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Biokybernetische Regel 4: Nutzung vorhandener Kräfte nach dem Jiu-Jitzu-Prinzip statt Bekämpfung nach der Boxer-Methode.

Definition der Aussage "Biokybernetische Regel ..."

Frederic VesterDas Jiu-Jitsu-Prinzip: Hier geht es um die Nutzung vorhandener, auch störender Kräfte nach dem Prinzip der asiatischen Selbstverteidigung, statt ihrer Bekämpfung nach der Boxermethode mit teurer eigener Kraft.
von Frederic Vester im Buch Leitmotiv vernetztes Denken (1988) auf Seite 20

Bemerkungen zur Aussage "Biokybernetische Regel ..."

Günther OssimitzIm wesentlichen besagt das Jiu-Jitsu-Prinzip, dass die dem System eigene Dynamik und Kräfte genutzt werden sollen, anstatt mit externen Krafteinsatz das Ziel zu erreichen und zwar auch dann, wenn die Kräfte des Systems dem Erreichen des Ziels zunächst entgegenzuwirken
von Günther Ossimitz im Buch Entwicklung systemischen Denkens (2000) im Text Wege zum systemorientierten Denken und Handeln
Es gilt vorhandene, wenn auch störende Kräfte durch Umlenkung für den eigenen Gebrauch zu nutzen. Der eigene Kraftaufwand beschränkt sich dabei auf die Steuerung der vorhandenen Energie. Damit profitiert man von vorliegenden Konstellationen und fördert die Selbstregulation. Man kann dem System innewohnende Kräfte und Dynamiken (wie ein Jiu – Jitsu Kämpfer, der die Angriffsenergie des Gegners für das eigene Ziel benutzt) nutzen, anstatt mit externem Kraftaufwand (wie ein Boxer) versuchen, an das Ziel zu kommen. So ist es etwa sinnvoller, die bestehende Selbstreinigungskraft von Gewässern zu fördern, als mittels großer Anstrengung Kläranlagen zu bauen.
von Reinhard Wagner in der Diplomarbeit Vermittlung systemwissenschaftlicher Grundkonzepte (2002) im Text Systemisches Handeln / Steuerung von Systemen auf Seite 109

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