Tyrannei der GleichheitFür mehr Gerechtigkeit an der Schule
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Zusammenfassungen
Warum sinkt das Bildungsniveau in Deutschland kontinuierlich? Die Antwort ist unbequem: Eine Gleichheitsideologie hat das System erfasst, die mehr schadet als nützt. Jeder soll alles erreichen können. Der ehemalige Kultusminister Mathias Brodkorb und der Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer legen eine fundierte Streitschrift vor, die aufzeigt, wie die Verwechslung von Gleichheit und Gerechtigkeit zur Bildungsmisere geführt hat. Darin decken sie auf, wie die Politik das Bildungssystem systematisch überfordert – von Inklusion über Klimaschutz bis zur Digitalisierung soll die Schule alle gesellschaftlichen Probleme lösen. Gleichzeitig wird Bildungsgerechtigkeit mit Ergebnisgleichheit gleichgesetzt – ein fataler Fehler. Denn echte Gerechtigkeit bedeutet, jedem die bestmögliche Bildung zu ermöglichen, auch wenn dies zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.
Mit analytischer Präzision zielen Brodkorb und Zierer auf die »blinden Flecken« der aktuellen Bildungspolitik: die Ignorierung natürlicher Begabungsunterschiede und die Unterschätzung sozialer Komplexität. Ihr Gegenentwurf: »Gerechte Ungleichheit« statt Gleichmacherei – nur so lässt sich die Bildungskrise überwinden.
Bemerkungen zu diesem Buch
Für Fachkräfte und Wissenschaftler:innen aus Sozialer Arbeit, Kindheitspädagogik, Inklusionspädagogik, Schulsozialarbeit und Kinder‑ und Jugendhilfe ist das Buch daher weniger als fachlich ausgewogene Analyse zu empfehlen, sondern eher als diskursanalytisch aufschlussreicher Streittext. Es zeigt exemplarisch, wie gegenwärtig eine anti-egalitäre Bildungsrhetorik formuliert wird, die sich wissenschaftlich gibt, gesellschaftspolitisch aber erhebliche Verkürzungen enthält.
Von Stefan Godehardt-Bestmann im Text Reszension von «Mathias Brodkorb, Klaus Zierer: Tyrannei der Gleichheit» (2026) Tyrannei der Gleichheit ist ein gut lesbarer und pointierter Essay, der wichtige Fragen nach den Grenzen schulischer Kompensation und nach der Bedeutung von Leistung stellt. Seine Stärke liegt in der Kritik einfacher Gleichheits‑ und Kausalitätsannahmen, seine Schwäche in der eigenen Gegenvereinfachung und in einer zu geringen Berücksichtigung menschenrechtlicher, inklusionspädagogischer und sozialpädagogischer Perspektiven. Die einleitende Triggerwarnung lässt sich am Ende auch gegen den Text selbst wenden: Wer Wünsche anderer die Welt betreffend infrage stellen will, müsste ebenso bereit sein, die eigenen Wünsche die Welt betreffend zu prüfen.
Von Stefan Godehardt-Bestmann im Text Reszension von «Mathias Brodkorb, Klaus Zierer: Tyrannei der Gleichheit» (2026) Rhetorisch ist das Buch zweifellos stark gesetzt. Titel, Kapitelüberschriften und Bilder wie „Lord Voldemort der Bildungsdebatte“ erzeugen Aufmerksamkeit. Zugleich entsteht häufig ein Freund-Feind-Schema: hier Realitätssinn, Wissenschaft, Leistung und Gerechtigkeit, dort Gleichheitsideologie, Dogmen, Illusionen und Denkverbote. Kritische Bildungsforschung, Inklusionspädagogik, Kinderrechte und Sozialpädagogik lassen sich jedoch nicht seriös auf die Behauptung reduzieren, alle Kinder seien gleich oder alle Unterschiede müssten verschwinden. Viele dieser Ansätze fordern nicht Ergebnisgleichheit, sondern Barriereabbau, Anerkennung von Verschiedenheit, diskriminierungskritische Institutionen, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und gerechtere Bedingungen des Aufwachsens.
Von Stefan Godehardt-Bestmann im Text Reszension von «Mathias Brodkorb, Klaus Zierer: Tyrannei der Gleichheit» (2026)
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2 Erwähnungen 
- Reszension von «Mathias Brodkorb, Klaus Zierer: Tyrannei der Gleichheit» (Stefan Godehardt-Bestmann) (2026)

- «Wir haben die schlechtesten Schülerleistungen aller Zeiten» (Mathias Brodkorb, Nadja Pastega) (2026)

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Beat und dieses Buch
Beat hat dieses Buch erst in den letzten 6 Monaten in Biblionetz aufgenommen. Er hat dieses Buch einmalig erfasst und bisher nicht mehr bearbeitet. Beat besitzt kein physisches, aber ein digitales Exemplar. (das er aber aus Urheberrechtsgründen nicht einfach weitergeben darf). Aufgrund der wenigen Einträge im Biblionetz scheint er es nicht wirklich gelesen zu haben. Es gibt bisher auch nur wenige Objekte im Biblionetz, die dieses Werk zitieren.

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