
Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen haben Wirtschaft, Staat und Gesellschaft grundlegend verändert. Die Nutzung des Cyber-Bereichs (z.B. Internet und mobile Netze) hat viele Vorteile und Chancen gebracht. Allerdings hat die digitale Vernetzung auch dazu geführt, dass Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen für kriminelle, nachrichten-dienstliche, machtpolitische oder terroristische Zwecke missbraucht oder ihr Funktionieren beeinträchtigt werden können. Störungen, Manipulationen und gezielte Angriffe, die via elekt-ronische Netzwerke ausgeführt werden, sind Risiken, die mit einer Informationsgesellschaft einhergehen. Es ist davon auszugehen, dass diese in Zukunft tendenziell zunehmen.
Da der Schutz der Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen vor Cyber-Risiken im nationalen Interesse der Schweiz liegt, hat der Bundesrat die nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken in Auftrag gegeben. Der Bundesrat verfolgt die folgenden strategischen Ziele:
- die frühzeitige Erkennung der Bedrohungen und Gefahren im Cyber-Bereich
- die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von kritischen Infrastrukturen
- die wirksame Reduktion von Cyber-Risiken, insbesondere Cyber-Kriminalität, Cyber-Spionage und Cyber-Sabotage.
Mit der vorliegenden Strategie wird auch mehreren parlamentarischen Vorstössen, in denen verstärkte Massnahmen gegen Cyber-Risiken gefordert wurden, Rechnung getragen.