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Beats Biblionetz - Bücher

The Effects of School Phone Bans

National Evidence from Lockable Pouches
Hunt Allcott, E. Jason Baron, Thomas Dee, Angela Duckworth, Angela L. Duckworth, Matthew Gentzkow, Brian Jacob , local web 
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iconZusammenfassungen

Beat Döbeli HoneggerEine grössere, nicht peer-ge-reviewte Studie des National Bureau of Economic Research (USA) zu den Auswirkungen eines Handyverbots durch Einpacken der Schülerhandys in eine Art Faraday-Sack während der Schulzeit, der nur durch Lehrpersonen zu öffnen ist (siehe: www.overyondr.com/phone-locking-pouch).
Von Beat Döbeli Honegger, erfasst im Biblionetz am 08.05.2026
The Effects of School Phone BansSchools across the U.S. have sharply restricted student use of phones during the school day. We evaluate one type of restriction—lockable phone pouches—using nationwide data combining large-scale surveys, GPS pings, standardized test scores, and school administrative records, along with sales records from the largest pouch provider. Using a staggered difference-in-differences design, we find that pouch adoption substantially reduces phone use as measured by GPS pings and teacher reports. In the first year after adoption, disciplinary incidents increase and student subjective well-being falls, consistent with short-term disruption. However, effects on well-being become positive in later years and disciplinary effects fade. For academic achievement, average effects on test scores are consistently close to zero. High schools see modest positive effects, particularly in math, while middle schools see small negative effects. We find little evidence of effects on school attendance, self-reported classroom attention, or perceived online bullying.
Von Hunt Allcott, E. Jason Baron, Thomas Dee, Angela Duckworth, Angela L. Duckworth, Matthew Gentzkow, Brian Jacob im Buch The Effects of School Phone Bans (2026)
Google Notebook LMDiese wissenschaftliche Untersuchung analysiert die bundesweiten Auswirkungen von Handyverboten an US-Schulen, die durch den Einsatz spezieller verschließbarer Taschen der Marke Yondr umgesetzt werden. Die Forscher nutzen GPS-Daten, Umfragen und offizielle Schulregister, um festzustellen, dass diese Maßnahme die Handynutzung während der Unterrichtszeit massiv reduziert. Während die akademischen Leistungen insgesamt kaum beeinflusst werden, zeigen sich leichte Verbesserungen in Mathematik an High Schools, während an Middle Schools eher negative Tendenzen erkennbar sind. Unmittelbar nach der Einführung steigen die Disziplinarvorfälle zunächst an und das subjektive Wohlbefinden der Schüler sinkt, wobei sich letzteres nach zwei Jahren deutlich ins Positive umkehrt. Die Studie verdeutlicht, dass strenge Handyrestriktionen zwar kurzfristige Unruhe stiften, aber langfristig das soziale Klima und die psychische Gesundheit der Jugendlichen fördern können. Trotz der positiven sozialen Effekte konnten jedoch keine nennenswerten Verbesserungen bei der Konzentrationsfähigkeit im Unterricht oder der Häufigkeit von Online-Mobbing nachgewiesen werden.
Von Google Notebook LM, erfasst im Biblionetz am 08.05.2026
The Effects of School Phone BansPhone restrictions in schools have become increasingly common in the United States and around the world, motivated by concerns that constant access to digital devices may undermine learning, attention, and student well-being. We study a particularly well-defined and rapidly expanding form of restriction—lockable phone pouches that physically prevent students from accessing their devices during the school day.
Using nationwide data and a staggered difference-in-differences design, we find that the adoption of lockable pouches substantially reduces in-school phone activity as measured by independent GPS data and teacher reports. These effects are large and persistent, indicating that lockable pouches meaningfully tighten phone access relative to prevailing alternatives.
We find that adopting lockable phone pouches appears to generate some short-run disruption to the school environment. Disciplinary incidents increase and student-reported subjective well-being declines in the year of implementation, consistent with adjustment costs as schools and students adapt to the new restriction. Over time, however, disciplinary impacts fade and well-being rebounds, becoming positive in subsequent years. Average effects on standardized test scores are close to zero and precisely estimated, with similarly small and null effects on attendance, classroom attention, and perceived online bullying. While the average academic effects mask interesting heterogeneity—modest positive effects in high schools and small negative effects in middle schools—the magnitudes are relatively small in both settings.
Our study leaves several questions for future research. We observe outcomes for at most three years beyond adoption, so longer-run effects remain an open question. We also focus on one specific and well-defined implementation design. Other forms of phone restrictions— particularly those that rely more heavily on classroom-level discretion or that limit access only during instructional time—may operate differently. Evaluating the longer-run impacts of phone restrictions and comparing alternative policy designs are important priorities as schools continue to experiment with approaches to managing digital access.
Von Hunt Allcott, E. Jason Baron, Thomas Dee, Angela Duckworth, Angela L. Duckworth, Matthew Gentzkow, Brian Jacob im Buch The Effects of School Phone Bans (2026)

iconBemerkungen zu diesem Buch

Eine besonders aufschlussreiche Studie zur konkreten Wirkung von Schulhandyverboten haben Hunt Allcott, E. Jason Baron, Thomas Dee, Angela L. Duckworth, Matthew Gentzkow und Brian Jacob im April 2026 als NBER Working Paper (Nr. 35132) vorgelegt. Die Autorenliste ist bemerkenswert: Allcott und Gentzkow haben mit ihren früheren Arbeiten zur Wohlfahrtswirkung von Social Media (etwa der vielzitierten American Economic Review-Studie von 2020) bereits zu den methodisch saubersten Beiträgen der gesamten Debatte gehört. Auch hier ist die Studie noch nicht peer-reviewed – aber methodisch ist sie das, was sich Wissenschaftspolitik wünschen würde, wenn sie evidenzbasiert entscheiden wollte.
Von Sebastian Tillmann im Text Wenn die Politik dem Konsens vorauseilt (2026)
Die Methodik: Die Autoren werten die Einführung sogenannter Yondr-Pouches aus, das sind magnetisch verschließbare Stoffbeutel, in die Schüler ihre Telefone zu Schulbeginn legen müssen und die erst nach Schulschluss wieder geöffnet werden können. Anders als beim australischen Social-Media-Verbot ist das eine Intervention, die in der Praxis tatsächlich greift: Die Telefone bleiben physisch unzugänglich. Die Studie nutzt einen Staggered-Difference-in-Differences-Ansatz und damit das aktuelle methodische Beste, was Beobachtungsstudien für kausale Inferenz aufbieten können und kombiniert mehrere unabhängige Datenquellen: GPS-basierte Aktivitätsmessungen von Telefonen während der Schulzeit (also nicht Selbstauskunft, sondern objektive Verhaltensdaten), administrative Schuldaten zu standardisierten Tests, Anwesenheit und Disziplinarvorfällen, validierte Schülerumfragen zu Wohlbefinden und wahrgenommenem Cybermobbing, sowie eigene neue Lehrerumfragen. Das alles bei einer Stichprobe von Schulen aus den gesamten USA – fast 5.000 Schulen nutzen mittlerweile diese Pouches. Und das Ganze präregistriert mit öffentlich einsehbarem Pre-Analysis-Plan auf OSF. Es ist schwer, sich eine methodisch sauberere Evaluation einer realen Intervention vorzustellen.
Von Sebastian Tillmann im Text Wenn die Politik dem Konsens vorauseilt (2026)
Die Befunde sind differenziert und genau deshalb so wertvoll.
  • Erstens: Die Pouches reduzieren die Telefonnutzung tatsächlich substantiell. Die GPS-Pings auf Schulgeländen sinken im dritten Jahr nach Einführung um etwa 30 Prozent (ein konservativer Untergrenzen-Schätzer, da auch Erwachsene und nicht aktiv genutzte Telefone gepingt werden), und der Anteil der Schüler, die laut Lehrerangaben in der Klasse private Telefonnutzung zeigen, sinkt von 61 auf 13 Prozent. Eine Intervention, die wirkt – das unterscheidet die Pouches deutlich vom australischen Modell, wo die Mehrheit der Jugendlichen das Verbot umgeht.
  • Zweitens, und das ist der entscheidende Befund: Auch wenn die Telefonnutzung sinkt, bleiben die nachgelagerten Effekte hinter den Erwartungen zurück. Auf standardisierte Testergebnisse haben die Pouches im Durchschnitt der ersten drei Jahre nahezu keinen Effekt, die Autoren können Verbesserungen oberhalb von etwa 0,008 Standardabweichungen statistisch ausschließen. Das ist keine Frage statistischer Power: Die Konfidenzintervalle sind eng. Bei genauerer Betrachtung verbergen sich hinter dem Nulleffekt sogar gegenläufige Bewegungen: In High Schools finden sich kleine positive Effekte besonders in Mathematik (etwa 0,024 Standardabweichungen, entsprechend rund 0,9 Perzentilpunkten), in Middle Schools dagegen kleine negative Effekte. Auf Schulanwesenheit, selbstberichtete Aufmerksamkeit im Unterricht und wahrgenommenes Cybermobbing finden die Autoren ebenfalls keine substanziellen Effekte. Insbesondere der Befund zum Cybermobbing ist politisch relevant: Eine der zentralen Begründungen für solche Verbote, dass sie Schüler vor digitalen Übergriffen schützen, wird empirisch nicht gestützt.
  • Drittens zeigt die Studie eine bemerkenswerte zeitliche Dynamik. Im ersten Jahr der Einführung steigen Disziplinarvorfälle (Suspendierungen erhöhen sich um etwa 16 Prozent) und das selbstberichtete Wohlbefinden der Schüler sinkt um rund 0,2 Standardabweichungen, ein wesentlicher größerer Wert. Erst in den Folgejahren verblassen diese negativen Effekte, und das Wohlbefinden steigt um etwa 0,16 Standardabweichungen. Die Autoren interpretieren das als Anpassungsprozess: Wenn man eine etablierte soziale Praxis abrupt unterbricht, entstehen kurzfristige Verwerfungen, die mit der Zeit absorbiert werden. Das ist eine wichtige Differenzierung gegenüber der einfachen Logik „Telefon weg gleich Wohlbefinden hoch”. Es zeigt auch, wie wichtig längere Beobachtungszeiträume für die Bewertung solcher Interventionen sind. Studien, die nur das erste Jahr betrachten, würden hier ein deutlich negativeres Bild zeichnen, als der mittelfristige Befund rechtfertigt.
Von Sebastian Tillmann im Text Wenn die Politik dem Konsens vorauseilt (2026)
Die Allcott-Studie ist nicht die simplistische Geschichte „Verbote bringen nichts”. Sie ist die ehrlichere Geschichte: Verbote bewirken etwas, aber nicht das, was die politische Rhetorik verspricht. Auch eine Intervention, die in der Praxis tatsächlich umgesetzt wird, die methodisch sauberste verfügbare Evaluation erfährt, und die in einer mittleren Frist sogar leichte Wohlbefindenseffekte zeigt, auch eine solche Intervention liefert keine substanziellen Verbesserungen bei den zentralen Outcomes, mit denen sie politisch begründet wird. Akademische Leistung, Aufmerksamkeit, Mobbingreduktion: Die Effekte liegen nahe null oder sind bestenfalls gering. Das ist ein nuancierter Befund, der weder die Verbots-Befürworter noch die Gegner vollständig bestätigt, aber er passt in das Gesamtbild dieser Debatte: Effektstärken, die deutlich kleiner sind als die politische und mediale Rhetorik nahelegen, und eine Intervention, die das eigentliche Versprechen nicht einlösen kann. Wer eine messbare Verbesserung der Lernergebnisse, eine Reduktion von Mobbing oder eine durchgreifende Verbesserung der psychischen Gesundheit erwartet, muss seine Erwartungen nach unten korrigieren, auch dann, wenn das Verbot funktioniert.
Von Sebastian Tillmann im Text Wenn die Politik dem Konsens vorauseilt (2026)

iconDieses Buch erwähnt ...


Personen
KB IB clear
Louis-Philippe Beland , Richard Murphy

Begriffe
KB IB clear
Bildungeducation (Bildung) , cyber-mobbingcyber-mobbing , Digitalisierung , Elternparents , Handyverbot in der Schule , Kinderchildren , LehrerInteacher , Lernenlearning , Mobbing , Mobiltelefone in der Schulecell phones in learning , Schuleschool , SchulerfolgAcademic Achievement , Unterricht , USA
icon
Texte
Jahr  Umschlag Titel Abrufe IBOBKBLB
2015 local web  Ill Communication: Technology, Distraction & Student Performance (Louis-Philippe Beland, Richard Murphy) 1, 9, 2, 10, 4, 8, 9, 7, 17, 8, 22, 18 15 11 18 804

iconDieses Buch erwähnt vermutlich nicht ... Eine statistisch erstelle Liste von nicht erwähnten (oder zumindest nicht erfassten) Begriffen, die aufgrund der erwähnten Begriffe eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, erwähnt zu werden.

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iconErwähnungen  Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

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Auf dem WWW The Effects of School Phone Bans: Gesamtes Buch als Volltext (lokal: PDF, 2196 kByte; WWW: Link OK )

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iconBeat und dieses Buch

Beat hat dieses Buch erst in den letzten 6 Monaten in Biblionetz aufgenommen. Beat besitzt kein physisches, aber ein digitales Exemplar. Eine digitale Version ist auf dem Internet verfügbar (s.o.). Es gibt bisher nur wenige Objekte im Biblionetz, die dieses Werk zitieren.

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