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Beats Biblionetz - Aussagen

Publikationsdruck fördert Salamitaktik beim Publizieren

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

Bruno S. FreyForscher wenden die „Salamitaktik“ an, d.h. neue Ideen oder interessante Datensätze werden so dünn wie Salamischeiben aufgeschnitten, um die Anzahl der Publikationen zu maximieren (Weingart 2005). Diese Reaktion wird verstärkt, wenn monetäre Belohnungen an die Anzahl der Publikationen geknüpft werden. Ein solches Verhalten wurde von Butler (2003) für Australien nachgewiesen. Möglicherweise besteht ein kausaler Zusammenhang zur Tatsache, dass Australien bezüglich fast aller OECD Standards zurückfiel.
Von Margit Osterloh, Bruno S. Frey im Text Anreize im Wissenschaftssystem (2008)
Publikationszahlen sind als Leistungsindikator problematisch, da sie einen Anreiz geben, mehr zu publizieren, als für die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnis zwingend notwendig ist („Salamitaktik“).
Von Deutscher Wissenschaftsrat in der Broschüre Empfehlungen zur Bewertung und Steuerung von Forschungsleistung (2011)
Mathias BinswangerFurthermore, in order to maximize the number of publications, scientists also try to squeeze out as many publications as possible from minor ideas (salami tactics), increase the number of co-authors, try to become ever more specialized in already highly specialized scientific disciplines and, in the most extreme case, just fake experiments and results.
Von Mathias Binswanger im Buch Incentives and Performance im Text How Nonsense Became Excellence (2015)
Soweit allerdings die Zahl an Publikationen und Zitationen den Ausschlag geben für die Positionierung bei der hochschulinternen leistungsorientierten Mittelvergabe, für Berufungsverfahren, Projektanträgen, Rankings sowie für Evaluationsverfahren, wird eine strategische Publikationspraxis implizit befördert, welche auf die Verwertung einer Erkenntnis in möglichst vielen Einzelpublikationen abzielt.
Von Deutscher Wissenschaftsrat in der Broschüre Empfehlungen zur Bewertung und Steuerung von Forschungsleistung (2011)
Over the last 20 years, the increasing importance of bibliometrics for research evaluation and planning led to an oversimplification of what scientific output and impact were which, in turn, lead to adverse effects such as salami publishing, honorary authorships, citation cartels and other unethical behavior to increase one’s publication and citation scores, without actually increasing one’s contribution to the advancement of science (Moed 2005).
Von Stefanie Haustein, Vincent Larivière im Buch Incentives and Performance (2015) im Text The Use of Bibliometrics for Assessing Research
Mathias BinswangerKnowing that the ultimate goal in current science is the maximization of relevant publications, researchers often apply the principle of “doing more with less”, which has also been termed “salami tactics” (Weingart 2005). New ideas or records are cut as thin as salami slices in order to maximize the number of publications. Minor ideas are presented in complex models or approaches in order to qualify for an entire article. As a consequence, further publications can be written by varying these models and approaches.
Von Mathias Binswanger im Buch Incentives and Performance im Text How Nonsense Became Excellence (2015) auf Seite 27
Mathias BinswangerDas oberste Ziel besteht darin, den Forschungsoutput zu maximieren, deshalb versuchen Forscher, aus wenig möglichst viel zu machen, und wenden die sogenannte „Salamitaktik“ an. Neue Ideen oder Datensätze werden so dünn wie Salamischeiben aufgeschnitten, um die Anzahl der Publikationen zu maximieren (Weingart 2005). Aus bescheidenen Ideen werden künstlich komplexe Modelle oder Ansätze konstruiert, um einen ganzen Artikel füllen zu können. Und danach lassen sich dann durch Varianten dieser Modelle und Ansätze weitere Publikationen erstellen.
Von Mathias Binswanger im Buch Sinnlose Wettbewerbe (2010) im Text Beispiel Wissenschaft
Der Druck möglichst viel zu publizieren hat eine unangenehme Begleiterscheinung. Er fördert unlauteres Verhalten. Zwar sind schwerwiegende Vergehen wie Plagiate oder das Manipulieren von Daten in der Wissenschaft eher selten. Andere Formen des wissenschaftlichen Fehlverhaltens sind aber durchaus verbreitet. Dazu zählt etwa das künstliche Aufblasen einer Autorenliste die scheibchenweise Veröffentlichung von Daten oder auch die als Selbstplagiat bezeichnete Publikation von mehreren Arbeiten mit identischen Daten in verschiedenen Journalen.
Von Christian Speicher im Text Fragwürdige Selbstplagiate (2011)

iconZitationsgraph

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

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