/ en / Traditional / mobile

Beats Biblionetz - Aussagen

Schule muss auch auf Arbeitslosigkeit vorbereiten

Diese Seite wurde seit 6 Jahren inhaltlich nicht mehr aktualisiert. Unter Umständen ist sie nicht mehr aktuell.

iconBemerkungen

Klaus HaefnerLeitziel Nr. 4: Es muß Ziel zukünftiger Bildungsbernühungen sein zu vermitteln, daß der Einsatz menschlicher Arbeit in Zukunft in den Industrienationen zur Basislebenserhaltung nicht unbedingt notwendig ist.
Von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 269
Klaus HaefnerLeitziel Nr. 5: Das Bildungswesen muß sich intensiv um die Vermittlung eines angemessenen Freizeitverständnisses und die Fähigkeit zur Gestaltung der Freizeit bemühen.
Mit zunehmender Automatisierung und aufgrund von abnehmenden Spielräumen in der Umsetzung von Rohstoffen und Energie in materielle Produkte wird der Anteil der Arbeitszeit am Leben weiter abund der der Freizeit zunehmen. D. h., eine auf den ganzen Menschen ausgerichtete Bildung und Ausbildung muß sich verstärkt dem Freizeitbereich zuwenden.
Hierzu bedarf es vielerlei Umstellungen im Bildungswesen. Die wichtigste ist wohl die, daß sich ein neues Verständnis von Lehrenden und Lernenden zur Freizeit entwickelt. Fähigkeiten und Fertigkeiten außerhalb dessen, was mittelbar oder unmittelbar dem zukünftigen Beruf nutzt, müssen wichtig und ernstgenommen werden. Der Mensch in seiner Gesamtheit - und nicht nur der arbeitende Mensch - muß ins Zentrum des Bildungswesens gerückt werden.
Von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen
Klaus HaefnerDieses Ziel eines neuen Bildungswesens resultiert aus der Einsicht, daß das Lehrziel "Arbeiten ist eine notwendige menschliche Funktion" in Widerspruch geraten wird zu einer Situation, in der die zur Basislebenserhaltung notwendige Arbeit soweit automatisiert werden kann, daß der Mensch hierfür nicht mehr notwendig ist. Menschen aber, die irn Bildungswesen 10, 13 oder gar 18 Jahre lang zu einer arbeitsintensiven Gmndeinstellung erzogen wurden, haben nur eine geringe Chance, das Nichtarbeiten - bei angemessener Beteiligung am Bruttosozialprodukt - positiv zu akzeptieren. Ihnen gelingt es nicht mehr, ein neues -von den traditionellen Wertvorstellungen eines "produktiven" Lebens abweichendes - Selbstverständnis aufzubauen. Dieses wird aber gerade für viele Substituierbare von großer Wichtigkeit sein. Es erscheint wenig sinnvoll, daß das Bildungswesen durch eine überzogene Ausbildung zum "Arbeitswütigen" diejenigen, die nicht zu arbeiten brauchen, psychisch belastet.
Von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Ansätze für ein neues Bildungswesen auf Seite 269

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

Verweise auf diese Aussage 71
Webzugriffe auf diese Aussage 134332101419169247121811711159444144522232553114710523114212321411123111
20092010201120122013201420152016