkürzung für „Open Educational Resources“ (engl. für offene Bildungsressourcen) etabliert. Darunter werden Lern- und Lehrmaterialien verstanden, die ausdrücklich mit Hilfe einer sogenannten „offenen Lizenz” für die Nutzung, Modifikation und Wiederveröffentlichung freigegeben wurden (darunter fallen die Creative-Commons-Lizenzen CC BY, CC BY-SA, CC 0).
OER-Schulbücher als approbierte und offen lizenzierte Schulbücher bieten unter anderem die Möglichkeit der rechtssicheren Nutzung, des kostenlosen Zugangs auf die digitale Version sowie die Möglichkeit der Modifikation und Wiederveröffentlichung der Materialien. Von OER-Schulbüchern wird erwartet, dass sie sich mittelbar auch positiv auf die Bedingungen, Gelegenheiten und Möglichkeiten des Lernens und Lehrens und damit auch auf den Wissenszuwachs und Kompetenzaufbau von Schülerinnen und Schülern auswirken.
Die vorliegende Machbarkeitsstudie zu OER-Schulbüchern in Österreich soll potentielle Veränderungen, Chancen und Herausforderungen sowie mögliche Szenarien für die Einführung von OER-Schulbüchern aufzeigen. Es stellt sich hierbei vor allem die Frage, ob und wie die mit der Entwicklung von OER-Schulbüchern verbundenen notwendigen Veränderungen (u.a. kurzfristige Mehrkosten; veränderte Finanzierungsmodelle) von den unterschiedlichen Stakeholdern umgesetzt werden können. Es werden dazu verschiedene Optionen erarbeitet und beschrieben.
Methodisch wurden dabei Literaturrecherchen wie auch umfangreiche Interviews mit Vertreter/innen verschiedener Stakeholdergruppen durchgeführt.
Maßgeblich für die Entwicklung und Finanzierung von Schulbüchern in Österreich ist die 'Schulbuchaktion', eine öffentlich finanzierte Maßnahme mit den Zielen, Eltern zu entlasten, sozialen Ausgleich herbeizuführen sowie Qualität sicherzustellen. Sie wird vom Bundesministerium für Familien und Jugend (Ablauf und Finanzierung) sowie vom Bundesministerium für Bildung (pädagogische Angelegenheiten) getragen. Die Schulen können sich bis zu einem jährlichen Limit (im Durchschnitt ca. 90 Euro je Schüler/in) Schulbücher über die Schulbuchaktion beim Buchhandel bestellen und dazu aus einem Pool von 8.000 approbierten Schulbüchern auswählen. Zusätzlich steht ihnen ein kleineres Budget für weitere Lern-/Lehrmittel zur Verfügung. Durch den Prozess der Schulbuchzulassung weist der Gesamtprozess von der Erstellung bis zur ersten Nutzung von Schulbüchern eine Dauer von etwa 23 bis 45 Monaten auf.
Wenn OER-Schulbücher eingeführt werden (sollen), die aufgrund offener Lizenzen digital kostenlos genutzt und weiterverbreitet werden dürfen, werden die bisherigen Logiken und Abläufe rund um Entwicklung, Vertrieb und Finanzierung von Schulbüchern in Österreich stark beeinflusst. Grundsätzlich bleiben die Schulbuchverlage sowie, zumindest beim Vertrieb der Printversionen von OER-Schulbüchern, der Buchhandel weiterhin zentrale Stakeholder bei Schulbuchproduktion und -vertrieb. Die Finanzierbarkeit von OER-Schulbüchern durch den Verkauf von gedruckten Exemplaren ist jedoch vermutlich eingeschränkt, sodass eine Veränderung des Finanzierungsmodells und der institutionellen Rahmenbedingungen für OERSchulbücher erforderlich scheint.
Von Sandra Schön, Katharina Kreissl, Leonhard Dobusch, Martin Ebner im Buch Mögliche Wege zum Schulbuch als Open Educational Resources (OER) (2017) auf Seite 18

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