
In einer Fragebogen-Studie wurden 245 Jugendliche aus Schulklassen der DeutschSchweiz im Alter zwischen 14 und 19 Jahren zu den Umständen ihrer Internet-Nutzung befragt. Schwerpunkt dabei waren Geschlechtsunterschiede in Kontrollüberzeugung, Einstellung, Nutzungsmotiven, Nutzungspräferenzen und Nutzungsumständen.
Die Kontrollüberzeugung gegenüber dem Internet und die Gender Orientierung erwiesen sich als wichtige Faktoren, die das Verhalten und die Einstellung gegenüber dem Internet beeinflussen. Mädchen gaben signifikant häufiger tiefe Kontrollwerte an als Jungen. Mädchen scheinen sich bis anhin auf dem Internet vor allem in der Rolle der "passiven Informations-Konsumentinnen" zu bewegen, Jungen haben ein breiteres Aktivitäts-Spektrum. Mädchen schätzen die Möglichkeit, mittels Internet soziale Kontakte zu pflegen, wichtiger ein als die Jungen. Aspekte eines weiblichen Internetzugangs werden diskutiert.