
Während die Heranwachsenden ganz selbstverständlich in der Freizeit durch Digitale Medien an der Gesellschaft partizipieren, sind Ihre Eltern und Lehrkräfte allzu oft nicht auf dem gleichen Stand. Damit stellen Digitale Medien eine besondere Herausforderung an die aktuelle deutsche Bildungslandschaft dar, deren Auftrag es sein sollte, jene Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln, die für eine aktive, kritische und reflexive Teilhabe an einer sich ständig wandelnden Wissensgesellschaft erforderlich sind. Der Beitrag beschreibt ein an dieser Stelle ansetzendes Konzept, welches die Erstellung von Computerspielen in einem formellen Setting zum Ziel hat. Die theoretischen Vorüberlegungen werden mit Blick auf partizipative Medienkulturen und den damit verbundenen Forderungen an Schulbildung expliziert, und Digital Game Development wird als ein möglicher Lösungsansatz vorgestellt. Hierdurch soll ein Weg aufgezeigt werden, der nicht nur aus bildungstheoretischer Sicht sinnvoll scheint, sondern an die Lebenswelten der Heranwachsenden anknüpft und dennoch in das deutsche Schulsystem ohne umfassende Umstrukturierungen integrierbar ist.