
Lernen in frühester Jugend unterscheidet sich vom Lernen bei Erwachsenen darin, dass Erfahrungen und Lernprozesse im kindlichen Gehirn viel massivere und auch dauerhaftere Spuren hinterlassen als im erwachsenen Gehirn, wo es nur noch zu vergleichsweise geringfügigen Veränderungen im Verlauf von Lernprozessen kommt. Tierexperimentette Forschungsergebnisse aus der Hirnforschungweisen daraufhin, dass frühe Sinneseindrücke, Erfahrungen und Lernprozesse himbiologisch betrachtet dazu „benutzt" werden, die Ausreifung der noch unreifen funktioneilen Schaltkreise, insbesondere des limbischen "Belohnung*-" Systems im Gehirn zu optimieren. Salopp ausgedrückt könnte man dies in der Computersprache mit der "Formatierung der Festplatte" vergleichen. Somit werden in der "Hardware" - dem Gehirn - schon relativ früh im Leben prinzipielle Konzepte für späleres Lernen, und auch für die mit jedem Lernprozess untrennbar verknüpfte emotionale Erlebniswelt angelegt.