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Beats Biblionetz - Aussagen

Blockbasierte Sprachen haben den Ruf, nicht echtes Programmieren zu ermöglichen

iconBemerkungen

Nicht verschwiegen werden soll, dass in einem reinen BYOB-Abiturkurs aber auch einige SchülerInnen unzufrieden mit der Auswahl der Sprache sind. Die Argumente, warum sie ungern mit BYOB arbeiten, sind eher emotionaler Natur, z.B. „Java ist näher an der Maschine“ oder „näher an der echten Informatik“ (vgl. dazu auch [Mo11b]). Interessanterweise schätzten diese SchülerInnen ein Java-Programm hoch ein, das zwar ein beeindruckendes Ergebnis lieferte, intern jedoch fast ausnahmslos aus dem Aufruf von Methoden verschiedener Java-Bibliotheken bestand und algorithmisch wenig anspruchsvoll war.
Von Kerstin Strecker im Konferenz-Band Informatik allgemeinbildend begreifen im Text Grafische Programmiersprachen im Abitur (2015)
Ich halte die oft gehört Aussage „Über Scratch und BYOB zu <den richtigen Sprachen>“, um welche es sich auch immer handeln mag, für nicht so richtig hilfreich, weil ich bisher keine für mich schlüssige Begründung dafür gehört habe, Algorithmen ein zweites Mal textuell zu implementieren, wenn diese selbst schon in einer grafischen Sprache entwickelt und erprobt worden sind. Das gilt vor allem, wenn in den „richtigen Sprachen“, gemeint sind meist Java oder Delphi, „Probleme“ gelöst werden, die in BYOB nur wenige kombinierte Blöcke erfordern. Wenn also der größte Teil des Unterrichts mit Syntaxproblemen verbracht wird, dann schiene mir diese Zeit besser angelegt, wenn richtige Informatische Probleme bearbeitet würden, die insgesamt die Breite der Informatikanwendungen zeigen. Natürlich lassen sich mit den „richtigen Sprachen“ Probleme ganz anderer Größenordnung behandeln als mit BYOB. Ich habe aber leise Zweifel, dass die Mehrzahl der Lernenden jemals zur Entwicklung „richtig großer“ Anwendungen kommt. Schlimmer noch: wenn der Unterricht vorrangig auf Lernende ausgerichtet ist, die dieses Ziel erreichen wollen, dann werden „normale“ Schülerinnen und Schüler ausgegrenzt, von der Wahl dieses wunderbaren Faches abgehalten. Ich befürchte, dass die relativ geringe Zahl von Informatiklernenden teilweise auf diese Ursache zurückzuführen ist – und umgekehrt hoffe ich natürlich, dass sich durch die Wahl der erst in jüngster Zeit entstandenen Werkzeuge (Scratch, BYOB und Varianten) die Basis des Informatikunterrichts stark verbreitern lässt.
Von Eckart Modrow im Buch Informatik mit BYOB / Snap! (2013)

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