
Hacker, Cracker und Raubkopierer, Virenprogrammierer und Cyber-Terroristen werden gerne als dunkle Seite des Netzes gehandelt, als technisch hochgerüstete Bösewichte, die den Stoff liefern für reißerische Bedrohungsszenarien. Politiker lassen sich von ihnen zu Law-and-Order-Parolen hinreißen, Strafverfolger und Geheimdienste begründen mit ihnen eine zunehmende Überwachung der neuen Kommunikationswege. Doch wie gefährlich ist das viel zitierte elektronische Verbrechen wirklich?
In diesem TELEPOLIS-Band wagen ausgesuchte Experten einen vorurteilsfreien Blick auf all jene Subkulturen, um die viele Menschen normalerweise lieber einen großen Bogen machen. Was motiviert jemanden, einen Virus zu programmieren? Was hat es mit dem vielbeschworenen Info-Krieg auf sich? Wie organisieren sich Software-Raubkopierer? Wie rechtfertigen sie ihr Handeln, welche Beziehungen pflegen sie zu Sicherheitsfirmen und surfenden Strafverfolgern? "Netzpiraten" widmet sich diesen Fragen detailliert und stellt sie in den Kontext einer Diskussion um Sicherheit und kulturelle Freiräume in den Datennetzen.