Widersprüchliche Anforderungen sichtbar machenImpulse postdigitaler Analysen am Beispiel der YouTube Beauty Community
Susanne Richter
Publikationsdatum:
Zu finden in: Becoming Data – Pädagogische Implikationen postdigitaler Kultur (Seite 89 bis 108), 2024
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Zusammenfassungen
Social platforms and in particular beauty content, i.e. posts in which beautification practices are thematised, evoke pedagogical attention situated in the intersection of gender and media pedagogy. The beauty community thus allows to approach to the question of post-digital pedagogy in two respects: On the one hand, it is the object of pedagogical work and interventions, and on the other hand, it is a new social space that enables complex analyses of performances and negotiations of social and gender orders. In this article, the findings of a gender-sociological study of the YouTube beauty community (Richter 2021) are read with regard to the question of the pedagogical implications of post-digital culture. For this purpose, pedagogical problematizations of the beauty community are first presented and then contrasted with selected findings of the focused study in order to develop a productive perspective on these problems: The actors of the community appear situated in contradictions, the production of sovereignty is negotiated as a central value. Post-digital pedagogy, it is argued in conclusion, appears characterised by the analytical potential of studies of digital arenas, which can be used both for studying complex contemporary social transformations and as a basis for pedagogical action – not least in relation to challenges that arise with these new arenas.
Von Susanne Richter im Text Widersprüchliche Anforderungen sichtbar machen (2024) Soziale Plattformen und insbesondere Beauty Content – also Beiträge, in denen Praktiken des Schönheitshandelns thematisiert werden – generieren pädagogische Aufmerksamkeit im Schnittpunkt von Gender- und Medienpädagogik. Damit bietet die Beauty Community in zweierlei Hinsicht Ansatzpunkte für die Frage nach postdigitalen Impulsen für die Pädagogik: Zum einen ist sie Gegenstand pädagogischer Arbeit, zum anderen ein neuer sozialer Raum, der komplexe Analysen der Performances und Aushandlungen sozialer- und Geschlechterordnungen ermöglicht. In diesem Beitrag werden die Befunde einer geschlechtersoziologischen Studie der YouTube Beauty Community (Richter 2021) im Hinblick auf die Frage nach pädagogischen Implikationen postdigitaler Kultur gelesen. Dafür werden zunächst pädagogische Problematisierungen der Beauty Community dargelegt und anschliessend durch ausgewählte Befunde der fokussierten Studie kontrastiert, um eine produktive Perspektive auf diese Probleme zu erarbeiten: Die Akteur:innen der Community werden darin sichtbar als in Widersprüchen verortet, die Herstellung von Souveränität wird als zentraler Wert verhandelt. Pädagogische Implikationen postdigitaler Kultur, so wird abschliessend argumentiert, liegen im analytischen Potenzial der Untersuchungen digitaler Arenen, das sowohl für die Erforschung gegenwärtiger gesellschaftlicher Transformationen als auch als Grundlage für pädagogisches Handeln eingesetzt werden kann – nicht zuletzt in Bezug auf Herausforderungen, die mit der Entstehung und Etablierung dieser neuen Arenen und ihrer Ausbreitung einhergehen.
Von Susanne Richter im Text Widersprüchliche Anforderungen sichtbar machen (2024)
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