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EXIF - Exzessive Internetnutzung in Familien

Zusammenhänge zwischen der exzessiven Computer- und Internetnutzung Jugendlicher und dem (medien-)erzieherischen Handeln in den Familien
Rudolf Kammerl, Lena Hirschhäuser, Moritz Rosenkranz, Christiane Schwinge, Sandra Hein, Lutz Wartberg, Kay Uwe Petersen ,    
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iconZusammenfassungen

Exzessive Computer- und Internetnutzung Jugendlicher im Kontext der Medienerziehung in Familien bedeutet für alle Familien eine Herausforderung, die medienerzieherische Fragen aufwirft und Risiken bei der Entwicklung Heranwachsender offenbart.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Einschätzung, ab welchem Punkt Mediennutzung als "exzessiv" gilt, zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sehr unterscheidet.
In der Studie wurden neben Experteninterviews und Gruppendiskussionen bundesweit 1.744 Jugendliche und ihre Eltern befragt.
Von Klappentext im Buch EXIF - Exzessive Internetnutzung in Familien (2012)
Rudolf KammerlDie mediale Debatte um „computersüchtige“ Jugendliche sowie eine wachsende Anzahl von Anfragen in (Sucht-)Beratungsstellen wegen exzessiver Computer- und Internetnutzung von Jugendlichen weisen darauf hin, dass es für viele Familien eine große Herausforderung darstellt, Heranwachsende in ihrem Umgang mit Computer und Internet erzieherisch adäquat zu begleiten. In dem breit angelegten Forschungsprojekt EXIF werden Zusammenhänge zwischen einer als exzessiv oder suchtartig bewerteten Computer- und Internetnutzung von Jugendlichen und der (Medien-)Erziehung in den Familien untersucht. In der vorliegenden Studie wurden Experteninterviews geführt, Gruppendiskussionen initiiert und eine repräsentative Erhebung realisiert, bei der bundesweit 1.744 14- bis 17-jährige Jugend-liche und jeweils ein dazugehöriger Elternteil befragt wurden. Ob die zeitliche Regulierung der Computer- und Internetnutzung zu einem Problem in der Familie wird, hängt von vielfältigen Faktoren ab: Als zentrale Prädiktoren erwiesen sich hier-für Sozialstatus, Geräteausstattung, Medienerziehung, elterliche Medienkompetenz sowie Funktionalität der Familie. Dabei gibt es sowohl Familien, in denen in erster Linie die – meist formal höher gebildeten – Eltern eine zeitlich ausufernde Computer- und Internetnutzung ihrer Jugendlichen beschreiben, ohne dass es weitere Anhaltspunkte für eine pathologische Nutzung der Jugendlichen gibt (rund 9 % der Familien mit 14- bis 17-jährigen Kindern in Deutschland). Darüber hinaus gibt es aber auch Familien, in denen die Jugendlichen eine suchtähnliche Internetnutzung aufweisen – aus der Perspektive der Eltern, der Jugendlichen selbst sowie aus der Perspektive der Suchtforschung (rund 6 % der Familien). Sie finden sich zwar in allen gesellschaftlichen Milieus, Familien aus schwächeren sozialen Schichten und Ein-Eltern-Familien sind allerdings in dieser Problemgruppe häufiger vertreten. Ein allgemein belastetes Familienklima trägt offenbar dazu bei, dass sich die Jugendlichen hinter ihren Bildschirm zurückziehen. Ungeeignete erzieherische Maßnahmen der Eltern können diese Situation zusätzlich verschlimmern. Diese Jugendlichen sind nicht sozial isoliert, sind aber mit einigen zentralen Lebensbereichen sehr unzufrieden, insbesondere mit ihrer Familiensituation. Von den Familien werden verschiedene Versuche unternommen, die Situation zu verbessern; diese sind jedoch meist erfolglos. Hier deutet sich ein Bedarf an, den Eltern – aber auch professionellen Beratern – geeignete Mittel an die Hand zu geben, damit sich eine (vorübergehend) problematische Nutzung nicht verfestigt.
Von Rudolf Kammerl, Lena Hirschhäuser, Moritz Rosenkranz, Christiane Schwinge, Sandra Hein, Lutz Wartberg, Kay Uwe Petersen im Buch EXIF - Exzessive Internetnutzung in Familien (2012)

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Begriffe
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Computercomputer, Deutschlandgermany, Elternparents, Erziehung, Familiefamily, Gesellschaftsociety, Internetinternet, Kinderchildren, Medienmedia, Medienerziehung, Medienkompetenz/media literacymedia literacy, Sozialstatus

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