Die nun zum vierten Mal durchgeführte Erhebung bei Schülerinnen und Schülern von
der Primarschule bis und mit der Sekundarstufe II zur Digitalisierung der Schule zeigt
vier Haupterkenntnisse. Erstens hat die Durchdringung der Schule mit digitalen Hilfsmitteln und Geräten einen Plafond erreicht. Dabei wurden die Unterschiede zwischen der
französischsprachigen Schweiz und der Deutschschweiz tendenziell kleiner, der Kanton
Tessin weist jedoch immer noch einen deutlich tieferen Digitalisierungsgrad auf. Zweitens berichten Schülerinnen und Schüler konsistent über alle vier Erhebungen hinweg
deutlich häufiger über positive Aspekte im Umgang mit digitalen Hilfsmitteln als über
negative Aspekte, wie beispielsweise Ermüdung. Drittens werden Smartphones in der
Primarschule sehr selten für schulische Zwecke eingesetzt (3%), aber fast 80% der Schülerinnen und Schüler der Primarstufe nutzen zuhause ein Smartphone für den privaten
Gebrauch. Viertens und zum ersten Mal in dieser Erhebung abgefragt sind Anwendungen
mit künstlicher Intelligenz (KI) in den Schulen und für schulische Zwecke zuhause. Ob
für Übersetzungen oder in der Form von generativen Sprachmodellen wie ChatGPT, hat
die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I solche Tools in der
Schule schon eingesetzt und diese mindestens einmal wöchentlich gebraucht. Auf der
Sekundstufe II ist zudem der Einsatz und der Gebrauch von KI-Tools in der Allgemeinbildung sowohl in der Schule als auch privat zuhause deutlich häufiger zu beobachten
als in der beruflichen Grundbildung.
From Chantal Oggenfuss, Stefan C. Wolter in the text Monitoring der Digitalisierung der Bildung aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler (2024)