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Beats Biblionetz - Aussagen

Peer Review-Prozess stützt bestehende Theorien

iconBemerkungen

Bruno S. FreyDie Neigung wird verstärkt, konventionelle oder modische Ansätze zu präsentieren, die wenig Widerspruch hervorrufen und leichter veröffentlicht werden können (Horrobin 1996; Pritchard &Wilmott 1997; Muller-Carmen & Salzgeber 2005). Dies führt zu einer Homogenisierung der Forschung, wie dies für Business Schools (Gioia & Corley 2002) und die Volkswirtschaftslehre (Holcombe 2004) nachgewiesen wurde.
Von Margit Osterloh, Bruno S. Frey im Text Anreize im Wissenschaftssystem (2008)
Mathias BinswangerIn any scientific discipline there are some leading scientists who dominate their field and who often are also the editors of top journals. This in turn allows them to avoid publication of approaches or theories that question their own research. Usually this is not difficult, since most authors already try to adapt to currently prevailing mainstream theories in their own interest. The majority of the authors simply want to publish articles in top journals, and this makes them flexible in terms of content. They present traditional or fashionable approaches that evoke little protest (Osterloh and Frey 2008, p. 14). In this way, some disciplines (e.g., economics) have degenerated into a kind of theology where heresy (questioning the core assumptions of mainstream theories) is no longer tolerated in established journals. Heresy takes place in a few marginal journals specializing in divergent theories. But these publications rarely contribute to the reputation of a scientist.
Von Mathias Binswanger im Buch Incentives and Performance im Text How Nonsense Became Excellence (2015)
Mathias BinswangerIn jeder wissenschaftlichen Disziplin gibt es einige Koryphäen, die im Moment den Ton angeben und meist gleichzeitig Editors von Top-Journals sind. Dies wiederum ermöglicht ihnen, abweichende Ansätze oder Meinungen von den von ihnen selbst etablierten oder vertretenen Theorien zu verhindern und den Status quo zu zementieren. Meist ist das aber gar nicht schwierig, da Autoren von vorneherein versuchen, sich den herrschenden Mainstream-Theorien anzupassen. Die Mehrheit von ihnen möchte ja einfach Artikel in Top-Journals veröffentlichen, und das macht sie inhaltlich flexibel. Sie präsentieren konventionelle oder modische Ansätze, die wenig Widerspruch hervorrufen (Osterloh and Frey 2008, S 14). Einige Wissenschaften (z. B. die Ökonomie) sind auf diese Weise zu einer Art Theologie verkommen, wo Häresie in etablierten Zeitschriften nicht mehr geduldet wird. Diese findet nur noch in ein paar wenigen, auf abweichende Theorien spezialisierten, randständigen Zeitschriften statt, wo Publikationen aber kaum zum Ansehen eines Wissenschaftlers beitragen. In empirischen Wissenschaften überträgt sich das Festhalten an etablierten Theorien oft auch auf statistische Tests. Eine bestehende Theorie zu falsifizieren, ist mit geringen Publikationschancen verbunden, es besteht demzufolge ein Anreiz, nur noch erfolgreiche Tests zu publizieren und die negativen Ergebnisse zu verschweigen (Osterloh und Frey 2008, S. 15).
Von Mathias Binswanger im Buch Sinnlose Wettbewerbe (2010)

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