
Die Integration von Web 2.0-Techniken in die Hochschule bietet neue Chancen für selbstständiges, sozial verankertes und berufsrelevantes
Lernen. Sie wirft aber auch Fragen auf, etwa nach der Einbindung in die standardisierten Studien-und Prüfungsstrukturen der
Hochschule und nach der Orientierung von Studierenden in unterschiedlichen virtuellen Lernräumen. Nach einem kurzen Überblick
über die Erfahrungen in exemplarisch ausgewählten Blended Learning Lehrveranstaltungen des Projekts medialeproduktion.de geht
dieser Beitrag ausführlich auf eine eigene Studie ein. In der Studie wurden mentale Modelle virtueller Lernräume von Studierenden
erfasst und analysiert. Die Ergebnisse geben Aufschluss über Orientierung und Wahrnehmung der Grenzen sowie zum Verhältnis
der Lernplattformen und Web 2.0-Techniken aus Sicht der Studierenden. Die Ergebnisse zeigen, dass unterschiedliche mentale
Modelle von ein und demselben Seminar nebeneinander existieren und dass es aus Sicht der Hochschule sinnvoll ist, das Engagement
der Studierenden im Web 2.0 durch geeignete internetgestützte Maßnahmen zu unterstützen und durch Strukturierungsangebote
zu begleiten.