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Beats Biblionetz - Aussagen

Die Schule muss vermehrt Erziehungsaufgaben übernehmen

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iconBemerkungen

Dominik PetkoAndré FreySchulen leisten im Jahr 2020 verstärkt auch Betreuungs, Erziehungs- und Sozialisationsaufgaben.
Von Dominik Petko, André Frey im Text ICT in Primarschulen im Jahr 2020 (2007)
Jürgen OelkersEs gibt keinen Zeitpunkt in der Geschichte, an dem der Zustand der Erziehung nicht beklagt worden wäre. Insofern ist auch der pädagogische Alarmismus heutiger Medien keine Anomalie; neu sind nur die Reichweite und die schnelle Zugänglichkeit aller Informationen.
Von Jürgen Oelkers im Buch Die Volksschule - zwischen Innovationsdruck und Reformkritik (2011) im Text Eltern und Schule
Remo LargoMüssen Lehrpersonen künftig mehr betreuen und weniger unterrichten? Das darf man nicht verallgemeinern. Es stimmt aber schon nachdenklich, wenn eine Lehrperson nur Stoff vermitteln will, aber kein Interesse am Kind hat, also ein pädagogisches Interesse vermissen lässt.
Von Remo Largo im Text Der gute Schüler von heute ist ein Mädchen (2008)
Hilbert MeyerDie Erziehungsaufgaben der Schule sind aufgrund der Lebensbedinungen und Lernvoraussetzungen der Schüler heute noch wichtiger geworden, als dies früher der Fall war. Aus einer Instruktionsschule, die auch erzieht, wird gegenwärtig eine Erziehungsschule, die auch instruiert.
Von Werner Jank, Hilbert Meyer im Buch Didaktische Modelle (2002) im Text Grundbegriffe und Grundrelationen auf Seite 47
Forum BildungDie Schule muss mit einer Vielfalt von Familienformen und Erziehungsvorstellungen leben. Sie muss nicht primär - aber auch - Erziehungsaufgaben wahrnehmen, die für die Schulkultur wichtig sind. Dazu gehören Disziplin, Pünktlichkeit, Anstand, Zuverlässigkeit, aber auch Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Von Forum Bildung im Text Jedes Kind zählt! (2010)
Am Ende meiner Lehrerjahre fühlte ich mich wie ein Abfallkübel dieser Gesellschaft. Alle deponieren ihre Probleme in der Schule, sie verlangen von den Lehrkräften dies und das und jenes sowieso, um sich selber dann möglichst rasch und ungestört wieder dem eigenen Leben und vor allem der eigenen Karriere zuwenden zu können.
Von Martin Beglinger im Text Warum ich nicht mehr Lehrer bin (2008)
Die Schule ist die einzige Lebenswelt, die noch sämtliche Kinder und Jugendliche erzieherisch zu erreichen vermag. Sie muß also künftig ihren Erziehungsauftrag wesentlich stärker neben ihren Bildungsauftrag stellen, weil immer mehr Kinder in den drei übrigen Lebenswelten allzu dürftige positive Erziehungseinflüsse erfahren.
Von Peter Struck im Buch Netzwerk Schule (1998)
Rolf DubsAngesichts der gesellschaftlichen Entwicklung muss die Schule auch Erziehungsaufgaben übernehmen. Deutlich festzuhalten ist jedoch, dass die Schule allein nicht in der Lage ist, alle erzieherischen Probleme zu lösen. Die Eltern sind wieder stärker in die Pflicht zu nehmen, und die Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Eltern ist in realistisch wirksamer Weise zu verstärken.
Von Rolf Dubs im Buch Bildungspolitik und Schule wohin? (2010)
Ist es aber eine legitime Aufgabe der Schule, in die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler einzugreifen und wahllos Dispositionen nicht-kognitiver Art auszubilden? Ich würde mit Bestimmtheit sagen: nein, dies ist keine Aufgabe der Schule und kann nicht ihre Aufgabe sein. Damit ergibt sich als sechster Kritikpunkt: Kritik Nr. 6: Der Lehrplan 21 weitet den Erziehungsauftrag der Schule unbegründet und unverhältnismässig aus.
Von Walter Herzog im Text Kompetenzorientierung - eine Kritik am Lehrplan 21 (2014)
Rolf DubsDie Schule muss den Erziehungsauftrag auf allen Stufen wieder ernsthafter wahrnehmen. Sie muss die junge Generation befähigen, über Werte zu reflektieren, und ihr helfen, sich in eine Gesellschaft einzuordnen, die durch Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Dogmatismus und Rechthaberei gekennzeichnet ist. Dazu muss sie einerseits den Mut haben, zielgerichtet zum Umgang mit Grenzen und Freiräumen zu erziehen. Andererseits muss es ihr aber auch gelingen, die Lernenden zur Diskussion neuer Lebensentwürfe anzuleiten.
Von Rolf Dubs im Text Reformhektik gefährdet nachhaltige Lernerfolge (2006)
Doch dann gibt es die überforderten Eltern, womöglich beide voll mit ihrer Berufskarriere beschäftigt. Am Abend kommen sie müde und ausgepumpt aus dem Büro nach Hause. Oder an meiner früheren öffentlichen Schule von der Schichtarbeit. Zeit für ihre Kinder haben sie nicht, die Erziehung haben sie aufgegeben oder schlicht keine Lust dazu, denn Erziehen ist eine anstrengende und mühsame Sache. Die Eltern weichen den Konflikten mit ihren Kindern bewusst aus - im Glauben, die Schule werde diese Probleme dann irgendwie für sie lösen.
Von Martin Beglinger im Text Warum ich nicht mehr Lehrer bin (2008)
Das Problem sind die Eltern, «die ihre Erziehungspflicht immer mehr vernachlässigen», wie Psychologe Urs Gfeller sagt. Damit sind nicht nur Immigrantenfamilien gemeint, wo oft beide Elternteile zu hundert Prozent arbeiten müssen. «Erstaunlich ist», stellt der Oetwiler Primarschulleiter Kunz fest, «dass das Fehlen von Erziehung quer durch alle Schichten geht: von der Arbeiterfamilie bis zu den Akademikern.» Eltern finden es offenbar fast «unethisch, etwas von ihren Kindern zu verlangen», wie es Schuldirektor Wolf ausdrückt. Grenzen und Regeln sind aus der Mode gekommen.
Von Daniela Niederberger im Text Denn sie wissen, was sie tun (2004)

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