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Beats Biblionetz - Aussagen

One-to-One-Computing fördert Medienkompetenzone to one computing fosters media literacy

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iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

Beat Döbeli HoneggerNiemand käme auf die Idee, Lesekompetenz fördern zu wollen, aber nur 4 Bücher pro Klasse zur Verfügung zu stellen. Und wie sieht das bei Medienkompetenz aus? Medienkompetenz erfordert persönliche Geräte in der Schule.
Von Beat Döbeli Honegger, erfasst im Biblionetz am 28.10.2011
Der Lösungsvorschlag der Enquete-Kommission ist ein ganz zentraler Punkt: Es sollen nicht mehr die Schulen, sondern die Schüler ausgestattet werden. Jede Schülerin und jeder Schüler soll einen eigenen Laptop oder einen eigenen Tablet-PC bekommen preisgünstig produziert in großen Losen und unterstützt durch staatliche Mittel. Wenn erst jeder Schüler seinen (Lern-)Computer mit in den Unterricht bringt, werden alle Beteiligten dazu gezwungen sein, sich mit dem Internet auseinander zu setzen. Und so die Bildungschancen des Netzes fächerübergreifend zu nutzen.
Von Enquete-Kommission "Internet und Gesellschaft" in der Broschüre Zweiter Zwischenbericht der Enquete-Kommission 'Internet und digitale Gesellschaft' (2011) auf Seite 4
Heike SchaumburgLudwig J. IssingDie Ergebnisse zeigen, dass die Teilnahme am Laptop-Projekt sich eindeutig positiv auf die Bedienkompetenz der Schüler ausgewirkt hat. Sowohl in Hinblick auf die Bedienung des Computers wie auch auf die Nutzung des Internet zur Informationssuche und zur Kommunikation mit Email erweisen sich die Laptop-Schüler den Nicht-Laptop-Schülern überlegen. DerWissenszuwachs im Bereich Internet ist dabei im Vergleich relativ gering, was sich jedoch damit erklären lässt, dass zum Zeitpunkt des Tests in den Laptop-Klassen erst seit ca. einem halben Jahr mit dem Internet gearbeitet wurde. [...]
Auch in der Kontrollgruppe haben alle Schüler Zugang zu einem häuslichen Computer. Dennoch schneiden diese Schüler in Bezug auf die Bedienkompetenz deutlich schlechter ab als die Laptop-Schüler. Insbesondere die Mädchen weisen nur eine geringe Bedienkompetenz auf. Man kann also nicht davon ausgehen, dass Jugendliche angesichts der weiten Verbreitung von Computer und Internet in privaten Haushalten »automatisch« die Kompetenz erwerben, versiert mit Computer und Internet umzugehen. Noch weniger kann man hoffen, dass die Kluft zwischen den technikbegeisterten und den eher zurückhaltenden Schülern sich ohne äußeres Zutun schließt. Die Schule kann hier einen bedeutenden Beitrag zum Erwerb von Computerkompetenz leisten, wie die Ergebnisse dieser Teilstudie zeigen.
Der deutlicheWissenszuwachs spiegelt sich jedoch nicht in der subjektiven Selbsteinschätzung der Schüler wider. Die Werte in den Laptop- und Nicht-Laptop-Klassen für die computer- und internetbezogene Selbstwirksamkeit sind nahezu gleich.
Von Heike Schaumburg, Ludwig J. Issing im Buch Lernen mit Laptops (2002) auf Seite 142
Heike SchaumburgLudwig J. IssingFragebogen- und Interviewbefragungen bei Schülern und Lehrern sowie der durchgeführte Computerkompetenz-Test zeigen einen eindeutigen Anstieg der Computerkompetenz. Vor allem im Bereich der Bedienkompetenz wurde von Lehrern und Schülern beobachtet, dass in kürzester Zeit Grundqualifikationen im Umgang mit dem Gerät und der im Unterricht verwendeten Anwendungssoftware erworben wurden. Im Computertest zeigten die Laptop-Schüler einen signifikanten Wissensvorsprung vor Nicht-Laptop-Schülern im Bereich der Bedienkompetenz von Systemund Anwendungssoftware sowie im Bereich der Nutzung des Internet für Informationssuche und Kommunikation. Die Lehrer beobachteten, dass die Schüler auch gut in der Lage waren, die erworbenen Kenntnisse auf andere Programme zu übertragen, während von den Schülern zum Teil bemängelt wurde, keine Einführung in ein über die Standardsoftware hinausgehendes Softwareangebot erhalten zu haben. Der Computertest zeigt auch, dass es durch das Laptop-Projekt gelungen ist, die Mädchen, die in Hinblick auf die Vermittlung computer-technischer Fertigkeiten als benachteiligt gelten, in bedeutendem Maß zu fördern. Die Schülerinnen der Laptop- Klassen schnitten im Hinblick auf die Bedienkompetenz signifikant besser ab als ihre Mitschülerinnen aus traditionell unterrichteten Klassen. Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen, der sich in Nicht-Laptop-Klassen zeigt, wurde in den Laptop-Klassen stark reduziert oder gar aufgehoben.
Für den Umgang mit Systemsoftware und Hardware erwies sich das zur Nutzung der Laptops entwickelte Regelwerk teilweise als kontraproduktiv. Hier wären Lockerungen eventuell sinnvoll, wo sie den störungsfreien Betrieb der Geräte nicht gefährden. Als weitere Maßnahme zur Verbesserung der Computerkompetenz interessierter Schüler wurden Computer-Arbeitsgemeinschaften für Schüler eingerichtet.
Abgesehen von der rein technischen Bedienkompetenz wird in den Interviews mit den Schülern und Lehrern deutlich, dass die Schüler die Computer zunehmend als Werkzeuge betrachten, die sie zur Lösung verschiedenster Probleme einsetzen können. Von Lehrerseite wurde der souveräne und selbstständige Umgang mit dem Computer zur Lösung der im Unterricht gestellten Probleme betont. Die Schüler äußerten sich in den Interviews ausführlich darüber, dass sie gern mit Computern arbeiten, weil sie erfahren haben, dass das Gerät ihnen in vieler Hinsicht Arbeit abnehmen oder erleichtern kann. Gleichzeitig hinterfragten sie im Projektverlauf zunehmend den Einsatz der Laptops für bestimmte Aufgaben, insbesondere dann, wenn sie den organisatorischen Aufwand der mit dem Laptop-Einsatz verbunden ist, für nicht gerechtfertigt hielten.
Dennoch wurden von Lehrern im zweiten und dritten Projektjahr noch Defizite bei der kritischen Reflextion der Computernutzung gesehen. Dies bezieht sich sowohl darauf, die gesellschaftliche Bedeutung des Computers richtig einzuschätzen, wie auch darauf, sich über Funktionalität und Leistungsumfang des Computers über die konkreten Standardanwendungen hinaus bewusst zu sein.
Von Heike Schaumburg, Ludwig J. Issing im Buch Lernen mit Laptops (2002) auf Seite 166

iconZitationsgraph

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