
Die Idee, flächendeckende Interviews mit Viertklässlern zu inszenieren kam nicht von ungefähr. Seit 2005 begleitet mein Team und eine dafür gegründete studentische Forschungsgruppe eine Hamburger Schule, die sich vorgenommen hat, hochbegabte und durchschnittlich begabte Kinder integrativ miteinander lernen zu lassen. Das Projekt hat medial große Anerkennung gefunden und wurde inzwischen dokumentarisch dicht beschrieben. Am Ende eines solchen Längsschnittes diskutierte das Team effektive Möglichkeiten, einen denkbar breiten Fokus auf die individuell erlebte Grundschulzeit der über vierzig Kinder zu legen. Da in den Jahren zuvor verschiedene Möglichkeiten der schriftlichen Äußerung genutzt wurden, entschlossen wir uns dieses Mal zu individuellen mündlichen Face-to-face Interviews. Dabei wurde die gesamte Arbeitsgruppe, ein Hauptseminar „Kommunikation“ und das Forschungsteam einbezogen, um alle Arbeiten innerhalb eines halben Jahres (Januar – Juni 2009) bewerkstelligen zu können.