
Ausgehend von einem politischen Europabegriff sowie
einem europäisierten Bürgerverständnis fragt Andreas
Marchetti, inwieweit Internettechnologien Europa näher
an die Bürgerinnen und Bürger heranführen und ob diese
durch das Internet im Gegenzug stärker auf Europa einwirken
können. Dabei werden exemplarisch Möglichkeiten
(1) der Information, (2) der Ausgestaltung von Diskursen
sowie (3) der Partizipation aufgezeigt und diskutiert.
Dabei zeigt sich, dass durch die Möglichkeiten des Internets
eine kontinuierliche Annäherung von Europa einerseits
und Bürgerinnen und Bürgern andererseits erfolgt,
wobei diese im Bereich Information bisher am stärksten,
im Falle der Partizipation noch am schwächsten ausgeprägt
ist. In der Summe hat das Internet bisher die Qualität
europäischer Politikgestaltung nicht grundlegend
verändert, stellt aber dennoch gerade unter demokratischen
Vorzeichen eine bereichernde Ergänzung dar.