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Beats Biblionetz - Aussagen

Die reine Präsenz eines Smartphones verändert das menschliche Verhalten

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iconBemerkungen

Smartphones stehlen unsere Zeit, und schon ihre reine Gegenwart ist schädlich. Im Jahr 2013 schickten zwei Psychologen paarweise Fremde in ein kleines Zimmer und baten sie, sich zu unterhalten. Um ihnen den Einstieg zu erleichtern, schlugen die Psychologen ein Thema vor: Sie sollten sich über ein interessantes Ereignis unterhalten, dem sie im letzten Monat beigewohnt hatten. Einige Paare sollten sich unterhalten, während ein Smartphone unbenutzt danebenlag, bei anderen Paaren lag statt des Smartphones ein Notizbuch auf dem Tisch. Die Paare kamen zwar ins Gespräch, doch alle, die sich neben einem Smartphone kennenlernten, hauen Mühe, Vertrautheit herzusteüen. Sie be- schrieben die neu gebüdeten Beziehungen als von minderer Qualität und schätzten ihre Gesprächspartner im Schnitt weniger emphatisch und zuverlässig ein als jene, bei denen nur ein Notizblock auf dem Tisch lag.
Von Adam Alter im Buch Unwiderstehlich (2017) im Text Der Aufstieg der Verhaltenssucht
Telefone spalten allein durch ihre Anwesenheit, selbst wenn sie nicht aktiv gebraucht werden. Sie stören, weil sie uns an die Welt hinter der gerade stattfindenden Unterhaltung erinnern, und die einzige Lösung besteht darin, so die Forscher, sie ganz wegzulassen.
Von Adam Alter im Buch Unwiderstehlich (2017) im Text Der Aufstieg der Verhaltenssucht auf Seite 24
Die Wissenschaftler teilten 520 Probanden ihrer Studie in drei Gruppen auf. Die Probanden mussten dann vor der Bearbeitung von jeweils einer Intelligenz- und einer Arbeitsgedächtnisaufgabe ihr Smartphone entweder a) außerhalb des Testraumes lassen, b) es in die Hosentasche/Rucksack stecken oder c) auf den Tisch legen, an dem sie die Aufgaben am Computer bearbeiten sollten. In den Ergebnissen der Studie zeigte sich, dass besonders die Präsenz des Smartphones auf dem Tisch die Leistung in beiden Aufgaben deutlich reduzierte. Die Bedingung „Smartphone in der Hosentasche/Rucksack“ lag bzgl. der Leistung zwischen den Gruppen „Schreibtisch“ und „Smartphone in einem anderem Raum“. Die Probanden waren sich der schlechteren Leistung im Angesicht des Smartphones auf dem Tisch übrigens nicht bewusst, als sie nach einem solchen möglichen Effekt gefragt wurden. Zusätzlich konnte diese Studie zeigen, dass einfaches Umdrehen des Telefons oder „auf Stumm stellen“ keine Lösung darstellt, um den Brain Drain durch das Smartphone zu reduzieren. Die Autoren fassen zusammen: „Our data suggest that the mere presence of consumers’ own smartphones may further constrain their already limited cognitive capacity by taxing the attentional resources that reside at the core of both working memory capacity and fluid intelligence“ (S. 150).
Von Christian Montag im Buch Homo Digitalis (2017) im Text Smartphone und E-Mails bei der Arbeit auf Seite 40

iconZitationsgraph

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