Schweden bremst bei der Digitalisierung in der Schule Sweden is putting the brakes on digitalisation in school.
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Definitionen
Bemerkungen

Die Kehrtwende bei der Digitalisierung in den schwedischen Schulen ist mindestens zum Teil politisch motiviert. In der jüngeren Vergangenheit ist Schule ein Spielball der Politik und die aktuelle rechtsbürgerliche Regierung hat mit der plakativen Abkehr von der Digitalisierung auch ein politisches Zeichen setzen wollen.
Der schwedische Weg, mit Stift und Papier bewaffnet der Digita-
lisierung gegenüberzutreten, lässt zukunftsträchtige Digitalkompe-
tenzen unter den Tisch fallen. „Zurück in die Zukunft" ist zu einfach
gedacht, zumal konservative und rechte politische Strömungen mit
einem „Zurück zu Papier und Stift" gerne ihre „altbewährten", oft
tradierten Wertvorstellungen stilisieren und politisch wirksam auf
den Rücken der Kleinsten austragen.
Die Aussage "Mehr Bücher, weniger Tablets" dieser schwedischen Abkehr von digitalen Medien in den unteren Jahrgangsstufen zeigt einerseits ein sehr vereinfachtes Bild von Digitalisierung - wer sieht digitale Medien als reinen Schulbuchersatz? - und deutet andererseits darauf hin, dass diese Entscheidung mehr politisch als pädagogisch motiviert ist. Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass gleichzeitig wieder Schönschreibunterricht und Disziplinarnoten eingeführt werden sollen.
Nachdem schwedische Schüler mit der besten
Technikausgestattetwurden,
TabletsdieSchulbücherundHefteersetzten,
Hausaufgaben digital erledigt wurden und der Unterricht
immer mehr mittels der digitalen Helfer gestaltet wurde, rudert
Schweden, das lange als das Vorzeigeland in der digitalen Schulbildung
galt, nun zurück. Denn Forschende des Karolinska-Instituts
aus Stockholm fanden heraus, dass Schulkinder der Primärstufen
umso schlechtere Leistungen erzielen, je intensiver Computer im
Unterricht eingesetzt werden.
Nun rudern ausgerechnet Schweden und Dänemark beim IT-Einsatz in Schulen zurück. Zuletzt war auch dort das Niveau der gemessenen Schülerleistungen gesunken, trotz fortschrittlicher Schul-IT. Die schwedische Bildungsministerin Lotta Edholm will die Digitalisierungsstrategie daher bremsen. Gerade in den unteren Klassen sollen Schüler wieder verstärkt Bücher und Hefte verwenden. Dänemarks Minister für Kinder und Bildung, Mattias Tesfaye, entschuldigte sich in einem Interview mit der dänischen Tageszeitung „Politiken“ bei den Jugendlichen des Landes für die „naive Technikbegeisterung“ der vergangenen Jahre und dafür, dass man sie zu „Versuchskaninchen in einem digitalen Experiment“ gemacht habe.Medienpädagogin Eveline Hipeli hat selbst finnische Wurzeln und war bereits als Gastdozentin im Land. Ihrer Beurteilung nach erfolgte die Umstellung in vielen nordischen Ländern mit zu wenig weiterbildenden Massnahmen für die Lehrpersonen: «Es reicht eben nicht, wenn die Lehrperson weiss, wo man ein Gerät anschaltet. Sie muss es auch sinnvoll und gewinnbringend im Unterricht einsetzen können.»






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