
«Die Datenfrage ist noch nicht geklärt … zu komplex … wir sind noch nicht so weit», «Welche Fragen sollen/
müssen wir uns stellen?» und «Wohin können wir denken?». Aussagen wie diese machen deutlich, dass
die Thematik der Daten und des Umgangs mit ihnen bei vielen Bildungsakteuren mit Fragen und Unsicherheiten,
teilweise auch einem gewissen Unbehagen verbunden sind. Dabei scheint besonders der Begriff
der Datennutzung negativ behaftet zu sein: Da nützt jemand etwas, das jemand anderem gehört – oft sogar
ohne diesen um Erlaubnis zu fragen. Darf er das? Welche Folgen könnte es für den Beklauten haben?
Diese allgemein unsichere Haltung lässt sich in vielen Punkten auf die Vielschichtigkeit der Thematik – die
zudem oft sehr stark mit Technik in Verbindung gebracht bzw. auf diese reduziert wird – zurückführen. Sie
erschwert ein rasches Verständnis und vermittelt das Gefühl der Unmöglichkeit als Nicht-Experte die gesamte
Komplexität erfassen zu können. Als Folge davon werden nicht selten eingeschränkte Sichtweisen
vertreten (Datennutzung bedeutet den Datenschutz zu befolgen).
Folgendes Kapitel hat zum Ziel Datennutzung und die sie regulierenden Rahmenbedingungen für ein möglichst
breites Publikum verständlich zu beschreiben. Als Orientierungshilfe dient ein vereinfachendes Modell
des «Ökosystems Bildungsdaten».