
Die Förderung von Datenkompetenzen ist heute ein
immer wichtigeres Ziel des Informatikunterrichts, das
auch in immer mehr Lehrpläne Einzug hält. Beispielsweise
sieht der aktuelle Lehrplan des Bayerischen
Gymnasiums vor, dass Schülerinnen und Schüler ,,die
Chancen und Risiken der automatischen Auswertung
großer Datenmengen auch im Hinblick auf gesellschaftliche
Auswirkungen [bewerten]“ (ISB, 2020);
auch in anderen Lehrplänen sind oft ähnliche Formulierungen
zu finden. Um solche Kompetenzen im
Schulunterricht zu fördern, werden einerseits geeignete
Werkzeuge, andererseits aber auch entsprechende Datenquellen
benötigt, die solche Analysen sinnvoll möglich
machen. Da, je nach Schulart und vorherigem Unterricht,
nur sehr unterschiedliche Vorkenntnisse sowohl
in der Arbeit mit Daten als auch bei der Programmierung
vorausgesetzt werden können, wird in
diesem Beitrag ein Ansatz präsentiert, der einen einfachen
Einstieg in das Thema der Datenanalysen ermöglicht,
keine spezifischen Vorkenntnisse erfordert,
gleichzeitig aber einen reichen Datenschatz zugänglich
macht. Entsprechend können auf dessen Basis sowohl
im Unterricht als auch darüber hinaus spannende Erkenntnisse
gewonnen werden und möglicherweise auch
Fragestellungen anderer Fächer in interdisziplinären
Projekten angegangen werden.