
Im Folgenden wird ein Verfahren vorgestellt, das in den
vergangenen Jahren unter der Bezeichnung »Metaanalyse
« zunehmend Verbreitung fand (vgl. Hunt, 1999;
Hunter & Schmidt, 1995; Myers, 1991; Rustenbach,
2003; Schulze, 2004; Schulze et al., 2003). Mit diesem
Verfahren werden quantitative Untersuchungsergebnisse
statistisch zusammengefasst. Nach einigen einleitenden
Bemerkungen zur Zielsetzung des Verfahrens
(Abschn. 10.1) erörtern wir in Abschn. 10.2 das Auswahlproblem
für die in eine Metaanalyse einzubeziehenden
Untersuchungen, in Abschn. 10.3 Verfahren,
mit denen verschiedenartige statistische Untersuchungsergebnisse
auf einen einheitlichen »Nenner« gebracht
werden können und in Abschn. 10.4.1 Homogenitätstests
zur Überprüfung der Aggregierbarkeit verschiedener
Untersuchungsergebnisse. Im Abschn. 10.4.4
untersuchen wir Teststärkeaspekte im Rahmen von
Metaanalysen. Ein Beispiel in Abschn. 10.4.5 beschreibt
die praktische Durchführung einer Metaanalyse. Der
letzte Abschnitt behandelt u. a. sog. kombinierte Signifikanztests,
die vor allem dann eingesetzt werden, wenn
in den Untersuchungen Angaben über Effektgrößen
fehlen (7 Abschn. 10.5).