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Monitor Digitale Bildung - Die Schulen im digitalen Zeitalter

Ulrich Schmid, Lutz Goertz, Julia Behrens ,    
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iconZusammenfassungen

Der vorliegende Bericht ist das Ergebnis einer repräsentativen 360°-Grad- Befragung im Sektor Schulbildung. Im Fokus stand die Frage nach dem Status quo des digitalen Lernens in Schulen. Dabei ging es weniger um technische Ausstattung oder Infrastruktur. Beides sind zwar notwendige, aber nicht hinreichende Bedingungen für den Einsatz digitaler Lernwerkzeuge. Im Mittelpunkt stand vielmehr die pädagogische Anwendung: Wer nutzt welche Technologien für wen und warum? Welche (positiven wie negativen) Erfahrungen gibt es dazu?
Von Ulrich Schmid, Lutz Goertz, Julia Behrens im Buch Monitor Digitale Bildung - Die Schulen im digitalen Zeitalter (2017) auf Seite 11
Die Ergebnisse des Monitors Digitale Bildung zur Situation des digitalen Lernens an Schulen in Deutschland zeigen: Generell sind Schulleiter, Lehrer und Schüler bereit, sich mit digitalen Medien auseinanderzusetzen und glauben daran, dass die Digitalisierung die Schule verändern wird. Trotz dieser grundsätzlichen Offenheit sind auf dem Weg zur pädagogisch sinnvoll digitalisierten Schule noch einige Hürden zu überwinden. Unsere Kernergebnisse zeigen, welche das sind:
  1. Schule verkennt pädagogische Potenziale der Digitalisierung
    Lehrer und Schulleiter nehmen Digitalisierung vor allem als eine zusätzliche Herausforderung wahr. Nur 15 Prozent der Lehrer sind versierte Nutzer digitaler Medien. Zwar sind gut 70 Prozent der Lehrer und Schulleiter der Überzeugung, dass digitale Medien die Attraktivität der Schule steigern. Trotzdem erkennen (und nutzen) nur wenige das volle didaktisch-methodische Potenzial von Digitalisierung im Unterricht – zum Beispiel mit Blick auf Inklusion, individuelle Förderung oder Ganztagsgestaltung. Nicht mal jeder vierte Lehrer glaubt daran, dass digitale Medien dabei helfen, den Lernerfolg ihrer Schüler zu verbessern. Unter den Schulleitern ist es kaum jeder fünfte. Die Mehrheit der Lehrer und Schulleiter sieht die Chancen des digitalen Wandels stattdessen hauptsächlich darin, administrative Aufgaben besser bewältigen zu können.
  2. Digitalisierung ohne Strategie und Konzept
    Kaum eine Schule behandelt Digitalisierung als strategisches Thema. Nur 8 Prozent der Schulleiter messen ihr eine strategische Bedeutung zu. Die meisten Schulen haben weder ein Konzept für den Einsatz digitaler Lernmittel noch reflektieren sie den digitalen Wandel als Bestandteil ihrer systematischen Schul- und Unterrichtsentwicklung. In der Regel entscheiden die Lehrer selbst, ob und wenn ja welche digitalen Medien sie einsetzen. Auch ihre entsprechende Weiterbildung müssen sie sich zumeist selbst organisieren. Das, was an digitaler Entwicklung in Schule passiert, geschieht nach Angaben der Lehrer und Schulleiter nicht auf Initiative externer Stellen, wie etwa Schulbehörde oder Landesregierung. Die Befragten sehen überwiegend sich selbst oder ihre Kollegen als Initiatoren des digitalen Wandels in Schulen. Das erschwert die systematische individuelle Förderung mithilfe digitaler Medien erheblich und lässt das große Potenzial der Digitalisierung als Treiber strategischer Schulentwicklung ungenutzt.
  3. Schlechtes WLAN, mangelhafter IT-Support, unzureichende Weiterbildung
    Fast 50 Prozent aller Lehrer sind mit der technischen Ausstattung an ihrer Schule nicht zufrieden. Noch häufiger beklagen sie (58 Prozent) den fehlenden IT-Support und die mangelnde Weiterbildung (65 Prozent). Vonseiten der Schulleiter fällt das Urteil zur technischen Ausstattung ihrer Schulen sogar noch schlechter aus als das der Lehrer. Immerhin nur noch 21 Prozent der Lehrer geben an, an ihrer Schule überhaupt kein WLAN zur Verfügung zu haben. Nur 37 Prozent sind mit der Qualität des vorhandenen WLANs mehr oder weniger zufrieden.
  4. Videos sind bei Schülern das beliebteste digitale Lernmedium
    Schüler nutzen zum Lernen in der Freizeit vor allem Videos (76 Prozent). Dicht darauf folgen freie Enzyklopädien (Wikis), wie zum Beispiel Wikipedia. Wenn Lehrer digitale Medien einsetzen, dann verwenden auch sie häufig Videos (72 Prozent) und Wikis (51 Prozent), gefolgt von Präsentations- und Bürosoftware wie PowerPoint und Word. Allerdings zeigen sie sich hier insgesamt zurückhaltender als ihre Schüler. Die Mehrheit der Schüler würde auch gerne im Unterricht öfter mit Videos arbeiten, da sie dies zum Lernen motiviert.
  5. Digitales Lernmaterial: Am liebsten kostenlos, geprüft und geordnet
    Lehrer nutzen digitales Lernmaterial vor allem dann, wenn es für sie kostenlos verfügbar ist. Open Educational Resources (OER) spielen schon eine große Rolle in ihrem schulischen Berufsalltag. Allerdings bemängelt knapp die Hälfte der Lehrer den großen Zeitaufwand, der mit der Suche nach geeignetem und gutem Material verbunden ist. Selbst erstelltes Lernmaterial wird unabhängig davon in der Regel bislang nur mit ausgewählten Kollegen geteilt – meist in analoger Form.
Von Ulrich Schmid, Lutz Goertz, Julia Behrens im Buch Monitor Digitale Bildung - Die Schulen im digitalen Zeitalter (2017) auf Seite 11

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Personen
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Wilfried Bos, Birgit Eickelmann, Sabine Feierabend, Julia Gerick, Frank Goldhammer, Kultusministerkonferenz, Theresa Plankenhorn, Thomas Rathgeb, Heike Schaumburg, Renate Schulz-Zander, Knut Schwippert, Martin Senkbeil, Heike Wendt

Fragen
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Warum wird ICT in der Bildung nicht stärker genutzt?

Aussagen
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Schulen benötigen professionellen Informatiksupport!

Begriffe
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Deutschlandgermany, Digitalisierung, LehrerInteacher, Medienkompetenz/media literacymedia literacy, Open Educational Resources (OER)Open Educational Resources, Sozialkompetenz
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Bücher
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
2014    ICILS 2013 (Wilfried Bos, Birgit Eickelmann, Julia Gerick, Frank Goldhammer, Heike Schaumburg, Knut Schwippert, Martin Senkbeil, Renate Schulz-Zander, Heike Wendt) 2, 11, 9, 6, 10, 6, 5, 9, 7, 16, 14, 246312924267
2016    JIM-Studie 2016 (Sabine Feierabend, Theresa Plankenhorn, Thomas Rathgeb) 14, 10, 5, 4, 1, 1, 3, 4, 10, 8429860
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Texte
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
2016    Bildung in der digitalen Welt (Kultusministerkonferenz) 18, 5, 3, 3, 4, 4, 8, 13, 41612462

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Nicht erwähnte Begriffe
Methodenkompetenz, Sachkompetenz

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